Unterwasseraufnahme eines hellblauen Meeres mit einem lebendigen Korallenriff aus gelblichen Steinkorallen und dunklen Fächerkorallen, umgeben von schwarz-weiss gestreiften Sergeant-Major-Fischen und gelben Falternfischen im klaren Sonnenlicht

Bahia Honda SP, Tag 3

Ich könnte natürlich wieder die Landkarte für die Bootsfahrt anzeigen und vielleicht würde man sogar die paar Meter am Looe Key sehen, die wir heute woanders an einer Boje gehangen haben, aber spannend ist das nicht. Darum lasse ich es gleich weg.

Bevor ich zum Tagegeschehen komme, ein paar Zusatzdinge. Hier im SP gibt es genug Tiere. Man soll z.B. seinen Müll nicht über Nacht draußen lassen, da sonst Waschbären ‘zusammenräumen’ kommen. In der Nacht treibt sich aber auch noch anderes Getier herum. Z.B. huschen hie und da kleine Krabben über die Straße (da habe ich kein Foto geschafft), oder überall am Klo (also praktisch der einzige Ort wo Licht Insekten anziehen kann) rennen Geckos herum. Da habe ich mit sehr viel Mühe ein Foto geschafft. Geckos sind unendlich scheu und kennen jeden Spalt des Klos zum Verstecken:

Ein hellbeiger Gecko haftet mit gespreizten Zehen an einer weißen Holzverkleidung mit horizontalen Lamellen, den Kopf nach links gedreht

Bei Tag sind die Geckos nicht zu sehen. Dafür produzieren sich Eidechsen mit einem aufblasbaren Kehlsack:

Eine braune Eidechse sitzt auf einem grob behauenen Holzpfosten und präsentiert stolz ihre leuchtend rote Kehlfahne, während sattgrünes Laub den dunklen Hintergrund bildet

Was ist in der Gegend beim Zeltaufstellen wichtig? Klar, daß man nicht in einer Grube steht, könnte ja sintflutartig regnen. Aber da gibt es noch etwas. Richtig: Schatten. Wer will schon kurz nach Sonnenaufgang aus dem Bett gebraten werden? Wir haben es da eigentlich super getroffen:

Ein dunkelgrünes Igluzelt steht im schattigen Bereich unter mächtigen Laubbäumen auf sandigem Boden, flankiert von einer weißen Holzzaunanlage und einer mobilen Kühlbox am Eingang Eine hölzerne Biertischgarnitur steht im sandigen Freibereich vor dichtem Grün, darüber wölben sich kräftige Laubbäume und ein blauer Himmel

Der Vormittag ist wieder dem Baden im Atlantik gewidmet worden, der Nachmittag wurde mit Schnorcheln verbracht. An dem Boot hat sich nicht viel geändert, also gehen wir gleich raus zum Looe Key. Der Ankerplatz war an einer anderen Stelle, der andere Kapitän mag ‘seine’ Boje halt lieber. Eh gut, so hat man Abwechslung. Und die war recht groß, denn in dem Gebiet konnte man wesentlich mehr Schwimmen und auch die Korallen waren zahlreich. Das Wetter konnte übrigens zum Vortag noch verbessert werden: 32°C Wassertemperatur, 20m Sicht, keine einzige Qualle und keine einzige Wolke trübte den Sonnenschein. Kann es noch besser werden?

Zu Beginn wieder ein ‘normaler’ Papageienfisch:

Ein bunt schimmernder Papageifisch schwimmt über eine felsige Korallenlandschaft mit ockerfarbenen Schwämmen und feinen Fächerkorallen im trüben Unterwasserbereich

Dann kam gleich ein Neuzugang, keine Ahnung wie der komische Fisch heißt. Sieht jedenfalls ulkig aus:

Ein bunt gemusterter Fisch schwimmt im kristallklaren, türkisblauen Wasser über einem sandigen Grund, während im Vordergrund dunkle Korallenstöcke und Seegras aufragen und Sonnenlicht sanfte Wellenlinien auf den Meeresboden zeichnet Ein gemusterter Feilenfisch schwimmt im klaren Wasser über einem artenreichen Korallenriff mit ockerfarbenen Steinkorallen und dunkelgrünen Hornkorallen

Die ‘Zebrafische’ waren wieder aufdringlich und in sehr großer Zahl vertreten. Man muß fast schon aufpassen, sie nicht auf jedem Foto zu haben:

Mehrere silbergraue Fische mit markanten schwarzen Querstreifen schwimmen über einer ockerfarbenen Steinkoralle und einem felsigen Meeresboden Ein Schwarm schwarz-gelb gestreifter Fische schwimmt vor einer felsigen Riffwand mit dichtem Seegras und hellem Sandboden im kristallklaren Wasser

Teil des erlaubten Schwimmbereiches ist die Markierung des Keys, eine aus dem Boden ragende Stange, die über dem Wasser die Markierungen trägt (eine zweite Stange liegt dort rum, die hat ein Hurrikan abmontiert). Rund um die Stange ist es recht sandig und ich entdeckte jede Menge Barrakudas (von klein bis riesig):

Ein schlanker, silberglänzender Barrakuda zieht im klaren, türkisen Wasser seine Bahn nahe der Oberfläche, während im trüben Hintergrund undeutliche Korallenformationen schimmern Zwei dunkle Raubfische gleiten im türkisfarbenen, klaren Wasser über einen hellen Sandgrund, während rechts im Hintergrund schattenhafte Holzstrukturen im trüben Blau verschwimmen Ein massives, algenbewachsenes Rohr verläuft geradlinig über den hellen Sandgrund eines trüben Meeresbodens, flankiert von einer vertikalen Eisenstrebe und zahlreichen kleinen Fischen

Das Video von der Haisichtung des Tages ist leider nix geworden, ich kann daher nur berichten, daß ein Nursehai dort friedlich seine Runden gezogen hat.

In einer anderen Richtung gab es ein eher flaches Riff, das sehr gut für Fotos geeignet ist (gute Sonne, viele Fische, flaches Wasser). An dem Tag hatte ich deutlich mehr zu schwimmen und auch zu tauchen (die sandigen Stellen sind schon mehr als 6m tief unten). Diese blassen Fische fühlen sich nur in Gruppen wohl:

Mehrere graugrüne Fische schwimmen über einem unebenen, von Algen bewachsenen Meeresboden aus hellem Gestein, während rechts unten eine gelbliche Koralle ins Bild ragt

Grundler aller Art mischen sich dort unters Volk:

Ein farbenprächtiger Papageifisch schwimmt über einem lebendigen Korallenriff mit grauen Felsformationen, während im türkisblauen Wasser im Hintergrund weitere Fische zu sehen sind Ein grauer Papageifisch schwimmt über gelbliche Steinkorallen und dunkle, fächerförmige Gorgonien im klaren Meerwasser

Der ist supergrantig und beißt jedem Fisch, der ihm zu nahe kommt in den Schwanz. Wenn man mal ein paar Kilo hat, kann man sich das wohl erlauben:

Ein olivgrüner, braun gefleckter Zackenbarsch lauert gut getarnt zwischen feingliedrigen, dunklen Meerespflanzen über einem hellen Korallenriff

Neben den verschiedensten Papageienfischen (da gibt es ja ungeahnt viele Variationen) sind auf der Ecke des Riffs auch sehr viele Flachfische zu finden:

Ein farbenprächtiger Papageifisch schwimmt über eine felsige Korallenlandschaft im klaren Meer, umgeben von dunklen Fächerkorallen und sonnendurchflutetem Wasser Lebhafte bunte Fische schwimmen über einem schimmernden Korallenriff in azurblauem Wasser, während im Hintergrund dunkle Fächerkorallen und feine Korallenstrukturen aufragen Unterwasseraufnahme eines hellblauen Meeres mit einem lebendigen Korallenriff aus gelblichen Steinkorallen und dunklen Fächerkorallen, umgeben von schwarz-weiss gestreiften Sergeant-Major-Fischen und gelben Falternfischen im klaren Sonnenlicht

Durch die Nähe des Sandes haben sich auch einige ‘Sandfische’ in die Korallen verirrt:

Dunkler Doktorfisch schwimmt im Vordergrund vor braunen Fächerkorallen in türkisblauem Wasser, während im Hintergrund ein weiterer hellgrauer Fisch erkennbar ist Unter Wasser schwimmen drei Fische vor einer bemoosten Riffwand aus grauem Gestein, wobei der farbenprächtige Papageifisch links oben kopfüber nach unten gleitet

Dieser Flachfisch hat sicher 30cm im Durchmesser!

Ein schwarzer Französisch-Kaiserfisch gleitet über ein ockerfarbenes Korallenriff, wobei seine Flanken mit feinen, gelblichen Punkten überhäuft sind und der Kopf gelb umrandete Augen zeigt

Hier ein ganz scheuer, den man ewig verfolgen kann: schwarz mit hellen Punkten. Ist hübsch:

Ein dunkelblauer Riffbarsch mit leuchtend blauen Punkten am Kopf und einer knallgelben Schwanzflosse schwimmt vor einem bewachsenen Unterwasserfelsen im fahlen Licht

Manche Fische können sehr groß sein, wenn sie in den Korallen liegen, sieht man sie nur schwer:

Ein gemusterter Papageifisch schwimmt im klaren Wasser über sandigen Meeresboden vor dichten, braunen Hartkorallen

Noch mehr Flachfische, die ich am Vortag nicht gesehen habe:

Zwei gelb-silberne Falterfische mit markanten schwarzen Augenflecken schwimmen vor einer artenreichen Korallenwand mit fächerförmigen Gorgonien im bläulichen Meerwasser Zwei leuchtend gelb-blaue Fische schwimmen über einem felsigen Meeresboden mit dunklen Fächerkorallen und strukturierten Steinkorallen im klaren blauen Wasser

Die beliebten gelbgestreiften Fische vom Vorjahr sind auch wieder aufgetaucht; natürlich im Rudel, alleine geht gleich garnicht:

Ein grosser Schwarm goldgelb gestreifter Fische tummelt sich in klarem Wasser vor einer zerklüfteten Unterwasserlandschaft aus grauem Gestein und Korallen Ein dichter Schwarm gelb-silber gestreifter Salpen und Fische zieht vor einer lebendigen Korallenlandschaft mit sonnendurchflutetem Meeresboden vorbei

Die Schule an blauen Fischen vom Vortag kam wieder vorbei, auch Sandfische fühlen sich im Schwarm sicherer:

Mehrere tintenblaue Doktorfische schwimmen über einen unregelmäßigen Meeresboden aus porösem Gestein und Korallenresten, während fächerförmige Gorgonien am linken Bildrand ins grünlich schimmernde Wasser ragen Mehrere silbergraue Fische schwimmen in klarem, türkisblauem Wasser über einem felsigen Korallenriff mit braunen Korallenstöcken und sandigem Untergrund Eine bunte Gruppe azurblauer Doktorfische schwimmt über ein lebendiges Korallenriff mit braunen Fächerkorallen, während klares, hellblaues Wasser den Hintergrund bildet

Wieder riesige Flachfische mit mindestens 30cm Durchmesser:

Zwei dunkelgraue Kaiserfische mit gelben Akzenten schwimmen vor einer strukturreichen Unterwasserlandschaft aus hellen Steinkorallen und grün-gelben Algen im klaren Meerwasser Zwei graue Kaiserfische mit feinem Punktmuster und gelben Brustflossen schwimmen über einem felsigen Korallenriff mit sonnendurchflutetem Meeresboden

Der halb orange Fisch ist kaum zu kriegen. Dem sein Sicherheitsabstand muß gigantisch sein:

Dunkle, verzweigte Hornkorallen erheben sich im klaren blauen Wasser über ein lebhaftes Korallenriff, umgeben von gelblichen Steinkorallen und schwimmenden bunten Fischen

Und den Fisch habe ich überhaupt nur 2x gesehen. Jedoch, kaum gesehen verschwindet er in ein Loch und das war’s. Hier wenigstens eine ‘Heckansicht’:

Ein rötlicher Meeresfisch schwimmt im klaren Wasser durch eine dunkle Felsspalte, umgeben von farbigen Schwämmen und bewachsenem Gestein

Wieder einmal sehr früh (man sollte 1.5 Stunden Wasserzeit haben, aber mehr als 1h 10 Minuten sind es dann praktisch nie) wurden wir zurückgerufen. So sieht das Boot beim Einsteigen aus:

Ein Schnorchler mit schwarzen Flossen schwebt unter Wasser an einer roten Bordwand und greift nach der Metallstiege eines Boots, während rötliche Schwebeteilchen im trüben Licht tanzen und der dunkle Riffgrund aufragt

9 Meilen später war wieder die alte Bahia Honda Bridge in Sicht:

Die filigrane, rostrote Stahlfachwerkbrücke verläuft horizontal über das breite, blaue Gewässer, getragen von massiven Pfeilern, im Hintergrund erstreckt sich ein leuchtend blauer Himmel mit weiss wolken

Schon vor dem Ablegen habe ich mir gedacht, ich hätte etwas im kleinen Hafenbecken schwimmen gesehen. Nach der Rückkehr war es aber nicht mehr zu übersehen und alle drängten sich um Fotos zu bekommen: ein Manatee Pärchen mit Jungem dümpelte im Hafen herum. Angeblich stehen sie es sich total auf Süßwasser (bekommt man im Meer eher selten). Das Süßwasser rinnt von den Booten, wenn sie abgespritzt werden:

Ein graues Manati schwimmt in trübem, grünem Wasser direkt unter dem hellen Rumpf eines Bootes, das schräg von oben ins Bild ragt Eine graue, von Algen bewachsene Seekuh schwimmt in smaragdgrünem Wasser direkt unter dem dunkelblauen Rumpf eines Bootes, das am Steg liegt

Wieder hat der Griller ein hervorragendes Abendessen geliefert (Jamaika-Fleischlaberl) und ein weiterer Tag im Paradies war vorüber. Für den nächsten Tag war wieder – ja es darf geraten werden – Schnorcheln angesagt!

Ach ja, ich habe noch vergessen, daß die Schweitzer vom Vortag wieder auf der Schnorchelpartie waren. Die haben mir erzählt, daß es noch am Montag von Orlando bis Miami geschüttet hat (da war es hier schon strahlend sonnig). Key West sei derzeit btw. auch nicht zu empfehlen, denn die haben Bakterien und Quallen im Wasser: somit stinkt es gar heftig und alle Strände sind gesperrt. Was ich alles hier im Bahia Honda SP versäume…

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