Die flache Küstenlinie der Florida Keys mit hellen Sandstränden, klarem türkisenem Wasser und schlanken Palmen unter einem strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Quellwolken

Bahia Honda SP, Tag 2

Heute gibt es wieder eine Landkarte, aber die Route bin nicht ich gefahren (im Sinne von habe ich gelenkt), das ist die Boot-Route zum Looe-Key, dem Schnorchelgebiet:


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Der Tag begann schon sehr sonnig, was für ein Glück, daß das Zelt in der Früh im Schatten steht. Die Luftfeuchtigkeit ist ein klitzekleinwenig gesunken (subjektiv), dafür sind die Temperaturen um 2-3°C gestiegen (gemessen). Die 30°C Marke ist also deutlich hinter uns. Leute, die das kühle Wetter lieben (mir fällt da Astrid, Gottfried, Regina, Wolfgang, … ein) würden in der Witterung binnen Sekunden den grausamen Tod finden. Ich kann damit gut leben, wenngleich: keiner hat gesagt, daß ich nicht schwitze.

Beim Frühstück sind die Schmetterlinge um uns herumgeflogen, winzige Vögel huschen durch die Bäume. Es hat ein wenig gedauert, bis ich wenigstens den Schmetterling erwischt habe:

Ein orangefarbener Schmetterling mit feinen schwarzen Adern und dunklen Flecken sitzt ausgebreitet auf saftig grünen Blättern im gleißenden Sonnenlicht

Wir waren mit dem Frühstück noch nicht fertig, da hat dieser Tagedieb versucht unseren Mistsack zu zerfetzen. Wir waren da irgendwie dagegen:

Ein schwarzer Vogel sitzt auf der eisernen Ablagefläche eines verrosteten Grills vor einer hölzernen Einfriedung, während direkt daneben ein weißes Sackerl im saftigen Grün baumelt

Den Vormittag haben wir am Atlantikstrand verbracht. Das Wasser war nach der klaren Nacht fast kühl, wird wohl nur 29°C gehabt haben. Smiley Heute waren überraschend viele Touristen zu sehen (und hören): Viele Schweitzer und Deutsche. Nach einer kleinen Mittagsstärkung am Campingplatz ging es zur Marina (beim Golf-Strand). Sieht wie im Bilderbuch aus:

Zwei Palmen mit braunen Stämmen und sattgrünen Blättern stehen auf einer saftigen Wiese am azurblauen Meer, im Hintergrund spannt sich eine lange Brücke unter weißem Wolkenhimmel Die flache Küstenlinie der Florida Keys mit hellen Sandstränden, klarem türkisenem Wasser und schlanken Palmen unter einem strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Quellwolken

Das Wasser war an dem Tag klarer als am Vortag. Das mußte beim Schnorcheln genial werden. Am Vortag hatten sie angeblich 30°C Wassertemperatur und eine Sichtweite von 15m; geht ja fast nicht besser. Beim Rausfahren wurden wir wieder einmal sicherheitsinstruiert. Man fragte mehrmals, ob eh jeder Schwimmen kann (wär nicht schlecht, denke ich mal), erklärte die Prozedur mit den Schwimmwesten (siehe letztes Jahr) und neu das Quallenproblem. In der Gegend gibt es nämlich Mondquallen. Die sind im Allgemeinen friedlich, haben aber doch Nesseltentakel. Die Tentakel sind nur wenige Zentimeter lang und das Nesseln hat vorwiegend einen Mosquitoeffekt (leichter Stich, 40 Minuten Jucken, 2 Stunden leicht geschwollen). Aber wer sich fürchtet, soll lieber nicht mitfahren. Am Vortag gab es 3 Opfer. Keiner wollte kneifen (auch die Opfer vom Vortag, die wieder dabei waren, nicht). Also sind wir losgefahren:

Die schäumende Kielwelle zieht sich über das tiefblaue Wasser, während am Horizont unter weißem Wolkenhimmel ein langer Holzsteg auf Pfählen ins Meer hinausragt

Nach knapp 40 Minuten Fahrt kamen wir beim Looe-Key an. Außer ein paar Bojen sieht man da nicht viel vom Boot aus. Der Kapitän hat die Regeln erklärt, wie weit und wohin man schwimmen soll, und los ging es. Da es 47 Schnorchler am Boot gab (darunter ein Schweizer Pärchen und ein Deutscher mit seinen zwei Töchtern), kam bei den Leitern Stau auf. Ich hab’s kurz gemacht und bin flott ins Wasser. Das war nicht einmal kalt, das war einfach nur warm. Kaum im Wasser, ist man von Fischen umgeben. Die sind nicht scheu. Ganz im Gegenteil, manche Rassen rennen einen fast über den Haufen. Die folgenden gehören zu den Nichtausweichern (und schon garnicht Wegschwimmern):

Ein silberner Sergeant-Major-Fisch mit markanten schwarzen Streifen schwimmt im hellblauen, klaren Wasser über einem felsigen Meeresboden mit Korallenwuchs

Andere sind zwar nicht panisch, wollen aber einen gewissen Mindestabstand einhalten. Blöd, wenn man den für ein Foto unterschreiten will. Da hat man schnell Hintern – äh Flossen am Bild:

Unterwasseraufnahme einer Korallenlandschaft mit hellem Gestein, über der ein rot-grau gestreifter Fisch mit gelber Schwanzflosse schwimmt, während im Hintergrund weitere kleine Fische und dunkle Meerespflanzen zu erkennen sind Ein farbenprächtiger Fisch mit leuchtend gelbem Körper und violettem Rücken schwimmt vor einer weitläufigen, gelbgrünen Korallenlandschaft im klaren blauen Wasser Ein leuchtend gelber Doktorfisch schwimmt im klaren, türkisblauen Meer an einer mächtigen Korallenwand aus braunen Steinkorallen vorbei, während Sonnenlicht durch die Wasseroberfläche auf den hellen Sandgrund fällt

Auch bei sehr guten Lichverhältnissen muß man höllisch auf die Sonnenstrahlen achten. Nur wenn die Sonne ziemlich exakt hinter einem steht, gibt es hübsche Fotos. Fische und Sonne beobachten ist nicht leicht, man sollte aber auch noch auf die Quallen denken. Die sind eher selten, aber immer da wo man sie nicht brauchen kann.

Eine transparente Qualle schwebt im bläulichen Wasser über einem felsigen Korallenriff, umgeben von zahlreichen kleinen Fischen im Hintergrund

Sonst ist das Schnorchelrevier super. Es ist völlig anders als der Dry-Key (Pennekamp SP): Es ist nicht ganz so seicht und hat tendenziell weniger Korallen, aber es gibt extrem viele und zutrauliche Fische.

Ein gelblicher Doktorfisch schwimmt über einem felsigen Meeresboden, während Sonnenlicht tanzende Lichtmuster auf den grauen Untergrund wirft Ein graubrauner Papageifisch mit markanter Schuppenzeichnung und gelber Schwanzflosse schwimmt knapp über einem felsigen, von Korallen bewachsenen Meeresboden im klaren Wasser

Wie immer bin ich keine große Hilfe bei den Namen. Man kann hier auf Karten die englischen Namen rausfinden, die passen aber nicht wirklich zu den deutschen.

Ein bläulicher Papageifisch schwimmt über ein dichtes Korallenriff aus gelbbraunen Hirnkorallen, während im Hintergrund eine dunkle Fächerkoralle und rechts ein kleinerer gelber Fisch zu sehen sind Ein farbenprächtiger Papageifisch schwimmt über eine unregelmäßige, bräunliche Korallenlandschaft, während ein kleiner Putzerfisch seinen Kopf säubert

Alte Bekannte von letztem Jahr sind auch zu sehen: Diverse Papageienfische und die ‘gelb Gestreiften’:

Ein blau-türkis schimmernder Papageifisch schwimmt im klaren Meereswasser über einen felsigen Meeresboden, umgeben von dunklen Steinen und einer fächerförmigen Koralle Ein Schwarm gelb gestreifter Fische schwimmt über hellen Steinkorallen und dunklen Fächerkorallen in einer klaren Unterwasserlandschaft

Manche Fische sind gnädig und lassen einen ziemlich nah ran. Sind halt Rampensäue Zwinkerndes Smiley

Ein silbrig-bläulich schimmernder Fisch mit gelben Flossen und einem markanten Längsstreifen schwimmt über eine felsige Korallenlandschaft im klaren blauen Wasser Ein gelb-silbern schimmernder Meeresfisch mit markanten ockerfarbenen Punkten am Rücken schwimmt im klaren Wasser vor einem felsigen Meeresboden

Andere habe ich die ganzen 1.5 Stunden gejagt und immer noch keinen wirklich guten Fotoschuß bekommen. Die Schwarzen (das ist nicht rassistisch Zwinkerndes Smiley) zählen zu den Scheuen:

Ein tiefschwarzer Riffbarsch mit leuchtend gelber Schwanzflosse schwimmt vor einem bemoosten, felsigen Meeresboden, während rechts ein kleineres Exemplar zu sehen ist

Der größte Papageienfisch wird sicher seine 50cm Länge haben. Die sind nur auf’s Fressen aus, Schnorchler sind denen eher egal:

Ein tiefblauer Papageifisch schwimmt über sandigen Meeresgrund, umgeben von ockerfarbenen Steinkorallen im kristallklaren Wasser

Manche Fische kommen nie alleine, das müssen gleich ganze Schwärme sein:

Ein Schwarm grauer Fische zieht über einen felsigen Meeresboden mit bräunlichen Korallen im klaren, hellen Küstenwasser Ein grosser Schwarm gelb gestreifter Fische drängt sich unter einem massiven Korallenstock in einem hellen Unterwasserhabitat mit ockerfarbenen Hirnkorallen im Vordergrund

Fische, die in der Nähe von Löchern oder zumindest Spalten sitzen, neigen zum Stillhalten. Gut für mich:

Mehrere schlanke, silbrig-dunkle Fische mit Längsstreifen und ein gelb-blau gestreifter Rauschfisch schwimmen im klaren Wasser vor einer massiven, ockerfarbenen Steinkoralle Drei bunte Fische schwimmen über einem felsigen Meeresboden: Links ein gelb-blau gestreifter Gelbschwanzschnapper, in der Mitte ein graubraun gestreifter Schnapper und rechts unten ein kräftig blauer Doktorfisch vor bemoosten Steinen

Die ‘normalen’ Papageienfische düsen ziemlich umher. Egal ob man ihnen nachschwimmt oder nicht (übrigens sind die auch gute 30cm lang). Mühsam:

Ein türkisblauer Papageifisch schwimmt vor einer strukturierten Steinkoralle im klaren Meerwasser, während im Hintergrund weitere riffbildende Korallen zu sehen sind Ein kräftig blauer Papageifisch schwimmt über ockerfarbene Steinkorallen und eine dunkle Felsformation, während rechts eine schlanke, dunkle Gorgonie emporragt

Im letzten Drittel der Wasserzeit (da waren schon fast wieder alle an Bord) kamen noch ein paar neue Fische ins Bild. Zunächst ein riesiger Schwarm an dunkelblauen Flachfischen (sonst sieht man die einzeln):

Zahlreiche blaue Doktorschwämme tummeln sich über einem ockerfarbenen Korallenriff im klaren, grünlich schimmernden Meereswasser

Über einem sandigen Teil habe ich zwei Haie gesichtet. Der nähere der beiden war geschätzte 3m lang. Wohl der größte Hai, den ich so nahe gesehen habe. Es war kein Riff- oder Nursehai, es war ein Schwarzspitzenhai. Sieht ziemlich imposant aus, wenn er nur weniger Meter von einem entfernt ist. Für ein Foto war ich aber zu langsam. Mir blieb aber gerade noch Zeit für den Barrakuda:

Ein schlanker, silbergrauer Barrakuda schwimmt im klaren Flachwasser über einem sonnendurchfluteten Meeresboden aus sandigen Blöcken und Gestein

Korallen in der Größe sind selten. Darum war ich happy eine Gehirnkoralle gefunden zu haben:

Ein großer, gelbgrüner Hirnkorallenstock thront im klaren Meereswasser auf felsigem Meeresboden, flankiert von dunklen Fächerkorallen und schattigem Riffgrund

Und dann war auch schon Zeit zum Rückzug. Der nette Mann meinte, wir könnten auch noch länger bleiben, er käme am nächsten Tag eh wieder. Darauf wollte keiner der wenigen im Wasser Befindlichen warten. Ein kurzer Stau an der Leiter gab mir noch ein paar Fotomöglichkeiten:

Ein blau-weißes Ausflugsboot liegt in ruhigem Meer, während Passagiere über eine Stiege ins Wasser steigen; am Heck weht eine rot-weiße Taucherflagge unter hellem Himmel

Unter dem Boot tummeln sich erstaunlich viele Fische. Der Schutz von oben scheint anzuziehen:

Unter der dunklen Unterwasserseite eines Rumpfes tummelt sich im trüben, bläulichen Gewässer ein Schwarm silbrig schimmernder Fische mit gelben Flossen über dem Meeresboden Zahlreiche silbergraue und gestreifte Fische schwimmen im trüben Wasser, während im Vordergrund ein rötlich-gelber Fisch mit markanten Flossen im türkisblauen Licht gleitet

Beim Durchzählen hat der Kapitän noch die Geschichte von dem Key erzählt:

Nur einmal strandete auf der damaligen winzigen Insel ein britisches Schiff, das sich unerlaubt in das spanische Gewässer vorgewagt hat. Sie saßen dort eine Woche fest, bis sie ein spanisches Schiff gefunden haben. Natürlich haben sie sich nicht als britisches Schiff zu erkennen gegeben, sondern haben auf harmlos gemacht. Die dummen Spanier kamen längsseits und wurden kurzerhand überwältigt. Sie haben die Ladung mit dem spanischen Schiff gerettet und sind in britische Gefilde zurückgekehrt. Der Kapitän wurde bestraft, weil er ein schiff verloren hat, aber zugleich belobigt, weil er ein neues zurückgebracht hat.

Gerade da sprang ein Delphin im Hintergrund. Keiner wollte mehr die Geschichte hören und alle wollten den Delphin sehen. Also hat er zähneknirschend die Verfolgung aufgenommen. Mehrere Gruppen von Delphinen wurden gesichtet, fotographieren ist aber etwas schwerer:

Mehrere Delfine tauchen im blau schimmernden Wasser auf, während am fernen Horizont flaches Ufer und ein blassgrauer Himmel zu sehen sind

Das Wasser war übrigens so glatt wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr (meinte der Kapitän). War wie in den Seefahrerfilmen mit Megaflaute:

Ruhige, tiefblaue Wasserfläche mit sanften Wellen, auf der sich eine geschlossene Reihe weißer Quellwolken am hellblauen Horizont spiegelt

Am Weg zurück zum Dock wurden noch mehrmals Delphine gesichtet, ein bessere Foto wollte mir aber nicht gelingen. Dafür habe ich ein Foto von der alten Brücke gemacht, wo man noch viel besser sieht, daß die Fahrbahn auf der Eisenbahnbrücke ‘reitet’:

Die historische Bahia Honda Rail Bridge aus rostbraunem Stahl auf massiven Betonpfeilern führt über das türkisblaue Wasser der Florida Keys, während im Hintergrund eine moderne Straßenbrücke verläuft und eine schäumende Bugwelle das glatte Meer aufwirbelt

Damit war die Fahrt beendet. Ich habe mich gleich für den nächsten Tag eintragen lassen und weiter ging es mit Baden am Atlantikstrand (war wohl zu wenig im Wasser). Der Abend wurde mit Filet Mignon vom Grill beendet, was will man mehr? Nicht angebettelt werden? Smiley

Ein jugendlicher Brauner Ibis schreitet mit langen, rosa Stelzenbeinen und leicht nach unten gebogenem Schnabel über einen hellen Schotterstreifen am Rand einer asphaltierten Fahrbahn

Am nächsten Tag sollte es wieder auf große Schnorcheltour gehen.

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