Ausruhen und auf den Sprung durchs Wetter vorbereiten

Heute haben wir einen Hüpfer nach Westen gemacht, um dem bösen Wetter auszuweichen. Den eher kurzen Fahrtag haben wir am Campingplatz ausruhend abgeschlossen:


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Das Problem des Tages ist leicht erläutert: Wir wollen so nah wie möglich an Florida hinkommen bzw. wenn es geht nach Florida hinein, wir wollen aber nicht naß werden. Und diese beiden Bedingungen sind aktuell schwer kombinierbar. Der Kompromiss bestand aus zwei Campingplätzen: Perry, FL und Valdosta, GA. Die beiden sind nur eine Fahrstunde voneinander entfernt und daher wettermäßig ähnlich. Perry liegt zwar südlicher, aber auch westlicher und weg von der Interstate. Wir haben uns für Valdosta entschieden, da Perry uns vom Platz her nur mäßig gefällt und wir Valdosta noch nicht kennen. Zudem wollten wir am Nachmittag außer Fahren noch ein wenig unternehmen und da kam der Minigolfplatz in Valdosta gerade recht; das hervorragende St. Marks NWR liegt leider eine ¾ Stunde westlich von Perry. 1½ Stunden Zusatzfahrt war aber für einen Nachmittag doch ein wenig viel.

Also auf nach Valdosta, GA. Der Morgen begann wolkenlos strahlend, wohl der letzte für einige Zeit. Am Horizont waren bald die ersten Wolken auszumachen, Savannah sollte am Nachmittag den ersten Regen bekommen. Wir sind daher in den Westen geflüchtet. Ich konnte mich mit meinem TomTom auf eine interstatefreie Route einigen und so begann die Reise auf lauschigen Straßen (vor Kirchen wird hier btw immer noch gewarnt):

Über Waycross war es ziemlich bedeckt. Praktisch meine ersten Wolken seit LA! Zum ‘Feiern’ machten wir eine Pause beim Mäcki. Dort gibt es echt gute Fruchtsmoothies. Smiley Und nicht zu vergessen, Mäcki ist die weltgrößte WC-Kette! Zwinkerndes Smiley

Die Vorhersage für Valdosta war strahlend sonnig bis heiter. Na ob sich das noch ausgeht? Nur 50mi vor dem Ziel lockerte es wieder auf:

Kurz vor dem Ziel noch mehr!

Der Campingplatz liegt im Süden der Stadt. Er ist btw mit $15 der billigste der ganzen Runde. Leider liegt er nahe der Interstate, aber oh welch Überraschung, die Autos sind nur dezent zu hören. Wenn ich nur das Bild verwendet hätte, käme keiner drauf, daß der Campingplatz neben einer Interstate liegt:

Die Befragung meines TomToms brachte eine unangenehme Wahrheit ans Licht: Der Minigolfplatz liegt am Nordende, ½ Stunde entfernt! 1 Stunde fahren für einen Minigolfplatz ist aber doch ein wenig viel. Also sind wir am Platz geblieben und haben die Sonne genossen; mit 84°F war es sicher nicht kalt. Es war auch noch ein wenig zu räumen, denn möglicherweise (oder wahrscheinlich?) wird es morgen am Abend ziemlich feucht. Da will dann keiner lange suchen.

Hinter unserem Zelt war Buschwerk. Wie wir so sitzen raschelt es darin. Wir natürlich neugierig und suchen die Ursache des Raschelns. Ein ziemlich großes Gürteltier kam zum Vorschein. Leider hatte ich keine Kamera. Also schnell zum Auto und eine geholt. Dem Gürteltier war es wurscht, es wartete aber auch nicht auf mich. Offensichtlich findet sich im Laub so einiges, das dem Gürteltier schmeckt. Also baggert es sich da durch. Das war das einzige Foto, das ich unter den Bedingungen noch schaffen konnte:

Es zogen dann auch hier bald Wolken durch und ein paar davon waren ganz unsonnig dunkel. Gegen 18 Uhr donnerte die versprochene Sonne gar heftig, es blieb aber bis auf 5 Tropfen trocken. Am Abend klarte es auf und der Mond kam zum Vorschein:

Am nächsten Tag sollte es am Rande (oder doch mitten durch?) der Unwetterfront bis nach Naples, Fl gehen.

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