Von Daytona Beach über den Cypress Garden nach Winter Haven

Und wieder einmal lese ich doch in de Früh den Wetterbericht und schon ist wieder alles anders. Geplant war nach Tampa zu fahren, denn dort sollte das Wetter am besten sein. Doch das hatte sich einmal mehr radikal geändert. Nun sollte es in Tampa am nassesten sein, an der Westküste besser. So besser sogar, daß nun ein völlig irrer Gedanke aufkam: Ab nach Miami!

Der Weg wollte aber erst in den nächsten 2 Tagen wettermäßig möglich sein, also mußten auf die Schnelle 2 Tage verplant werden. Der Plan kam bald: Nicht nach Tampa fahren, sondern nur bis nach Winter Haven, wo der Cypress Garden schon lange nicht besucht worden ist. Die Nacht kann man dort nur im Motel verbringen, denn Campingplätze gibt es eher kaum (also welche, die auch Zelte nehmen und nicht nur RVs). Schnell online eines gebucht und los ging die Fahrt.

Cypress Gardens wirbt online, daß man 2 Tage zum Preis von einem bekommt. Wir wollten daher am Sonntag Nachmittag mal schnell reinschauen und am Montag dann mehr Zeit dort verbringen. Wir haben auch die Karten gekauft und beim Abholen der Gratiskarten für den nächsten Tag erklärte man uns, daß jetzt im Herbst nur an Wochenenden offen wäre und ich gerne nächstes Wochenende kommen könnte. Äh, das war nicht ganz so geplant. Also mußte der Gesamtplan geändert werden, denn nun mußte ich ja nächstes Wochenende wieder in Winter Haven sein (oder die Karten wegwerfen).

Egal, zunächst einmal den Park genießen. Und das sogar bei Sonne (für den Tag war ab Nachmittag kein so schönes Wetter vorhergesagt). Gleich beim Eingang kommt man zu den lebenden Skulpturen, so wie dieser Käfer und die Ente:

Im Bok Tower Gardens im US-Bundesstaat Florida prägen kunstvolle Mosaik-Skulpturen aus Pflanzen und Rinde den gepflegten Rasen, darunter ein grosser Marienkäfer mit roten Blüten und ein blauer Pfau mit gefächertem Rad, umrahmt von bemoosten Bäumen im Hintergrund und einem geschwungenen Gehsteig im Vordergrund

Oder der (Oster)hase und der Seelöwe:

Im üppig grünen Park säumt ein asphaltierter Gang kunstvoll geschnittene Pflanzenfiguren, darunter eine grosse Seehundskulptur mit einem bunten Ball auf der Schnauze und einen Hasen im Hintergrund

Wenn man die Blütenpracht sieht, fragt man sich, ob es wirklich Herbst oder doch eher Frühling ist. Zum Vergleich könnt Ihr Euch ja die Bilder aus den Jahren 2000 und 2003 ansehen; die sind im Frühjahr gemacht worden. Der Wasserfall mit Blumen sieht jedenfalls nach Frühling aus:

Ein künstlicher Wasserfall stürzt über graue Felsen in einer üppigen Gartenanlage mit leuchtend roten und weißen Blumenbeeten, hohen Bäumen sowie Schilf am Gehsteigrand unter blauem Himmel

Danach kommt man in den klassischen botanischen Garten, wo früher Southern Bells rumgelaufen sind. Das sind hübsche Mädls in alten Kleidern mit Riesenröcken. Später am Nachmittag bei der Wasserskishow habe ich dann auch noch tatsächlich 2 gesehen; obwohl Herbst ist. Diese Lollipop Plant blüht trotzdem (ich meine trotz Herbst, nicht trotz der zwei Mädls 🙂 )

Eine gelbe Blütenkerze der Pachystachys lutea ragt mit ihren dachziegelartig geschichteten Hochblättern vor dunklem Hintergrund empor, umgeben von sattgrünen Blättern

Diese Wiese ist der Mußstandort der Bells. Dieses Jahr nicht. Man konnte früher auch mit Booten auf den Kanälen fahren. Ist eingestellt. Insgesamt scheint es, daß der Park trotz der Veränderungen (siehe Beschreibungen 2003) ums Überleben kämpft. Natürlich ist es in der Zwischensaison Herbst noch ruhiger. Egal, diese Wiese mit Pavillion und Blumen muß man gesehen haben (zumindest laut Prospekt):

Weißer Pavillon im üppig grünen Park mit gepflegten Wiesen, farbenprächtigen Blumenbeeten und einem ruhigen Teich im Vordergrund

Bei uns in den Geschäften als sauteure Schnittblume zu kaufen, hier im Herbst am blühen:

Eine prachtvolle Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae) blüht mit markanten orangen und blauen Blütenblättern vor einem dichten, rot-grünen Blätterdschungel im Hintergrund

Keine Ahnung wie die Blumen wieder heißen:

Zwei leuchtend gelbe Kerzen-Stauden mit zapfenförmigen Blütenständen ragen vor tiefschwarzem, schattigem Hintergrund auf, umgeben von dunklem Blattwerk

Der riesige Banjanbaum ist immer noch da. Da könnte man eine ganze Party drunter schmeissen:

Eine riesige Banyan-Feige spannt ihr mächtiges, astreiches Astwerk über einen geschwungenen Gang aus dunklem Pflaster, während dichte, sattgrüne Tropenvegetation und hängende Luftwurzeln den schattigen Hintergrund bilden

Die Kanäle scheinen mit Fischen bevölkert zu sein. Und dieser blue heron hätte da wohl gerne einen Happen:

Ein grauer Reiher mit charakteristischer Haube steht auf einem Bein auf einer alten Holz-Stiege, umgeben von dichtem Buschwerk im Hintergrund

Auch Waschbären haben sich in den Garten verirrt. Dieser war aber sehr schläfrig:

Ein grauschwarzer Waschbär steht vor einem dunklen Teichufer auf sattgrünem Moos, flankiert von dunkelroten Blättern und verwitterten Holzpflöcken im Hintergrund

Und nun zum Highlight des Parks was Action betrifft: Die Wasserskishow. Laut Sprecher ist das die am längsten live aufgeführte (ohne Unterbrechungen) Show und wäre im Guiness Buch verzeichnet. Na mal sehen wie lange das noch gut geht, die Manschaft wurde ja 2003 halbiert. Der gute Mann führt btw Wasserbarfußfahren auf einem Fuß vor:

Ein rot-weißes Motorboot zieht auf einem ruhigen See eine weite Kurve, während ein Wasserskiläufer in einer großen Bugwelle auf dem Wasser gleitet; im grünen Uferbereich stehen prächtige Bäume und eine weiße Villa

Die Beauties sind auch noch dabei (auch wenn es nun schon fast alle Muttis sind):

Drei Wasserskifahrerinnen in blauen Trikots mit Fahnen in Cypress Gardens werden von einem orangefarbenen Motorboot über den See gezogen, im Hintergrund wachsen grüne Zypressen

Auch der Lauf der Beauties wurde mangels Menschenmassen auf drei gekürzt:

Drei blonde Wasserschifahrerinnen in violett-grauen Trikots fahren in einer Formation auf grauen Wellen, während sie sich an Seilen festhalten und ein Bein anwinkeln

Die Springer an den Schanzen zeigen immer noch die nettesten Dinge:

Drei Wasserskiläufer zeigen bei einer spektakulären Show in Cypress Gardens in Florida akrobatische Sprünge über eine blaue Schanze, während ein Motorboot Gischt aufwirft und im grünen Uferbereich mit Bäumen zypriotische Zypressen stehen

Die Show ist wieder besser als 2003. Die Musik für die Senioren ist wieder weg und es ist eine weitgehend normale Show. Nur diese beiden spielen die harmlosen Zuschauer und gasen dann übers Wasser. Die Haltung ist aber nicht schlecht:

Zwei Personen beim Wakesurfen auf graublauem Wasser: Ein junger Mann im blauen Hemd steht auf den Skiern, während eine Person in neongrüner Jacke bäuchlings über seinen Oberschenkeln liegt und den Griff der Leine hält, begleitet von starker Gischt

Die Menschenpyramide gibt es natürlich immer noch, das ist ja der Werbegag. Es sind halt nur mehr 6 Leute dabei:

Sechs Wasserskiläufer in blauen Gewändern bilden eine dreistöckige Pyramide auf dem See, gezogen von einem rot-schwarzen Sportboot, vor einer Parkanlage mit hellen Arkaden und Sumpfzypressen im Hintergrund

Der Weg ins Motel war nicht weit (nicht einmal eine Meile vom Park) und der Regen blieb natürlich aus (weil mit Zelt hätte es sicher geschüttet). Weitere Details werde ich dann beim zweiten Anlauf – geschätzt nächsten Sonntag – berichten.

Am nächsten Tag sollte es dann nach West Palm Beach gehen, doch Spontanität war an dem Tag angesagt.

Kommentar hinterlassen