Cypress Gardens – Teil 2

Wie ich schon vor einiger Zeit berichtet habe, mußte ich aus kartentechnischen Gründen noch einmal nach Cypress Gardens. Und an dem Tag war es so weit. Also gleich nach dem Frühstück von Clearwater nach Winter Haven gedüst. Auf der Strecke hätte ich meinen TomTom 930 zum ersten mal am liebsten aus dem Fenster geworfen, denn er hat 3 kapitale Navigationsfehler gemacht. Zunächst sagt er ich soll mich links halten und dann links abbiegen. Leider hat er vergessen vorher zu sagen, ich soll auf die Ausfahrtsrampe fahren und wie ich abbiegen hätte sollen, war ich natürlich über der Abbiegung (auf der Brücke). Blöd. Dann hat er eine Korrekturroute angeboten und mir gesagt, ich soll den Wegweisern nach Largo folgen. Nur war das genau die falsche Ausfahrt (was ich jedoch überrissen und korrigiert habe). Und dann läßt er mich einige Meilen vor Winter Haven an einer Kreuzung geradeaus fahren und sagt nach ca. 2 Meilen, ich solle wenden und an der nächsten Ampel rechts abbiegen (was ich an der Ampel vor zwei Meilen auch direkt hätte haben können). Ein absoluter Navigationstiefpunkt.

Trotzdem kam ich in Cypress Gardens an und habe mich gleich in Richtung erster Show geworfen. Am Weg dorthin kam ich an diesem Alligator vorbei. Im gleichen Gehege lebt btw der Alligator, der in allen Jonny Weißmüller Tarzan Filmen mitgespielt hat. 2005 ist er 75jährig nach Cypress Gardens gekommen.

Ein großer schwarzer Alligator mit leicht geöffnetem Maul liegt im saftigen Gras neben einem Baumstamm

Die Show war ein echter Reinfall. Es hätte eine Piraten Comedy Show sein sollen, aber es war nur ein dummes Kasperl-Theater. Peinlich! Aufgrund dessen, habe ich die zweite Show, eine Cowboy Comedy Show, gleich gestrichen:

Bühnenbild im Themenpark mit einer rot-grünen Holzhütte im Piratenstil, davor stehende Schauspieler, eine offene Stiege, Holzkisten und eine Flagge mit Totenkopf vor dichten Palmen

Im kleinen Tiergartenbereich, wo die Piratenshow stattfindet, hat man nette Ausblicke auf den See:

Knorrige Sumpfzypressen mit herabhängendem Bartfarn stehen im flachen Wasser eines weiten Sees, umgeben von sattgrünem Ufergestrüpp und einem wolkigen Himmel

Die formal gardens wurden sichtlich vereinfacht. Es gibt immer noch einen Kräutergarten und einen Gemüsegarten, nur halt ohne Kräuter und Gemüse. Der Rosengarten hat noch zwei, drei Rosensträucher. Damit ist halt kein Geld zu holen. Im Schmetterlingshaus habe ich auch nur einen einzigen Schmetterling gesichtet. Später zeige ich dann, wo heute das Geld reinkommt:

Eine große, bauchige Kanne aus blau-weißem Mosaik steht im Garten auf rotem Rindenmulch, umgeben von blühenden Sträuchern, Bäumen und einem hellen Zaun im Hintergrund

Die lebenden Skulpturen sind immer noch da (hat ja innerhalb einer Woche keiner weggeräumt):

Im üppigen Park von EPCOT in Florida präsentiert sich ein prachtvoll gestalteter Blumenkorb aus akkurat gestutzten Grün- und Rotpflanzen auf einem rot gemulchten Beet, umgeben von geschwungenen Hecken und geschnittenen Skulpturen

Und schon ging es zur ersten Wasserskishow. Die Mittagsshow ist etwas länger als die Nachmittagsshow und wir hatten den neuen Sprecher. Der will wohl als Eddie Murphy Ersatzsprecher  antreten. Egal, der Barfußskifahrer düst auch zu Mittag:

Ein Wasserskifahrer pflügt in rascher Fahrt durch den grauen Fluss, während eine mächtige Gischtwolke hochaufspritzt und sich im Hintergrund die ruhige Wasserfläche erstreckt

Und auch noch verkehrt (bei über 40mi/h):

Ein blau-gelbes Motorboot zieht auf einem ruhigen Gewässer eine weite Schaumspur, während links ein Wasserskiläufer in einer wilden Gischtfontäne eine scharfe Kurve schneidet, umrahmt von saftig grünen Uferwiesen und schattigen Bäumen im Hintergrund

Das ist ein mühsamer Job. Die Ballerina hat einen drehbaren Wasserski und kann daher am Ski Piruetten drehen. Sieht einfach aus, bietet aber rein technisch gesehen für mich zu viele Freiheitsgrade um nicht auf die Schn**** zu fallen:

Eine Wasserskiläuferin in pink-blauem Gewand zieht bei der Fahrt über das blaue Wasser eine Gischtspur hinter sich her

Unsere gespielten Gäste gibt es auch noch, hier im Duo (wo sie gleich in ein paar Metern roh abgeworfen wird):

Zwei Personen beim rasanten Wassifahren auf einem See, wobei eine Person Huckepack auf der anderen sitzt und beide die Arme in die Gischt strecken

Zwischen der Mittags- und Nachmittagsshow ist genügend Zeit, sich durch den eigentlichen botanischen Garten zu bewegen. So ein hübscher blühender Baum:

Üppiger, rosarot blühender Seidenbaum ragt hinter einer akkurat geschnittenen Grünhecke und dichter, dunkelgrüner Vegetation in den blauen Frühlingshimmel

Und damit kann man nun Geld machen (also Leute anlocken). Für den Eintrittspreis bekommt man nicht nur den kleinen Zoo, die Wasserskishows, den botanischen Garten, die beiden strohdummen Shows, sondern auch einen Rummelplatz mit einigen Hochschaubahnen (alles gratis) und einen kleinen Wasserpark (beide ‚klein’s in USA Maßstäben). Hier das Wellenbecken:

Großes, wellenförmiges Freibad mit türkisblauen künstlichen Wellen, umgeben von einem hellen Gehsteig, dunklen Holzgeländern und vereinzelten Palmen unter hellem Wolkenhimmel

Die Kinderwasserwelt ist riesig. Da begeistern sich Kinder, Mamas und Papas müssen da aber genauso wie Omas und Opas mitmachen und rutschen. Das ist Familienunterhaltung:

Ein farbenfroher Wassererlebnispark mit grünen Stahlträgern, roten Hütten und blauen Wasserrutschen, aus deren oberster Kippvorrichtung gerade Wasser ergießt, vor flachem Becken und blauem Wolkenhimmel

Selbst drei größere Rutschen sind mit gratis dabei:

Eine große, verschlungene Wasserrutsche in Blau und Hellgrün führt von einem hohen Metallgerüst herab, umgeben von einer Wiese, einem Maschendrahtzaun und einem wolkenverhangenen Himmel

Die Nachmittagsshow ist wie gesagt etwas kürzer, dafür fällt das Licht sehr hübsch:

Zwei Sportler stürzen bei einer Wasserski-Show spektakulär in den spiegelnden See, während im Hintergrund ein Motorboot vor gleißendem Sonnenlicht fährt

Und die Pyramide kommt immer zum Schluß. Darauf sind sie stolz und damit halten sie den Rekord:

Eine menschliche Pyramide aus fünf Wasserschläfern in blau-gelben Dressen gleitet auf Skiern über das dunkle Wasser des Sees, während im Hintergrund eine Cypress-Gardens-Schanze und Bäume zu sehen sind

Danach war die Sonne so schön, daß noch ein Rundgang im botanischen Garten fällig war. Hier Bambus im Nachmittagslicht: 

Hoher, goldbrauner Bambus wächst im schattigen Unterholz dicht zusammen und ragt mit seinen feingliedrigen, grünen Blättern bis in den hellblauen Himmel empor

Oder Blumen vor dem Kanal, in dem früher einmal Boote gefahren sind (aber wer will scheinbar noch Bootfahren, wenn es eine Wasserwelt und einen Rummelplatz gibt):

Prachtvolle rote Blütenstände ragen im prallen Sonnenlicht aus sattem Blattwerk auf, während im Hintergrund ein dichter Palmengarten mit schattigen Wegen und schimmerndem Gewässer liegt

Der Rückweg verlief problemlos und mein TomTom kam wieder fehlerfrei über die Runden. Der nächste Tag sollte dann ein laaaaanger Fahrtag werden, aber leider wurde er nicht nur langweilig lang.

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