Ein wilder Gebirgsbach stürzt durch eine Schlucht mit grauen Granitfelsen, umgeben von einem dichten Nadelwald aus grünen Tannen und Fichten. Im Vordergrund säumen helle Schottersteine den Hang, während das Wasser in ein ruhiges grünes Gumpenbecken mündet

Von Grand Junction, CO über Aspen nach Denver, CO

Ganz prinzipiell ließe sich diese Route komplett auf einer Interstate runterkrubeln und wäre so garnicht einmal so lange. Da das aber irgendwie fad ist und ich Berge lieber befahre als von unten anzuschauen, habe ich auf dieser Strecke eine ‘Sonderprüfung’ eingebaut und bin kurzerhand über Aspen gefahren:


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Die erste Strecke bis zur Abzweigung nach Aspen ist kurvenreiche aber doch normale Interstate. Recht enttäuschend verläuft die Fahrt bis Aspen, denn das ist eine 4spurig ausgebaute Quasiautobahn. Aspen selbst hat auch so garnichts mit dem zu tun, was ich mir unter einem noblen Skiort vorstelle: Eigentlich liegt es in einem flachen Tal, hie und da sieht man einen Schlepplift. Die Häuser sind nicht irgendwie besonders. Ein ganz klein wenig erinnert Aspen an Big Bear, aber das unscheinbare Big Bear ist hübscher. Hier ein Blick auf einen der wenigen Skihänge:

Das Aspen Mountain-Skigebiet in Colorado mit bewaldeten Hängen im Hintergrund ragt im Sommer über einer asphaltierten Straße mit parkenden Autos und einer Natursteinmauer am Gehsteig auf

Schon ein wenig enttäuscht, ging es nach Aspen auf den Independance Pass zu. Doch kaum hat man Aspen verlassen, schon wird es hübsch: Die Straße verengt sich zu einer normalen Landstraße und links und rechts der Straße kommt mehr Natur auf:

Blick von einer bewaldeten Anhöhe auf ein weitläufiges Tal mit hellgrünen Laubbäumen und dunkelgrünen Nadelwäldern, eingerahmt von sanften, waldbedeckten Bergkuppen unter klarem, blauem Himmel

Selbst hübsche Blumen wachsen quasi am Straßenrand:

Strahlend gelbe Blüten mit markanten Blütenblättern ragen im schattigen Unterholz hervor, umgeben von dunklen, glänzenden Blättern und feinen Stengeln

Die Straße sieht dabei ‘normal’ aus:

Eine asphaltierte Freilandstraße mit gelber Bodenmarkierung führt durch einen lichten Laubwald mit hellen Baumstämmen. Im Hintergrund erheben sich grüne bewaldete Hügel unter einem strahlend blauen Himmel

Desto höher es hinaufgeht, desto schmäler wird die Straße:

Eine kurvige Asphaltstraße mit doppelter Bodenmarkierung führt vorbei an einer steilen Felswand mit rötlichen Gesteinsschichten, flankiert von grünen Nadelbäumen, einer rotbraunen Leitschiene und einem strahlend blauen Himmel im Hintergrund

Eine gute Gelegenheit um ein Foto von ‘meinem’ Auto vor netter Kulisse zu machen:

Ein weißer Mietwagen steht am Rand einer kurvigen Asphaltstraße, die sich an einem steilen, bewaldeten Berghang entlangwindet, während im Hintergrund ein blauer Himmel über den Nadelwäldern leuchtet

Ein längeres Stück folgt die Straße einem Tal, das von einem rauschend Bach durchflossen wird:

Ein wilder Gebirgsbach stürzt durch eine Schlucht mit grauen Granitfelsen, umgeben von einem dichten Nadelwald aus grünen Tannen und Fichten. Im Vordergrund säumen helle Schottersteine den Hang, während das Wasser in ein ruhiges grünes Gumpenbecken mündet

Gegen Ende des Tales wird die Straße so schmal, daß es ein single track wird und natürlich durfte ich ein Stück im Retourgang auf den Abgrund zufahren, weil mir ein paar Autos entgegenkamen. Danach scheint es bei leichtem Gefälle so, als hätte man den Pass schon hinter sich gebracht. Seltsam wäre nur gewesen, daß weit und breit kein Schild von einer Passhöhe zu sehen war.

Das klärt sich aber bald, denn dann sieht man eine Passanfahrt, die der des Glacier NPs sehr ähnelt:

Das breite Panorama zeigt das weitläufige Hochgebirgstal am Independence Pass in Colorado mit saftig grünen Nadelwäldern, kargen Bergkuppen und einem schmalen Schotterweg im Vordergrund unter tiefblauem Himmel

Schon nach ein paar Metern geht es mächtig rauf. Ein Blick zurück ins Tal zeigt den Höhenunterschied:

Das weite alpine Hochtal windet sich mit einer schmalen Straße und dichten Fichtenwäldern zwischen sanft ansteigenden, kargen Bergkämmen unter strahlend blauem Himmel hindurch

Oben angekommen traute ich meinen Augen nicht: Da stand doch tatsächlich 12095ft (knappe 3700m). Uuups, doch recht hoch. Der Pass selbst ist aber ein eher flacher Sattel (im folgenden der Blick auf die Abfahrtsseite):

Das alpine Panorama des Independence Pass in Colorado zeigt eine geschwungene Passstraße durch karge Hänge, dunkle Nadelwälder und mächtige Bergketten unter klarem blauem Himmel

Die ersten paar Meter gehen dort flott runter, danach folgt die Straße wieder einem Bach:

Das weite Tal im Gebirge zeigt im Hintergrund einen mächtigen, kahlen Berggipfel über dichten Nadelwäldern, während im Vordergrund eine geschwungene Straße und ein kleiner Bach durch die alpine Landschaft verlaufen

Viele Meter weiter unten noch sind die Bäume ziemlich gelb. Da muß es ordentlich frisch gewesen sein:

Ein steiler Hang mit hellen Felsen und feinem Geröll zeigt eine dichte Gruppe leuchtend gelb gefärbter Espen, durchsetzt mit dunkelgrünen Nadelbäumen, vor tiefblauem Himmel

Die Passstraße mündet bald in einen Highway, der in nordsüdlicher Richtung verläuft. In Richtung Norden (wieder zurück zur Interstate) überquert man noch einige Hügel:

Eine kurvige Asphaltstraße mit doppelter Bodenmarkierung führt durch eine herbstliche Berglandschaft unter tiefblauem Himmel, gesäumt von lichten Bäumen mit gelb-grünem Laub rechts und steilem, bewaldetem Hang links

Auf der Interstate kommt man gerade noch dazu, den letzten Pass mitzumachen. Und der hat es in sich. Besonders, wenn dort schon seit längerer Zeit eine Baustelle für zusätzliche Herausforderungen sorgt. Oben angekommen geht es durch einen ziemlich langen Tunnel, der zunächst ganz harmlos aussieht:

Das graue Portal des Eisenhower-Tunnels aus Beton mit braunen Einfassungen und Lüftungsaufbauten liegt vor einem kahlen Berg unter blauem Himmel, davor weisen orange-weiße Pylonen auf der Fahrbahn den Weg

Im Tunnel möchte ich lieber nicht wissen, wie es mit der Sicherheit aussieht. Ich sehe keine Fluchtwege, keine Notfallsbuchten, kein nix:

Blick durch eine helle, geflieste Straßentunnelröhre mit durchgehenden Leuchtstoffbändern an den Deckenrändern, Betonwänden und einer Fahrbahn, die in der Mitte konvergiert

Der restliche Weg durch Denver zu unserem Campingplatz im Osten verlief ohne Stau bestens.

Am nächsten Tag ging es zurück nach Denver in den botanischen Garten.

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