Ein olivgrüner Hubschrauber mit skelettartigem Rumpf steht auf einem Schotterplatz vor einer Wellblechhalle im flachen Wüstenland bei blauem Himmel mit leichten Wolken

Pima Air and Space Museum

Nach ein wenig Fahren konnten wir schon das Zelt aufbauen; wegen der seltsamen Zeitzonen um 11 Uhr Vormittag! Damit blieb noch genug Zeit für das Flugzeugmuseum:


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Die paar Meilen von Las Cruces bis nach Benson waren bald geschafft. Recht ulkig ist wie immer das Zeitzonenspiel, denn Arizona verzichtet auf die Sommerzeit und somit hat man auf den paar Meilen gleich einen Sprung um 2 Stunden. Wir kamen daher um 11 Uhr Ortszeit an, haben schnell das Zelt aufgestellt (und uns vorher gewundert, um wieviel der Campingplatz seine Tarife seit dem letzten mal erhöht hat) und weiter ging es zum Pima Flugzeugmuseum. Wie immer wenn man auf etwas wartet, kam uns die Strecke zu lange vor. Da wir Pima nicht als Punkt im TomTom hatten, dachten wir schon kurz daran, daß wir die Ausfahrt verpaßt hätten. Aber dann war das Schild doch nicht zu übersehen und wir fanden zum Museum.

Das Pima Air and Space Museum (so der offizielle Name) liegt am Rand der großen Flugzeugabstellfläche (oder weniger nett Schrottplatz genannt) mitten in der Wüste. Einige sehr schöne Stücke haben sie auf die Museumsfläche gestellt. Das Museum zeigt die schönsten Stücke in Hangars (die auch klimatisiert sind), die großen oder nicht mehr so gut erhaltenen Flugzeuge im großen Freigelände. Der erste Hangar ist Flugbooten gewidmet:

Das silberne, zweimotorige Flugboot vom Typ Consolidated PBY Catalina steht in einer geräumigen Halle mit sichtbarer Stahlträgerkonstruktion, Wellblechwänden und einem glatten Betonboden, während rechts im Hintergrund ein weiteres Flugzeug angeschnitten ist

Im nächsten Hangar gibt es Jets verschiedenster Art, auch eine SR71 darf nicht fehlen:

Das Experimentalflugzeug North American F-107A mit rot-silberner Lackierung steht in einer grossen Halle mit Stahlträgern, Betonboden und weiteren ausgestellten Flugzeugen im Hintergrund In einer weitläufigen, stählernen Halle mit sichtbaren Lüftungsrohren unter dem Dach stehen diverse historische Militärflugzeuge auf glattem Betonboden; im Mittelpunkt dominiert ein mattschwarzer Lockheed SR-71 Blackbird Aufklärer, während davor ein Elternpaar mit einem Kinderwagen flaniert

Wohl aus Platzmangel trifft in manchem Hangar neu auf alt:

In einer geräumigen Halle mit grauem Betonboden und rotem Stahlträger-Dachstuhl stehen historische Militärflugzeuge; im Vordergrund ein silbergrauer Jet mit orangefarbener Schnauze, dahinter ein zweimotoriges Propellerflugzeug auf Stelzen Ein grauer Kampfjet vom Typ A-10 Thunderbolt steht in einer grossen Halle mit Stahlträgern, während ein gelber Doppeldecker von der Decke herabbaumelt und eine Person im Hintergrund auf dem glatten Betonboden geht

Auch seltsame Prototypen sind dort zu sehen. Zum Beispiel der erste unbemannte Helikopter, der 1960 seinen offiziellen Jungfernflug hatte. Kleinere Zerstörer sollten diese Hubschrauberdrohnen verwenden:

Ein historischer, unbemannter Gyrodyne DSN-3 Hubschrauber steht auf einem grauen Podest in einer Ausstellungshalle, umgeben von Schautafeln und technischen Geräten vor einer blau-weißen Meeresfotografie

Fast jeder Junge hat irgendwann mal seine Leidenschaft für Modellbau gezeigt. Wenn diese Leidenschaft auch im Manne nicht verschwindet, werden die Modelle größer. Daher gab (und gibt) es Flugzeuge zum Selberbauen. Das ist eines davon (der Erbauer hat 200+ Stunden damit in der Luft verbracht):

Ein cremeweisses, canard-förmiges Sportflugzeug hängt in einer geräumigen Halle unter der Decke, deren Tragwerke mit Lichtbändern und Stahlträgern durchzogen sind

Manche Flugzeuge werden auch nur gebaut, um einen Rekord zu brechen. Zu nichts sonst. Z.B. Bumblebee: Das Ding wurde gebaut, damit der Rekord für das kleinste Flugzeug gebrochen werden konnte. Nur Wochen nach dem geglückten Jungfernflug wurde der Rekord von einem ehemaligen Mitstreiter des Bumblebee-Projektes unterboten. Daher wurde der Rekord auf kleinstes Doppeldeckerflugzeug umbenannt, der Mitbewerber hatte nur eine Tragfläche. Bumblebee 2 war noch kleiner, hat den Rekord gebrochen, ist aber kurz darauf abgestürzt:

Das knallgelbe, hummelartig schwarz-gelb gestreifte Starrflügelflugzeug Bee Bug mit markantem Holzpropeller steht auf dem grauen Betonboden einer Ausstellungshalle

Den Rest der Hangarflieger machen vorwiegend Weltkriegsflugzeuge aus:

Der silberne Bomber vom Typ B-24 Liberator steht in einer grossen Halle mit Betenboden und Stahlträgern, während im Hintergrund ein weiteres Flugzeug und Infotafeln zu sehen sind Das zweimotorige historische Flugzeug in der weitläufigen Halle zeigt eine olivgrüne und graue Tarnbemalung sowie die Aufschrift X606 am Rumpf, während im Hintergrund eine weiße Wand mit Streben und Leuchten verläuft Ein historischer, silberner Viermotor-Bomber vom Typ Boeing B-17 steht in einer weiträumigen Halle mit hellem Betonboden, grauen Metallträgern und einer weißen Deckenkonstruktion. Im Hintergrund sind Vitrinen, Schautafeln sowie eine rot-weiß-blaue Wandverkleidung des Museums zu sehen Der silberne, viermotorige Bomber aus Aluminium steht in einer großen Halle mit freiliegender Dachkonstruktion auf einem Betonboden, während rechts ein Besucher das Flugzeug betrachtet

Wer wußte eigentlich, daß es schon sehr früh Drohnen im Krieg gab? Hier ein paar Propellerdrohnen:

Im Museum stehen zwei historische Flugobjekte mit Propellern auf grauen fahrbaren Gestellen vor einer grünen Wand mit Schautafeln, während im Hintergrund eine weiße Tür mit Notausgangsschild und ein roter Feuerlöscher erkennbar sind

Normalerweise wird man auf der Freifläche des Museums gegrillt, denn in Tucson, AZ ist es i.A. heiß. Dieses mal war es aber eher kühl, kaum 30°C. Die Kakteen blühten gemütlich vor sich hin:

Im Vordergrund trägt ein kugelförmiger Faßkaktus mit langen Stacheln leuchtend gelbe Früchte, während im Hintergrund auf einem staubigen Schotterplatz historische Militärflugzeuge neben hellen Baracken stehen

Manchmal darf man nur nicht verzagen. Ein Typ hat eine eigenwillige aber scheinbar geniale Art erfunden, Piloten in den frühen Jahren der Fliegerei das Fliegen beizubringen. Die Air Force hat den Mann nach Hause geschickt, denn so etwas braucht man nicht. Tja, einige Jahre später waren sie dann anderer Meinung und tausende Piloten lernten auf dem Ding:

Der silbrige Link Trainer steht auf einem schwarzen Metallgestell in einem hellen Ausstellungsraum und trägt eine markante gelbe Tragfläche sowie rote Farbakzente

Natürlich gibt es auch andere Modelle zum ‘Eingewöhnen’ der Flieger:

Blick aus dem verglasten Cockpit eines historischen Flugzeugs auf die schwarze Armaturentafel mit analogen Rundinstrumenten, darunter zwei Pedale am Boden und im Hintergrund die helle Halle

Im Außengelände gibt es eine gute Mischung an bekannten und sehr außergewöhnlichen Flugzeugen. Bei dem Wetter war es nicht leicht Fotos zu machen (die Luft war klar, der Boden sandig weiß), aber sie wurden hübsch:

Mehrere historische Flugzeuge mit markanten Propellern stehen auf einem trockenen Schotterplatz vor schlichten Hallen unter tiefblauem Himmel mit vereinzelten Wolken. Im Vordergrund prägen zwei gelbe Einmotoren das Bild, während im Hintergrund ein silbernes viermotoriges Grossraumflugzeug hervorragt Ein dunkelblaues zweimotoriges Militärflugzeug steht mit gelben Propellerspitzen und der Aufschrift 410 auf einer Schotterfläche vor einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken

Manche Flugzeuge tragen die Nasen recht hoch: Smiley

Das silberne Transportflugzeug der US Air Force steht im Vordergrund, während links das Cockpit einer älteren Maschine mit der Nummer 826 und rechts ein weißes Leitwerk in den hellblauen Himmel ragen

Was nicht alles noch mit Propellern fliegen konnte:

Die silbergraue Aero Spacelines Super Guppy, ein markantes Transportflugzeug mit bauchiger Frachtverkleidung, steht auf dem staubigen Freigelände des Pima Air & Space Museum vor einer spärlich bewaldeten Hügelkette im Hintergrund unter einem wolkenverhangenen Himmel Im Pima Air and Space Museum in Tucson steht ein silbergraues Propellerflugzeug der US Air Force auf einem sandigen Schotterplatz unter blauem Himmel mit weißen Wolken Das graue Propellerflugzeug der U.S. Air Force steht auf einem staubigen Flugfeld unter tiefblauem Himmel mit weißen Wolken, umgeben von weiteren historischen Maschinen im Pima Air and Space Museum

Die Air Force Base liegt praktisch über der Straße. So kommt man zu live Flugvorführungen:

Ein grau lackiertes Erdkampfflugzeug vom Typ Fairchild-Republic A-10 Thunderbolt II mit ausgefahrenem Fahrwerk fliegt vor einem wolkigen Himmel Ein graues Militärtransportflugzeug Lockheed C-130 Hercules mit vier Propellerturbinen fliegt im Landeanflug durch den bewölkten Himmel; am hohen Seitenleitwerk prangt die Aufschrift DM

Aufklärer gab es auch schon früh; mit Propeller natürlich:

Ein historisches Propellerflugzeug der U.S. Air Force mit markantem Radom auf dem Rumpf steht auf einem weitläufigen Flugplatz im hellen Sonnenlicht vor blauem Himmel mit leichten Wolken

Von den B52ern haben sie gleich mehrere rumstehen:

Ein grauer Langstreckenbomber vom Typ Boeing B-52 Stratofortress der U.S. Air Force steht auf einem trockenen Flugplatz unter einem tiefblauen Himmel mit weiss wolkenversetzten Dunstfetzen

Ein paar Hubschrauber sind auch zu sehen. Den meisten fehlen aber schon die Rotorblätter. Der hat eine nette Rolle in John Travolta’s Film Password: Swordfish:

Ein olivgrüner Hubschrauber mit skelettartigem Rumpf steht auf einem Schotterplatz vor einer Wellblechhalle im flachen Wüstenland bei blauem Himmel mit leichten Wolken

Zum Abschluß bin ich noch schnell beim Eingang stehen geblieben, um das Eingangswahrzeichen zu knipsen. Ach ja, mancher wird sich fragen: Wo ist der Space aus dem Museumsnamen? Da gibt es eine Halle, wo viel Text und wenig Ausstellung zu bewundern ist. Da haben sie wohl keine Ausstellungsstücke bekommen aber irgendjemand wollte die Halle haben. Kann man ruhig weglassen, man hat nicht viel versäumt.

Das Denkmal „Beauty of Flight“ zeigt vier dunkelgraue Kampfjets aus Metall, die auf geschwungenen Stahlstreben von einem steinernen Sockel aus emporsteigen, umrahmt von einem Gehsteig, spärlicher Wüstengegend und blauem Wolkenhimmel

Der Weg zurück auf die Interstate war nicht weit und es blieb nur mehr die paar Meilen bis nach Benson zurückzufahren. Die Strecke in Arizona ist nur durchschnittlich spannend:

Eine endlos scheinende Asphaltstraße führt durch eine flache, trockene Wüstenlandschaft mit spärlicher Steppenvegetation unter einem weiten, blauen Himmel, eingerahmt von fernen Bergketten im Dunst Eine asphaltierte Freilandstraße führt durch eine karge, von trockenem Gelbgrün geprägte Hügellandschaft unter hellblauem, leicht bewölktem Himmel, während im Hintergrund ein markanter, felsiger Berg aufragt

Am Abend, auf unserem Luxuszeltplatz (so zumindest heißt die Kategorie), haben wir noch Besuch bekommen. Die gute Dame war praktisch nicht loszubekommen:

Eine braune Gottesanbeterin sitzt auf einer dunklen Oberfläche, wobei der lange Hals aufrecht nach oben ragt und die zarten Fühler in die Höhe zeigen

Am nächsten Tag ging es über den Saguaro NP bis nach Kalifornien. Das Ende der Runde war abzusehen. Trauriges Smiley

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