Unter einem massiven Brückenbogen aus Holz führt der Gehsteig am hellen Tag an einem ruhigen Gewässer mit Booten und einer Uferpromenade vorbei, auf der Fußgänger und Sitzbänke zu sehen sind

Das Palm Springs Air Museum und die London Bridge

Wenn schon die NPs alle geschlossen haben, dann will man wenigstens möglichst abwechslungsreich unterhalten werden. Daher haben wir uns für heute ein Flugzeugmuseum vorgenommen und auf der Weiterfahrt einen Abstecher zur London Bridge am Lake Havasu.


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Das Flugzeugmuseum liegt nur ein paar Autominuten vom Motel entfernt. Wir konnten daher entspannt das Gratisfrühstück am Pool genießen, denn das Museum sperrt erst um 10 Uhr auf. Die Rückgabe der Schlüssel war schnell erledigt. Auf die Schlüssel würde auch keiner so schnell vergessen, denn wenn man zwei in der Hose hat, zieht es die einem schon fast aus:

Zwei identische, metallgraue Schlüssel mit quadratischem Reif, auf dem die Ziffern 320 eingeprägt sind, liegen auf einer hellbraunen Holzmaserung

Tatsächlich haben wir es ohne Stress geschafft, pünktlichst beim Eingang des Museums sein. Das erste Flugzeug wartete dort schon unter Palmen:

Ein grauer Kampfjet steht auf einer Grünfläche vor Palmen und dem Gehsteig unter strahlend blauem Himmel, während im Hintergrund karge Hügel aufragen

Das Museum ist recht klein; es besteht nur aus zwei Hangarn und einer kleinen Außenfläche. Das Besondere an dem Museum ist, daß praktisch alle Flugzeuge flugfähig sind (und nicht nur leere Hüllen wie in anderen Museen). Fangen wir also gleich mit dem ersten Hangar an:

Ein blau-weißes historisches Jagdflugzeug mit der Kennung A-25 steht auf dem glatten Hallenboden in einem Museum, im Hintergrund ist eine große Schautafel mit Flugzeugsilhouetten und einer Landkarte zu sehen Ein dunkelblaues historisches Militärflugzeug mit der Kennung 301 steht in einer hellen Halle auf gegossenem Betonboden. Im Hintergrund zeigt ein großes Wandbild zwei Flugzeuge über dem Meer

In einer Ecke wird auch jede Menge an Informationen über Flugzeugträger verbreitet. Man sieht heute die Flugzeugträger ziemlich gleich, aber man sollte nicht vergessen, daß es früh angefangen hat: Flugzeuge wurden mit Katapulten ‘abgeschossen’, die dann nach erfolgtem Flug im Wasser gelandet sind. Die aber bei Wellen wieder an Board zu bekommen, war eine mühsame und gefährliche Geschichte: Das Flugzeug schwamm mit Motor auf ein Netz und wurde damit nach oben gehievt.

Man sollte jedoch nicht vergessen, daß auch Zeppeline Flugzeugträger waren. Die Dinger waren in den Dimensionen den jetzigen Flugzeugträgern ebenbürtig. Nur flogen sie:

Das historische Schwarzweißfoto zeigt das riesige Starrluftschiff USS Akron ZRS-4 der U.S. Navy am hellen Himmel, darunter verdeutlicht eine grafische Grössenvergleichsaufnahme mit der USS Enterprise den gewaltigen Massstab

Das Landen auf einem Zeppelin war aber auch nicht simpel. Oben auf ging es nicht. Man flog von unten heran, hängte sich an einen Haken und wurde mit einem Kran an Bord gehievt. Schaurig.

Der historische Doppeldecker Curtiss F9C Sparrowhawk koppelt an das Fanggerüst des Luftschiffs USS Macon an, vor einer leicht verschwommenen Wald- und Flusslandschaft im Hintergrund

Noch schnell ein Überblick über die erste Halle,

Panoramablick in eine große Museumshalle mit historischen Flugzeugen, darunter silbergraue und dunkelblaue Propellermaschinen mit eingeklappten Tragflächen auf hellem Fußboden, vor einer Wandmalerei mit Marineflugzeugen

bevor es in den Außenbereich gegangen ist.

Das Palm Springs Air Museum vor einer kargen Bergkette zeigt historische Militärflugzeuge auf dem weitläufigen Vorfeld unter klarem, blauem Himmel

Rechts ist ein Hangar des Museums zu sehen, links das Flugfeld des örtlichen Flughafens. Die Sonne war echt unbarmherzig hell, trotz Sonnenbrille sieht man dort wenig:

Ein historisches Militärflugzeug mit olivgrüner Lackierung und auffälligen Invasionsstreifen steht im Yanks Air Museum in Chino, Kalifornien, auf einem betonierten Flugfeld vor einer kargen Berglandschaft

Die Flugzeuge wurden wirklich alle liebevoll restauriert. Auch die Original Dekozeichnungen strahlen:

Silbergraue Flugzeugschnauze einer Lockheed P-38 Lightning mit markantem Nose-Art-Pin-up, dreiblättrigem Propeller und gelbem Spinner auf kiesigem Vorplatz vor beiger Blechhalle

Wie wir so rumstreunen, startet gerade ein alter Doppeldecker auf dem Flugfeld. Dank flotter Kamera und 1000er Zoom, konnte ich es für Euch festhalten:

Ein historischer Doppeldecker mit gelben Tragflächen und Sternenmarkierungen fliegt im Tiefflug direkt auf die Kamera zu, während im Hintergrund ein blauer Himmel zu sehen ist

Noch ein paar der alten Stücke:

Auf der olivgrünen Blechverkleidung eines Flugzeugs prangt die aufgemalte Pin-up-Figur Pretty Polly in rotem Kleid mit blondem Haar, flankiert von genieteten Klappen und Aufschriften Auf dem Flugfeld des Palm Springs Air Museum steht eine silberne North American P-51 Mustang mit roter Haube und markanter Pin-up-Bemalung „Bunny“ am Rumpf, im Hintergrund erheben sich karge, kahle Bergketten unter klarem blauem Himmel

Im zweiten Hangar stehen größere Kampfflugzeuge. Man kennt die Bilder von den fliegenden Festungen mit den vielen Auswüchsen, wo allerhand Schießwaffen rausstehen. Hat sich schon jemand Gedanken gemacht, wie aus so einem Dippel geschossen wurde?

Die kugelförmige, silberne Bugkanzel eines historischen Militärflugzeugs mit geöffneten Einstiegsluken, stabilen Haltegurten und montierten Infotafeln in einer hellen Halle

Ich vergrößere gerne den weißen Hinweiszettel und frage mich, wer hat sich das freiwillig angetan? Oder was hat man den Leuten getan, daß sie sich das angetan haben?

Eine historische Schwarz-Weiß-Zeichnung auf Papier zeigt im Querschnitt das Innere eines kugelförmigen MG-Turms mit einem darin sitzenden Bordschützen und dem Schriftzug Lower Ball Turret

Und hier das ganze Monster:

Das metallglänzende historische Flugzeug steht in einer weiten Ausstellungshalle mit Stahlträgern, während im Hintergrund Personen und Vitrinen zu sehen sind

In einem anderen Teil des Hangars kann man den Leuten beim Renovieren zusehen (und man soll natürlich spenden):

Ein olivgrün-braun tarnfarbener Kampfjet steht auf einem Flugfeld, an dem ein Arbeiter auf einer roten Stiege Wartungsarbeiten am offenen Cockpit verrichtet; im Hintergrund erheben sich karge Bergketten unter klarem blauem Himmel

Wer hat sich schon mal Gedanken gemacht, wie die Flugzeughüllen befestigt sind? Ich kam ziemlich ins Staunen: Mit vielen Schrauben und Nieten.

Dunkle, glänzende Aluminiumhaut eines Flugzeugs mit überlappenden Blechen, die durch präzise Reihen aus glänzenden Nietköpfen fest miteinander vernietet sind

Manchmal so vielen, daß man sich fragt, wofür das Blech noch da ist:

Eine graue Metallplatte mit zahlreichen Nietreihen entlang der Kanten zeigt mittig eingelassene Revisionsöffnungen, eine dunkelgraue Verschraubung sowie feine Gebrauchsspuren auf der matten Blechoberfläche

Man kann auch in manche Flugzeuge rein gehen. In die fliegende Festung nur gegen weitere 5$, in den Transporter sogar gratis:

Das historische Flugzeuginnere zeigt grüne Metallwände mit montierten Schaltern, eine Stiege zur Decke, hängende Uniformen sowie Infotafeln und einfache Klappsitze

Wer will nicht da in den Sitzgurten rumsitzen? Man kann natürlich auch ins Cockpit, das für 4 Leute irgendwie Platz hatte (man ist das eng):

Das olivgrüne Cockpit eines historischen Flugzeugs zeigt zwei verstellbare Pilotensessel mit grauen Polstern, freiliegende Spanten, Armaturenbretter sowie lose Kabelbäume an der Decke

Die einfache Aussage, ‘mach mal den Schalter an’, kann hier kompliziert werden:

Der Einblick in das Cockpit eines historischen Flugzeugs zeigt zwei olivgrüne Pilotensitze mit grauen Kopfstützen, eingerahmt von Metallstreben, Instrumententafeln und einer offenen Deckenverkleidung im Gang

Zum Abschluß noch ein wenig moderneres Flugzeug:

Ein silbergraues Militärflugzeug der US Navy mit roter Rumpfmarkierung und weißem Stern steht vor einer Flugzeugwerft, im Hintergrund erheben sich kahle, felsige Berge unter blauem Himmel

Wie gesagt, das Museum ist klein aber fein. Weiter ging es durch die Wüste in Richtung I40. Dabei kommt man irgendwann am Lake Havasu vorbei. Wir haben aber vorher noch ein wenig Pause gemacht. Man muß sich ja stärken. Öd ist die Gegend:

Ein asphaltierter Highway mit weißer Bodenmarkierung verläuft durch eine karge Wüstenlandschaft mit spärlichem Buschwerk, während im Hintergrund ferne Gebirgszüge unter einem tiefblauen Himmel aufragen

Und trockener als das Meßgerät messen kann. Warm ist es zum Glück auch (es weiß nur keiner mehr, welche Zeitzone da eingestellt ist):

Das schwarz-weiße Rocktrail-Outdoor-Multifunktionsgerät mit schwarzem Display zeigt grafische Wettertrends, eine Luftfeuchtigkeit von LO Prozent sowie eine Temperatur von 35,8 Grad Celsius an

Weiter ging es durch die Wüste, spannend ist es für Autofahrer dabei weniger:

Eine lange, schnurgerade Asphaltstraße führt durch die karge Wüstenlandschaft des Death Valley, gesäumt von beiderseitigem Schotterrand, vertrockneten Sträuchern und fernen Bergen unter klarem, blauem Himmel Eine gerade, asphaltierte Freilandstraße führt durch karge Wüstenlandschaft mit sandigem Randstreifen unter blauem Himmel, während links in der Ferne ein hoher Funkmast aufragt

Diese Gebüsche sind schon ein Highlight:

Das Red Rock Canyon National Conservation Area in Nevada zeigt eine karge Wüstenlandschaft mit dunklem Buschwerk im Vordergrund und markanten, graublauen Bergen unter einem klaren blauen Himmel im Hintergrund

Nach einem Anstieg

Eine asphaltierte Freilandstraße mit gelber Bodenmarkierung verläuft durch eine karge Wüstenlandschaft mit rötlich-braunen Felsen zu beiden Seiten unter strahlend blauem Himmel

ist die Aussicht auf den Lake Havasu erreicht:

Das weite, tiefblaue Wasser des Colorado River staut sich zwischen schroffen, rotbraunen Felsen und kargen Hügeln unter einem wolkenlosen, blauen Himmel

Dort ist es idyllisch, obwohl wegen des Wochenendes viele unterwegs waren:

Rötliche, schroffe Felsformationen und spärliche Sträucher umrahmen einen blauen Stausee mit ruhiger Wasseroberfläche, während im Hintergrund Häuser und eine Straße am Ufer liegen

Ein paar Meilen später kommt man zur Stadt, Havasu City:

Eine asphaltierte Freilandstraße führt durch eine karge, von staubigen Hügeln und flachen Siedlungen gesäumte Wüstenlandschaft unter hellem, blauem Himmel

Dort mitten in die Einschicht hat ein reicher Typ die alte London Bridge gebracht, um Touristen in die Wüste zu locken. Gerüchten folgend soll er fest geglaubt haben die Tower Bridge zu kaufen, aber die geben die Briten nicht her. Er hat also die London Bridge gekauft, jeden Stein einzeln nummeriert, abgebaut, nach Kalifornien geschippert und per Lastwagen in die Wüste geschafft. Dort mußten sie nur noch einen künstlichen Kanal ausheben, damit die Brücke auch etwas überspannt. Und schon stand die Brücke dort. Ich bin aber erst einmal durch das britische Dorf gewandert:

Das prunkvolle, geöffnete Eingangstor aus dunklem Schmiedeeisen bildet mit seinen filigranen Verzierungen und den flankierenden Ziegel-Pfeilern den Zugang zu einem sonnigen Platz mit Springbrunnen unter tiefblauem Himmel Ein prunkvoller Brunnen mit speienden Löwenfiguren aus Stein steht auf einem gepflasterten Platz vor rot verkleideten Gebäuden und einer steinernen Brücke im Hintergrund

Aber jetzt, die Brücke:

Die London Bridge in Lake Havasu City spannt sich mit gewaltigen Steinbögen über den blauen See, während unten am sonnigen Pflaster Spaziergänger flanieren und rote Imbissbuden auf dem Gehsteig stehen Das historische London Bridge mit markanten Granitbögen spannt sich in Lake Havasu City über den blauen Colorado River, während am sonnigen Gehsteig Spaziergänger flanieren und am hölzernen Steg Jetskis sowie Tretboote anlegen

Im Gegensatz zum letzten mal war es nicht ausgestorben und jede Menge Leute sind rumgewuselt. Es sieht auch viel weniger verfallen aus. Na, geht doch:

Unter einem massiven Brückenbogen aus Holz führt der Gehsteig am hellen Tag an einem ruhigen Gewässer mit Booten und einer Uferpromenade vorbei, auf der Fußgänger und Sitzbänke zu sehen sind

Was den Franzosen die Heizung im Winter bei den Schanigärten, ist den Amerikanern die Wassersprühanlage. Anderes Problem als bei den Franzosen:

Das Lokal „Jersey’s Grille“ mit hellblauer Fassade und gelber Beschriftung steht auf einem hellen Pflasterplatz, gesäumt von einer massiven Steinbrücke rechts und grünen Bäumen unter klarem blauem Himmel

Am Abend konnten wir in der Wüste bei Needles einen wunderbaren Mond in der kristallklaren Luft bewundern (was ein 1000er Tele nicht alles kann. Das Foto ist btw freihand ‘geschossen’ worden).

Der zunehmende Mond leuchtet in silbergrauem Licht vor tiefschwarzem Nachthimmel, wobei seine detailreiche Oberfläche mit dunklen Maria und markanten Kratern klar erkennbar ist

Am nächsten Tag sollte es auf die Route 66 gehen.

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