Dem Sturm entgegen

Sie haben im weather channel ziemlich viel Wetter um die Schlechtwetterlage gemacht. Die headline lautete: Millionen Menschen in Gefahr. Im Süden haben sie Tornadowarnstufe 3 ein wenig im Norden 4 ausgegeben. Und ich wollte da mit dem Auto durch. Na Prost Mahlzeit.


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Beim Aufstehen hatten wir strahlend blauen Himmel. Auch am Weg zur I10 sah es nach einem wunderbaren Tag aus.

Weniger wunderbar waren die lokalen Essensangebote, die einem am Straßenrand mit riesigen Schildern schmackhaft gemacht wurden. Gekochte Erdnüsse (hatte ich schon mal, würg), Alligator Jerky (echt, muß das sein?) und mein Favorit zum Schluß: Froschaufstrich (würg).

Bereits in Tallahassee (man merke, die Hauptstadt von Florida!) mußten wir die erste Pause einlegen: Noch ein Krispy Kreme in Florida.

Nur beim Bestellen ging es dieses mal ein wenig schwerer. Zuerst wollten wir zwei Doughnuts mit Zucker bestreut und Dulce de Leche Füllung. Die Frau schaut mich an, als wäre ich irre. Ich wiederhole ein paar mal, erwähne die Filiale in Miami und sie meint nur, ah die. Also haben sie nicht. Gut, nehmen wir die herbstliche Sonderedition Apfel-Zimt. Ich will wieder meine nur mit Zucker bestreuten Doughnuts ohne Füllung. Wieder schaut sie mich an als wäre ich irre und wieder enden wir bei Apfel-Zimt. Sind auch gut, aber…

Scheinbar hat Krispy Kreme die Rechte an Ghostbuster gekauft, denn alles mit Halloween hat Ghostbusternamen und Figuren und …

Bis Pensacola sind ein paar Wolken aufgetaucht. Also ist da doch etwas im Busch.

Wir haben gleich den nächsten Stopp bei einem Walmart eingelegt, unser Kühleis war nun ganz aus. Überraschend, daß Kühleis so verschieden teuer ist, immer bei Walmart. In Pensacola kostet der 10lb Sack nur 1.48, meistens kostet er 2$, es gibt aber auch 2.48$ Märkte. Man merke, immer ohne Steuer.

Am Weg nach Mobile hat es ein paar mal geregnet. Irgendwie nur blöd, weil Regen und Sonne ist ohne Sonnenbrille (man erwartet ja dunkle Wolken) kein Renner.

In Mobile hat es rumgezogen, kurz danach wieder ein wenig geregnet. Wenn das das urböse Unwetter war, konnte ich gut damit leben. Hätte mir nur bald wieder die Sonnenbrille aufgesetzt.

Beim NASA Raketen-Testzentrum war es sogar echt sonnig.

Und dann kam die I12 (New Orleans Bypass) und es wurde dunkel. Blitze erleuchteten die Wolken und es begann zu schütten. So richtig zu schütten. Man konnte selbst bei 40mi/h kaum mehr etwas sehen. Nur die LKWs sind auf die linke Spur gefahren und sind wie die Volldeppen gedüst. Und haben damit noch mehr Wasser durch die Gegend geschossen. Echt super! Cool sind auch die, die kein Licht aufdrehen und man nur hie und da die Bremslichter aufblinken sieht. Das Geschütte dauerte eine gute Stunde. Und ja, das hatte schon ziemlich viel von einem Unwetter. Auf der Gegenfahrbahn hat in der Zeit jemand die Gelegenheit genutzt und sich irgendwo total dagegen gehauen. Die Seite stand also still, mehrere Rettungswagen bahnten sich den Weg durch die elends lange Stauschlange.

Wieder auf der I10 staute es sich noch ein wenig über die Brücke und dann ging es eigentlich ganz gut dahin.

Hie und da ein kleiner Schauer, aber der fällt ja kaum auf. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir das Ziel doch noch erreicht. Aufgrund des grundlosen Bodens, wenn er nicht ganz überflutet war, sind wir in ein Motel gegangen; mein Zelt kann leider noch nicht schwimmen.

Die Suche nach einem geeigneten Essen gestaltete sich schwer. Auf unserer ToDo Liste war z.B. auch Checkers. Jetzt weiß ich, die haben nur takeout, kein dine in. Fad, wenn es regnet. Also sind wir wieder zurück zum Church’s Chicken gleich ums Eck. Ich kann die jetzt nach dem Test weiter empfehlen: Ist mindestens so gut wie KFC, aber deutlich billiger.

Morgen soll der Wetterspuk vorbei sein und die Sonne soll scheinen. Mal sehen, mich zieht es halt nach Texas.

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