Vertreibung aus dem Paradies

Das Wochenende war unbarmherzig und daher hieß es Abschiednehmen von den Keys.

Der Tag begann wolkenlos mit strahlend blauem Himmel. Also alles wieder aus dem Zimmer raustragen, Schlüssel abgeben und auf zum Strand. Dort sind wir dieses mal mit Sesseln ausgerückt und haben ein gutes Frühstück genossen. Und wie es sich gehört, sind wir dann mit vollem Bauch schnorcheln gegangen. Die Sicht war ähnlich wie am Vortag, obwohl es die ganze Nacht gestürmt hatte.

Astrid ist wieder mit der Actioncam geschwommen:

Obwohl sie angst vor Barracudas hat, lieben die Babies sie offenbar sehr. Sie hat jedenfalls viele Fotobegegnungen gehabt.

Gleich in den ersten Minuten habe ich einen ca. 2m Hai gesehen. daraufhin hat Astrid eine Pause eingelegt und ist erst dann wieder zum Fotographieren gekommen. Die Actioncam hat auch dieses mal die FT5 bei trübem Wasser geschlagen.

Ich bin mit der Lumix FT5 losgeschwommen und bin dieses mal weiter zu den Felsen rübergeschwommen. Die Felsen sind schon ziemlich überwuchert und sind eigentlich ein künstliches Riff. Zumindest findet man nahezu alle Rifffische vertreten.

Die Fische sind nur weniger bunt. Selbst die Papageienfische sind deutlich grauer. Sie brauchen wohl mehr Tarnung in den sandigen Stellen. Dafür habe ich einen Unterwassertausendfüßler gefunden und der blau/gelbe Rifffisch hat brav seine Höhle verteidigt. Aber dazu später mehr.

Nach einer Ausruhpause hatte ich den Eindruck, daß die Sicht mit der Flut besser wurde.

Astrid war schon trocken und wollte es bleiben, ich bin noch mal rein. Dieses mal gleich mit der Actioncam. Und tatsächlich, die Sichtweite war zum Teil 2 bis 3x besser!

Ich konnte mich an Übersichtsfotos wagen. Die Zebrafische schwirren nur so um die Felsen, die gelbgestreiften (na, bin ich nicht ein echter Biologe, bei den Namen) traten in Schwärmen auf.

Ich habe auch meinen gelb/blauen Freund getroffen, der mich immer vor seiner Höhle nicht aus den Augen läßt. Schwer ein Foto von der Seite zu bekommen.

Mit dem klareren Wasser konnte ich auch genug Licht in den kleinen Höhlen bekommen. Da wäre wohl die Sony Actioncam (RX 0 II) sicher besser, aber bei ca. 600€ für eine Actioncam, spinnt Sony wohl etwas.

Wenn ich besser sehe, dann sehen die Fische noch um einiges besser. Daher bin ich dazu übergegangen mich hinter den Felsen anzuschleichen und nur die Hand drübertreiben zu lassen…

Es ist aber echt unglaublich, wie viele Fische dort pro m² leben. Da gibt es quasi keinen Fleck ohne. Wie in einem Riff.

Die Sicht wurde immer besser, aber die Zeit verging wie im Flug. Ich mußte ja noch an dem super tollen Wettertag die Keys verlassen. Also nur mehr Abschiedsfotos. Aber ich verspreche: Ich komme wieder!

Astrid hatte es sich inzwischen unter einem Baum gemütlich gemacht. Da hat sie Franz kennengelernt. Sie meint, diese Möwe muß Franz heißen. Ich habe dann Reste meiner Frühstückshühnerflügel (eigentlich die Reste von meinem letzten Abendessen) gespendet und Franz war sehr happy. Könnte schon Franz sein, wenn man den Appetit so sieht. Franz wollte sich auch nicht allzusehr bewegen,um an das Futter zu kommen. Winking smile 

Ich dachte aber eh, in der Gegend kann die Möwe höchstens Hernandez heißen. Ich war mir mit Astrid auch noch beim Fahren zum nahen Supermarkt für Frühstückssachen nicht einig. Weiter ging es über den Overseas Highway, wo uns schon ganze Kolonnen für das Wochenende entgegenkamen. In Miami stärkten wir uns bei Krispy Kreme mit Doughnuts frisch aus der Maschine (für mich wieder nur handgezuckert und nicht geglazed, das machen die dort gerne) und schon sind wir auf der 997 hinter Miami durchgefahren. Da wir noch bei Pollo Tropical Abendessenwollten, mußten wir über die I95 fahren, denn hinten am Highway 27 gibt es ja garnix. Dafür durfte ich Wochenendverkehr auf den Interstates kennenlernen und ich habe mich zwischenzeitlich gefragt, ob es nicht auch ein anderes Abendessen getan hätte. Bei Pollo Tropical waren aber alle Probleme dahin und 20 Minuten später waren wir schon am reservierten Campingplatz bei den Löwen. Morgen geht es zu Lion Country Safari.

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