U.S. Space & Rocket Center

Ja, wir waren dieses Jahr schon in Huntsville, AL, aber damals waren wir am Weg zum Natchez Trace Pkwy und haben in Huntsville einen Essensstop bei BJ’s eingelegt; heute waren wir im NASA Zentrum (jetzt wo wir wissen, daß dort eines ist).

Unser Ersatz-TomTom wollte natürlich vorwiegend Interstate fahren, wir wollten lieber kürzer über einen hübschen Hügel fahren. Wir hatten recht, denn die Strecke war echt hübsch, wie Astrid’s Fotos zeigen.

Wir waren uns ja nicht sicher,ob es Sinn macht nach Huntsville zurückzukehren, denn manche Leute haben von einem kleinen Raketengarten gesprochen. Wir haben es aber trotzdem versucht.

Der Eintritt ist nicht gratis, aber mit $25 noch im harmlosen Bereich. Wer 5$ mehr zahlt, bekommt noch einen National Geographic Film oder ein Planetarium dazu. Oder man zahlt zusätzlich $20 für eine 3stündige Bus-Tour in die aktive AFB, mit Besichtigung der Innenräume. Nur ich durfte das nicht, denn die Tour ist für US citizen only. Wer viel zeit (und Geld hat)kann auch an einem Spacecamp teilnehmen.

Die Innenausstellung beginnt mit der Geschichte der US Raumfahrt. Sie geben sogar offen zu, daß die Russen schon zwei Satelliten im All hatten, bevor sie da was hoch gebracht haben. Dafür sind sie stolz darauf, daß ihr Satellit sogar zwei ganze Meßinstrumente dabei hatte.

Man sieht die Geschichte der Raketenentwicklung, denn das ist ja das Hauptthema in Huntsville. Von den kleineren Saturn Raketen bis hin zur Saturn V. Hier sind sie wieder stolz, daß die Russen 4 Raketen verloren haben und es dann aufgegeben haben, nachdem die erste Saturn V fehlerlos lief.

Nett an den Ausstellungen ist, daß sie versucht haben einige Dinge verständlich zu erklären. Man kann z.B. in einem Mond-Rover sitzen, um die Größenverhältnisse zu zeigen.

Man sieht ihre vollautomatischen Robsis mit Erklärungen.

Man kann durch Replika der ISS gehen und erfährt in Videos von Astronautinnen (Männer sind hier ganz out), wie manche Details funktionieren. z.B. das Space Klo. Mit dem langen Schlauch saugt man Flüssigkeit auf (das geht auch für Frauen). Spannender ist die Nutzung des Sitzklos mit Sackerl für’s Gackerl… Kurz: Nach dem Video scheint es wohl besser zu sein, es sich’s im All zu verkneifen.

Auch der Bereich des ‘private spaces’ ist gewöhnungsbedürftig. inkl. Schlafsack zum Aufhängen oder lieber im ‘Kasten’ rumtreiben. Da bekommen Aussagen wie ‘wo hast Du Dich heute Nacht herumgetrieben’ eine neue Bedeutung.

Andere Teile der ISS sind den Teilnehmern der Space-Camps vorbehalten.

Über das lebensgroße Space Shuttle kommt man in den Außenbereich. Die Lehrräume dahinter sind wieder Space-Campers only.

Im Außenbereich stehen einige kleinere (ältere) Saturn-Raketen und Vorläufer rum. Man kann auch gratis 3G in einer Zentrifuge testen, oder sich startmäßig hochschießen lassen, oder in einem friedlichen Simulator Flugphasen erleben. Alles im Preis inbegriffen!

Wirklich heftig wird es in der Saturn V Halle. So eine Rakete ist echt nicht klein, auch wenn Astrid versucht sie zu erwischen!

Entlang der Rakete gibt es wieder einiges zum Ausprobieren. Wie ist das mit den Motoren, wie funktionieren die, wie steuert man die, …

An der Spitze ein Mond-Landegerät. Man erfährt auch, daß die USA wieder zum Mond fliegen wollen, um dort eine Basis zu bauen, damit man zum Mars kommt. In den nächsten 5 Jahren wollen sie Erfolge zeigen. Auch die neue Superrakete, die noch größer als Saturn V wird.

Nett ist auch ein Original Command Module der Apollo 16 Mission. Mit einem Simulator, wo man sich selbst mal in so eine Sardinenbüchse legen kann.

Zum Hauptgebäude sind wir wieder an den Außenraketen vorbei zum Planetarium.

Das ist größer als ein IMAX und projiziert wirklich coole Bilder. Aber Achtung, wenn sich auf der Fläche alles zu Drehen beginnt, wird einem echt anders! Angeblich sind die Bilder live berechnet. Da hat jemand jede Menge Bildmaterial und einen flotten Computer, denn die Auflösung ist echt Hölle!

Nach dem Gedrehe war es auch erst 15 Uhr und zu Früh für ein Abendessen bei BJ’s. Also sind wir mit einem Kurzstopp bei Publix (gibt es auch in Alabama) direkt zum Campingplatz gefahren, wo wir den Griller angeworfen haben. Bei der Strecke haben wir wieder die langweilige Interstate vermieden und sind ‘querfeldein’ gefahren (inkl. Brücke über den Tennessee River). TomTom App sei dank ohne Probleme (das hätte ich mich mit Google Maps nie getraut).

Am Abend gab es Burger und Rindsrouladen vom Grill unter sternenklarem Himmel. Was will man mehr?

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