Hausboot Tag 1 – der Bezug

Heute war es endlich so weit, wir konnten unser Hausboot beziehen. Aber wie immer, davor kam die Arbeit. Wir sind in den nahen Carrefour zum Einkaufen gefahren. Ja, das Ding ist riesig. Im Vorbereich haben sie kleiner Shops mit virtuellen Häusern wie in Las Vegas, der Markt ist dann größer als ein Metro bei uns. Billig ist da nix, aber was man da für eine Auswahl hat! Astrid will alleine für die Einkaufsauswahl am liebsten nach Frankreich ziehen! Nach dem Shoppingtrip mußte alles verstaut werden (wo bekommt man das nur in ein Auto hin) und los ging es in Richtung Argens.

Das Frühstück wurde wieder im Auto eingenommen, aber es war wieder einmal eine Delikatesse. Noch Italienischer Trockenschinken mit Räucherkäse. Die Fahrt hat dann doch noch gute 2.5 Stunden gedauert, wobei die letzten Meter Minilandstraße zur Rumpelpiste wurden. Auch die Brücke ins Dorf schaut aus, als wäre sie nicht einmal für Fahrräder zu gebrauchen. Aber wir haben es locker geschafft. So konnten wir auch genau die Mittagspause des Hafens abwarten. Wir konnten z.B. dem Reparaturteam zusehen, wie sie einen Flying French Man geschaffen haben.

Wo ist die Sonne? Ja die ist heute verloren gegangen. Die riesige Front, die Österreich und Deutschland wieder bis zu 100l/m² bescheren wird, kommt auch hier vorbei und unterbricht einen der trockensten Sommer Südfrankreichs. Der Spuk soll aber spätestens am Sonntag wieder vorbei sein. Na mal sehen. Astrid freut sich, daß damit die 37°C weg sein sollen, die sie noch Tags zuvor hatten.

Die Übernahme war fast unkompliziert. Ein sehr deutscher Mann hat alles mit dem Vertrag gemacht, hat uns zu einem Paketpreis für Betriebsstunden, Don’t Care Reinigung, Zusatzversicherung und Parkplatz überredet. Damit sind uns jetzt Betriebsstunden egal. Wenn die wüßten, was sie sich da eingebrockt haben.

Das Auto konnten wir zum Entladen direkt vor’s Boot fahren und was wir da alles reingeschleppt haben! Vielleicht kommen wir ja nie mehr mit dem Boot zurück. Smile with tongue out Auf die Probefahrt habe ich dankend verzichtet und schon sind wir losgedüst. Die Hafenausfahrt war schon die erste Herausforderung, die wir locker gemeistert haben.

Astrid war nervös wie das mit dem Schleusen zu zweit werden würde, aber wenn man mit dem Boot gut reinkommt, das ja dieses mal nur 10m lang ist, dann ist das quasi simpel. Die erste Schleuse hat uns aber trotzdem eine ¾ Stunde gekostet, weil drei vor uns raufgeschleust wurden und gerade wir nicht mehr reinpaßten.

Hier geht es gleich mit Doppelschleusen los, aber wir machen das jetzt schon, als wären wir auf einem Boot geboren worden. Astrid wirft genial Seil und das Boot ist friedlich beim Manövrieren. Ach ja, gesteuert hat Astrid auch schon.

Kurz vor 18 Uhr haben wir dann vor einer Schleuse festgemacht, da wetteronline von einem bösen Regen gewarnt hat. Und recht hatte die Vorhersage.

Unser Boot ist für zwei ganz sicher sehr gemütlich. Wir haben jedenfalls dem Regen bei Steaks mit Kartoffelpuffern und Leff Bier getrotzt. So hält man es aus.

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