Rockhampton und Umgebung

Heute hatten wir einen ganzen Tag für Rockhampton und die Umgebung.

Gekommen sind wir für die nahe Höhle. Dann hat Astrid nachgelesen, was man dort tut. Man kann spelunken gehen (nicht unser Ding), oder man kann die 45 minütige Cathedral Tour machen. Da geht man 10 Minuten zu einer formationslosen Höhle, läßt sich 25 Minuten was erzählen und geht wieder raus. Das ist uns nicht A$35 pro Nase wert. Also nicht die Höhle. Ich habe aber gestern durch Zufall neben MOMOs gesehen, daß sie einen scenic way haben. Heißt natürlich in Australien nicht so, heißt hier tourist drive. Also sind wir auf die Tour gegangen. Zunächst geht es durch die Stadt und wir haben jedes Shopping Center von außen gesehen. Dann aber quasi von jetzt auf gleich ist die Stadt aus und awhe hübsche Umgebung geht los. Man beachte, daß das erste Stück ein divided highway ist. Hatten wir so noch garnicht.

 

Tanken muß man in Australien offenbar immer am A* der Welt. In der Stadt wollen sie jetzt A$1.90 für den Liter Diesel, an der Küste nur mehr A$1.70. Also zunächst voll getankt und schon ging es entlang der Küste Strände schauen. Der wreck point lookout macht da schon mal Spaß. Irgendwann hat man da die Salina gefunden, die hier in der Bucht versunken ist. Ist nicht so gar arg spannend, spannender ist die Aussicht. Generell ist das das Land der Darumbal, westlich entdeckt hat es James Cook, der die ganze Ostküste kartographiert hat.

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Weiter geht es in Richtung Emu Park, wobei man entlang der Küste fährt. Da sind auch einige Motels und Campingplätze mit Meerblick oder Meeresnähe. Die Motels sind aber hinter der Straße und die Campingplätze wirken teuer, sind aber sehr eng gestellt. Die Strände sind schmal und man darf kaum baden, überall sind wieder die Krokodil-Warnschilder. Muß ich jetzt nicht haben. In Emu-Park gibt es einen kleinen Plantschbereich.

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Wir haben uns gefragt, wie man zu einem Stadtnamen wie Emu Park kommt. Genau überliefert ist das wieder nicht, aber früher his das Städtchen Hewittville, wie die Touristen kamen bekam es wahrscheinlich wegen der damals noch heimischen Emus den Spitznamen Emu-Park, der dann irgendwann offiziell wurde.

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Lustig ist die Geschichte des Badens in Emu Park. Zur Jahrhundertwende war der Weg nach Hewittville lange und staubig. Es war daher für die Männer verpflichtend im Meer zu baden; nackt. Das fand man dann irgendwann anstößig, sodaß ein Gesetz erlassen wurde, daß Baden nur von 8 Uhr abends bis 6 Uhr in der Früh erlaubt ist. War dann auch irgendwie unbefriedigend, sodaß die Sensation 1909 passierte: Man durfte auch tagsüber baden, wenn Männer und Frauen in verschiedenen Buchten gebadet haben und man einen Badeanzug vom Hals bis zu den Knöcheln trug. Für die Frauen wurden sogar Umziehkabinen am Frauenstrand errichtet. Erst in den 1930er Jahren durften Männer und Frauen wieder an einem Strand baden.

Gleich neben dem Hauptstrand geht der Memorial Walk entlang der Küste, wo sie den beiden Weltkriegen gedenken, wo auch Australien mitgefochten hat (bei den Briten dabei). Es gibt sogar die Theorie, daß ein Australier in Frankreich vom Boden aus den roten Baron abgeschossen hat. Man liest auch vom ersten U-Boot der Australier, das nur 7 Monate in Dienst war, weil jemand beim Tauchen vergessen hat, das Belüftungsventil des Motorraumes zu schließen und das Ding daher abgesoffen ist.

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Am Ende des Boardwalks ist eine musikalische Installation: the singing ship. Der Wind bläst dabei durch die orgelpfeifenartigen Konstruktionen und es ergibt sich mehr oder minder Musik.

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Zurück am Hauptstrand (früher der Männerstrand) haben sie eine kindgerechte Darstellung von Emu-Park installiert.

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Weiter ging es rund um die Bucht nach Keppel Sands. Die haben wohl noch nie einen Touristen gesehen und da sind die Strandhäuser der hiesigen. Das Meer war leider ziemlich aufgewühlt.

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Auf der ‘Rückseite’ der Häuser ist auch viel Wasser in einer Lagune. Da fischen alle.

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Damit war die wirklich sehr schöne Runde auch schon fast zu Ende und wir kamen wieder nach Rockhampton. Der Weg führte uns da in den Zoo. Der ist recht klein, dafür aber gratis. Man kann spenden oder eine Aktivität mit den Tieren zu A$100 pro Person buchen. Das sehr moderne Gehege der Erdmännchen macht den Anfang.

  

Die Schimpansen haben ein recht großes Gehege, wo auch die benachbarten Otter rein können. Aufgrund der dicken Gitter leider keine Fotos. Die papageinartigen Vögel sind dafür sehr schön untergebracht.

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Die Gibbons suchen Menschen zur Unterhaltung.

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Kängurus darf man streicheln, aber da war heute große Müdigkeit. Das lag wohl am Wetter, das sich nicht an die Vorhersage gehalten hat. Die Vorhersage hat Astrid 27°C versprochen, geworden sind es dann 34°C.

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Der größte Greifvogel Australiens ist dieser Adler.

Sie haben dann noch Süß- (Foto) und Salzwasserkrokodile (je eines).

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Und coole Echsen (Monitor)

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Dingos sind nur in wenigen Gebieten geschützt, sind aber hier zu sehen.

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Den Koalas war auch warm. Daher wurden sie mit Wasser gekühlt.

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Beim Rausgehen hat das Känguru das Beamtenmikado verloren.

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Astrid hat sich im nahen Café abgekühlt währenddessen ich durch den ebenfalls gratis botanischen garten gegangen (Astrid sagt gelaufen) bin. Die Blumenuhr bewegte sich aber leider nicht.

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Der Sitzbereich des Cafés ist schön schattig. Die Bäume können das.

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Der botanische Garten hat mehrere Bereiche, von tropischen Früchten über Kakteen bis Pinienwälder. Palmen fehlen auch überall nicht.

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Auch ein kleiner japanischer Garten darf nicht fehlen.

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Ich habe die Runde weiter durch die Wäldchen gemacht und war erstaunt, was man hier als Gratisgarten bietet. Da hatte ich in den USA schon viel kleinere Gärten, die ganz schön verlangt haben (z.B. sunken gardens in Florida).

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Ich habe die gekühlte Astrid abgeholt und wir sind die paar Meter zur Lagune gefahren. Da sind die Vögel ganz freiwillig, ohne Zoo.

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Astrid wollte sich das riesige Shopping Center ansehen und wir wissen jetzt, daß ein Big W zwar extrem billiges Gewand hat (T-Shirt um A$4, Active T-Shirt A$5, …) aber die Quälität unterirdisch ist (wir haben kaum etwas mit allen Knöpfen und ohne Nahtfehler gefunden). TK max ist wieder anders, aber auch nichts besonderes. Und wir wissen, daß quasi fast alles am Samstag um 16 Uhr dicht macht. Damit sind wir zu Guzman y Gomez abendessen gegangen. Das ist eine Kette von 2 New Yorkern, die in Australien ihre Chance gesehen haben mexikanisches Essen zu verkaufen. Jetzt haben sie nahezu 190 Restaurants in Australien, und einige in Singapur, Japan und den USA. Das Essen war gut, nicht ganz so mexikanisch authentisch aber wirklich gut. Sie nennen sich auch australien mexican food.