Auf nach Dubbo

Auf der Suche nach Sonne kamen wir nach Dubbo.

Nach Tamsworth im Nirwana ging es nach Dubbo. Nein, das ist nicht der A* der Welt, aber wie heißt es so schön, man kann ihn gut von Dubbo aus sehen. Der Weg dorthin ist zumindest interessant. Man sieht auf der Karte eine Anzahl an Dörfern bei Kreuzungen und geht als Europäer davon aus, das sind die großen Dörfer, die kleinen sind zwischendrinn. Falsch gedacht. Es sind wirklich die einzigen und die haben nur wenige Häuser. Auf den knappen 300km haben wir geschätzte 2 Tankstellen gesehen. Und das war immer der general store, wo eine einzige Zapfsäule war. Ob die auch noch Diesel gehabt hätte, kann ich nicht sagen. Trocken ist es inzwischen schon sehr, wir haben auch schon Feuerwarnstufe gelb. Alle überquerten Flüsse waren komplett trocken, wobei überall auf den Straßen Überflutungswarnungen und Tiefenmesser zu sehen sind. Wenn es also mal schüttet, geht es offenbar zur Sache. Bisher waren quasi überall Kühe. Das hat sich nun auch geändert. Wenige Felder haben Gerste, vereinzelt sieht man Schafe, sonst ist es Brachland. Immerhin fährt man noch häufig zwischen Bäumen.

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Hie und da sind auch noch Mugel in der Landschaft und dort häufen sich die Bäume. Die Straßen werden aber schon überraschend gerade und man sieht die nächste Kurve am Horizont.

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Das Highlight an der Strecke war eine Brücke über einen (ausgetrockneten) Fluß. Die Höhenbegrenzung stand ohne Vorwarnung an der Brücke. Keine Ahnung was man macht, wenn man da nicht drüber paßt.  Unsere 2.8m gingen sich jedenfalls aus.

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Gegen 14 Uhr haben wir Dubbo erreicht und der japanische Garten war überraschend schwer zu finden. Das lag aber an uns, denn jetzt wissen wir, der botanische Garten von Dubbo hat zwei Hälften: den ‘normalen’ Teil und den japanischen Garten. So richtig japanisch ist der auch nicht, es gibt einen Teich und am Rand gibt es ein Kiesbett und eine Bambuswippe. Eh lieb, aber das japanischen Garten zu nennen ist zumindest sehr kreativ.

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Mit der ‘großen’ Kamera kann man ein paar Details einfangen, retten wird es einen aber auch nicht.

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Wir waren daher unter 20 Minuten damit durch und wir sind zum Campingplatz gefahren, wo wir eine zweite Nacht dazugebucht haben. Das war nicht die Folge des botanischen Gartens (nur 29°C, kein Sonnenstich), sondern, wir wollten am nächsten Tag den lokalen angeblich riesigen Zoo besuchen und da die nächste Stadt ein gutes Stück entfernt ist, macht es wenig Sinn zum nächsten Campingplatz zu fahren. Das hängt natürlich auch mit den lokalen Öffnungszeiten zusammen. Nach 16 Uhr haben die Campingplatz Rezeptionen nur gaaaanz selten noch offen (und Sonntags sperren sie i.A. früher). Das Shoppingcenter hier machte heute um 16:30 dicht.

Um den Rest des Tages noch ein wenig zu nutzen, sind wir ins Kino gegangen (die haben hier doch tatsächlich ein Kino mit 4 Sälen). Wir haben die vorletzte Vorstellung (es ist Samstag Abend!) genommen: 18 Uhr. Da saßen wir bei Venom – last dance im fast überfüllten Kinosaal mit fast 10 anderen…

Bin schon auf den Zoo gespannt, der angeblich eine Länge des Walks von über 11km hat und man wird dringend erinnert, daß man es in einem Tag kaum schafft. Das Wetter ist mit sonnigen 30°C ganz gut vorhergesagt.