Ein Rosaflamingo mit zartrosa Gefieder und ausgebreiteten schwarz-roten Flügeln steht im flachen, dunkelblauen Wasser, umgeben von vier ruhenden Artgenossen mit langen Beinen

Die Camargue oder Tag der echten Kamera – Tag 12

Heute hatten wir es nicht eilig, weil heute ging es in aller Ruhe durch die Camargue.

Auf den ersten Metern haben wir wieder ein typisches Auto in Frankreich getroffen. Das Auto selbst sieht man nur schwer, denn es verbreitet so viel Rauch, das es quasi vollständig getarnt ist. Jetzt könnte man glauben das ist ein ganz spezieller Einzelfall, aber weit gefehlt. So ein Auto sehen wir quasi zumindest 1x am Tag. Das habe ich halt auch auf Foto festgehalten.

Asphaltierte Landstraße mit weißer Mittelmarkierung führt vorbei an einer rot-weißen Intermarché-Tankstelle und einer wehenden Flagge, gesäumt von dichten Sträuchern unter einem lichten Wolkenhimmel

Die Herausforderung des Tages bestand darin, die offizielle Karte der Camargue mit der Realität und der Ansicht des TomToms in Einklang zu bringen. Auf der Karte schaut alles cool aus, hie und da stehen auch Straßennummern, nur so ist die Realität nicht. Aber mit mehr oder minder Zufall und Glück haben wir es hinbekommen. Glauben wir wenigstens.

Detaillierte Übersichtskarte des Regionalen Naturparks Camargue im Rhônedelta mit Ortschaften, Stränden, Feuchtgebieten, dem Étang de Vaccarès und der Legende für Rad- und Wanderwege

Die Straßen waren aber wie immer ‘romantisch’ und dabei darf man nicht vergessen, das ist mit Gegenverkehr.

Eine asphaltierte Landstraße verläuft zentral durch eine schattige Allee mit sattgrünen Laubbäumen und dichtem Straßenbegleitgrün, während darüber ein leuchtend blauer Himmel mit weissgrauen Wolkenfeldern spannt Ein schmaler Asphaltweg verläuft durch eine grüne Landschaft mit Sträuchern, Bäumen und einem Holzmasten rechts, unter einem leuchtend blauen Himmel mit feinen weißen Wolkenstreifen

Und dann kam der große Moment der Reise: Ich habe zum allerersten mal die ‘echte’ Kamera ausgepackt, denn es geht halt nix über ein echtes 600mm optisches Zoom. Der Tag war (leider) extrem stürmisch. Das macht nicht nur das Fahren mit einem knapp 3m hohen Vehikel spannend, es macht auch wellen. Und als guter Flamingo nimmt man das hin (mit dem Futtern wird das dann schwer) und man schläft ausgiebig.

Mehrere zartrosa Flamingos mit gebogenen Schnäbeln stehen im windgepeitschten, graugrünen Flachwasser eines Sees, während im fernen, diesigen Hintergrund ein flaches Ufer mit dunkler Vegetation zu sehen ist Eine Raubseeschwalbe mit weiß-grauem Gefieder und auffallend rotem Schnabel fliegt knapp über aufgewühlten, graugrünen Wellen eines windgepeitschten Sees unter flachem, hellem Horizont Ein Rosaflamingo watet durch aufgewühltes, graubraunes Flachwasser mit sanften Wellen, wobei sein zartrosa Gefieder und die pinken Flügeldecken im kontrastreichen Tageslicht leuchten

Das wäre sicher kein tag gewesen, um mit dem Hausboot den Etang de Thau zu überqueren, aber es war wenigstens auch nicht heiß (wie Astrid immer befürchtet). Es war fast kühl bei 21°C. Trotzdem macht sich der strahlend blaue Himmel sehr gut auf den schmalen Straßen…

Ein schmaler Asphaltweg führt im gleissenden Sonnenlicht durch einen dichten Alleenwald aus alten Platanen mit gelbgrünen Blättern, während markante Schattenspiele den Boden mustern

… und auf den Etangs.

Flacher Schilfgürtel und sandig-erdiges Ufer des windgepeitschten Neusiedler Sees unter einem weiten, hellblauen Himmel mit feinen weißen Wolkenstreifen im Sonnenschein

Trotzdem kann man mit dem Tele einiges an Tierwelt einfangen.

Graureiher und Seidenreiher stehen mit grau-weißem Gefieder am sandigen Ufer eines flachen Gewässers, umgeben von dichtem Grün und Gestrüpp Rosa Flamingos waten im seichten, spiegelnden Flachwasser, während im Vordergrund eine Gruppe schwarzer Blässhühner schwimmt Fünf Flamingos mit zartrosa Gefieder und langen roten Beinen stehen im windgepeitschten, grauen Seewasser, während sie ihre Köpfe tief ins Gefieder stecken

In der Gegend könnte ich einige Tage verbringen oder gleich den ganzen Winter.

Panoramaaufnahme eines sandigen Wanderwegs, der durch eine karge Küstenlandschaft mit grün-braunen Buschgewächsen und dürren Sträuchern zu einem ruhigen See unter leuchtend blauen Himmel führt

Wie man an der super Karte oben erkennen kann, gibt es Wege, die man mit Fahrrad und Auto benutzen kann und welche, wo man nur Fahrrad fahren darf. Das letzte Stück, bevor man nur mehr mit Fahrrädern fahren darf hat solche spaßigen Markierungen (sehen aus wie bei uns nach Mikulov rüber). Fahrräder an die Seite und Auto in der Mitte???

Gerade Asphaltstraße mit weißer Bodenmarkierung verläuft kerzengerade durch eine flache Natur- und Schilflandschaft unter einem leuchtend blauen Sommerhimmel

Bei den Salinen (wo sie Meersalz gewinnen) ist dann Schluß für Autos.

Ein geschotterter Feldweg führt durch die weite, flache Salzlake-Landschaft des Seewinkels im Burgenland, gesäumt von niedrigen, grün-braunen Halophyten, unter einem leuchtend blauen Himmel mit feinen Wolkenstreifen

Besonders gute Chancen der Tierwelt nahe zu kommen hat man im örtlichen ornithologischen Park von Pont du Gau. Man zahlt aktuell 8€ um an freilebende Tiere zu kommen, weil es besonders anziehende Teiche gibt, wo man auf netten Wegen gehen kann. Und der Erfolg ist immer da. Zunächst seltene Nicht-Flamingos.

Kuhreiher mit reinweißem Gefieder und leicht gelblichem Kopfbereich steht im Schatten, während sein spitzer gelber Schnabel geöffnet ist, umgeben von dichtem Schilf, grünen Blättern und kleinen gelben Wiesenblumen Ein Kuhreiher mit reinem weißem Gefieder und gelblichem Schopf steht im dichten Gestrüpp, während sein gelber Schnabel und die dunklen Beine im wilden Unterholz aus grünen Pflanzen und kleinen gelben Blüten verborgen sind

Dann ein seltenes Flamingo-Baby.

Ein grauweisser Jungflamingo steht im flachen, glitzernden Wasser einer Lagune und ruht mit tief in das weiche Gefieder des Rückens eingedrehtem Hals auf langen, grauen Beinen

Und dann echt viiiiele Flamigos. Die gibt es dort in rauhen Mengen und da die Teiche windgeschützter sind, schlafen nicht alle.

Rosa Flamingo mit zartrosa Gefieder und leuchtend roten Flügelflecken steht im flachen, spiegelnden Seewasser, während er mit dem gebogenen Schnabel nach Nahrung sucht; im dunklen Hintergrund dichter Uferbewuchs

Trotzdem schaut es lustig aus, wenn ein Flamingo Rückenwind bekommt.

Ein rosa-weisser Flamingo steht mit langen, dünnen Beinen im flachen, graubraunen Flachwasser und taucht seinen Kopf zur Nahrungssuche tief unter die Oberfläche

Man läuft den Teichen entlang und freut sich über jeden einzelnen Ausguck. Ein Fotografiebegeisterter könnte hier locker den ganzen Tag verbringen, aber man muß auch an die Mitgekommenen denken. Man sieht aber schon Leute mit den Megateleskopen, die sich mit Stativ aufstellen um den ideal ‘Schuß’ zu bekommen. Ein ca. 12jähriger rannte begeistert mit einem Mega-Tele rum, wo hinten eine kleine APS-C Kamera dran hing. Quasi Tele mit Endstück.

Ein Stelzenläufer mit schwarz-weißem Gefieder und auffallend langen, roten Beinen steht im flachen, leicht gekräuselten Wasser und taucht seinen dünnen, schwarzen Schnabel zur Nahrungssuche ein Zahlreiche rosafarbene Flamingos waten durch das flache, grünliche Wasser eines idyllischen Feuchtgebiets unter wolkenlosem blauem Himmel, umgeben von dichtem Schilf im Vordergrund und einer flachen Uferlandschaft mit niedrigen Bäumen im Hintergrund Ein Rosaflamingo mit zartrosa Gefieder und leuchtend pinkfarbenen Flügelspitzen steht im flachen, schlammigen Wasser und sucht nach Nahrung, während er sich im spiegelnden Gewässer vor einem dichten Schilfgürtel abzeichnet Ein Teichhuhn mit schwarzem Gefieder, roter Stirnblatte und gelber Schnabelspitze schwimmt in einem ruhigen Gewässer, umgeben von grünen Schilfhalmen und gelben Blüten im Vordergrund

So gut Handykameras geworden sind, da sind sie einfach verloren. Die Übersichtsfotos habe ich schon mit meiner nun veralteten Xperia 1 V geschossen (wo sie die 1 VII nach dem Produktionsproblem endlich wieder anbieten), aber solange da kein g’scheites Tele dabei ist, hilft das alles nix.

Eine Gruppe Flamingos mit weiß-rosa Gefieder und leuchtend pinkfarbenen Flügelakzenten steht auf langen, dünnen Stelzenbeinen in flachem, dunklem Wasser, während einige der Vögel ihren Hals tief ins Gefieder stecken Eine Gruppe rosafarbener Flamingos steht im flachen Wasser einer Lagune, im Vordergrund watet ein graubraun gefiedertes Flamingo-Jungtier mit gestreiftem Gefieder, eingerahmt von dichtem grünen Schilf am Ufer Ein Graureihen im weissen Jugendkleid mit dunkler Kopfzeichnung steht im seichten Wasser eines ruhigen Gewässers, umgeben von dichtem Schilf und schattigen Ufersträuchern, deren sanfte Spiegelung auf der leicht gekräuselten Oberfläche zu sehen ist

Keiner läßt mich nahe genug ran um mit einem 125er Tele (oder einem 170er wenn ich das 1 VII hätte) sinnvolle Aufnahmen zu machen. Also weiter brav meine alte RX10IV mit dabei. Die ist auch schon im 5 oder 6. Jahr dabei.

Ein Graureiher mit grau-weißem Gefieder und langem gelblichen Schnabel steht im flachen, blau-grauen Wasser eines Sees vor einem dichten Ufer aus grünem und trockenem Schilf Mehrere rosafarbene Flamingos stehen in flachem, glitzerndem Wasser, spiegeln sich in der Oberfläche und suchen mit ihren gebogenen Schnäbeln nach Nahrung

Und wenn wir schon beim Top-Shot sind. Ich glaube das ist mein bester Shot aus dem Park.

Ein Rosaflamingo mit zartrosa Gefieder und ausgebreiteten schwarz-roten Flügeln steht im flachen, dunkelblauen Wasser, umgeben von vier ruhenden Artgenossen mit langen Beinen

Man sieht auch noch einiges Blühendes und andere Kanäle. Sehr hübsch und wie gesagt, man könnte einen Tag als fotografierbegeisterte Person dort verbringen…

Dichtes Schilf mit silbrig-weichen Rispen und kräftig grünen Halmen rahmt einen ruhigen, flachen See im burgenländischen Neusiedler See-Gebiet ein, über dem sich ein strahlend blauer, wolkenloser Himmel spannt Zweig einer Raute mit dichten, reinweissen bis silbrig schimmernden, fedrig gefransten Blütenständen vor einem weich verschwommenen, warmen Naturhintergrund Ein schmaler, spiegelnder Wasserkanal zieht sich durch die weitläufige, flache Sumpf- und Schilflandschaft der Camargue mit dichten Uferbüschen, goldbraunen Halmen und einem klaren blauen Himmel Eine grosse Gruppe rosafarbener Flamingos steht im flachen, leicht gekräuselten Wasser einer weiten Lagune unter einem klaren, leuchtend blauen Himmel, umgeben von flachen Uferbereichen mit grünem Schilf und Sträuchern im Hintergrund

Als Abschluß noch ein Reiher und eine Übersicht.

Graureiher im flachen, bräunlichen Uferwasser mit grau-weißem Gefieder, schwarzer Kopfzeichnung und langem gelbem Schnabel, im Hintergrund ruhige, leicht gekräuselte Gewässeroberfläche Weitläufige Schilf- und Sumpflandschaft des Neusiedler Sees im Burgenland, eingerahmt von sattem Grün und feingliedrigem Gestrüpp im Vordergrund, unter einem tiefblauen, wolkenlosen Himmel

Der pferdebegeisterte Mensch sieht die Camargue Pferde gegenüber und sieht die überraschend günstigen Preise für 3stündige Ausritte an den Strand.

Zwei Camargue-Pferde mit weißem Fell und hellem Langhaar fressen gemeinsam Heu aus einer grossen grünen Kunststoffkiste auf einem trockenen Sandpadddock vor Schilfgürtel und klarem blauen Himmel

Danach ging es zu unserem Campingplatz, wo wir mit den Rollern nach Aiges Mortes fahren wollten, eine der größten erhaltenen Festungsstädte. Die Gegend hat genug Campingplätze, die sind jetzt aber alle zu, da die Badesaision bei 21°C wohl zu Ende ist. Also Stau durch Le-Grau-du-Roi. Aber es ist nicht alles Hollywood wo Palmen in großen Mengen zu finden sind.

Eine sonnige Asphaltstrasse verläuft geradeaus, gesäumt von schlanken Kokospalmen mit braunen Stämmen und grünen Wedeln, dichten Baumreihen, geparkten Autos am rechten Rand und einem leuchtend blauen Himmel

Dann zum Campingplatz und 1.5 Stunden für den Check-In brauchen, weil sie haben keine Ahnung welche Plätze belegt sind. Man stellt sich also an, bekommt 4 Plätze zum selbst checken, rennt in dem riesigen Campingplatz eine halbe Stunde und schaut was wirklich frei ist, stellt sich wieder in der Schlange an und bucht dann den Platz. Das war wirklich die mieseste Variante für einen Check-In, den wir weltweit gesehen haben. Das Problem der eigenen Unordnung auf die Camper abzuschieben ist schon eine sehr spezielle Manager-Idee. Ages-Mortes ist daher ausgefallen, weil es sich nicht mehr vor Sonnenuntergang ausgegangen wäre. Dafür wollten wir an den Strand. Da haben wir gelernt, daß zwar das Tor zum Strand nur 2 Geh-Minuten von unserem Platz entfernt ist, dann aber geschätzte 1-2 km am Strand bis zum Meer zurückzulegen sind. Auch eine Variante.

Weite Sanddünenlandschaft im warmen Licht der untergehenden Sonne, die einen hellen Glanz auf den welligen Sand und die karge Ufervegetation am Horizont wirft Weite, feinsandige Salzwüste mit hellen Sanddünen, buschiger Vegetation und Fußspuren im Vordergrund unter einem klaren, blauen Abendhimmel am Horizont

Wir können daher den Campingplatz weder für eine Nacht noch für einen Sommerurlaub empfehlen. Ach ja auch spannendes Detail, das wir so noch nie gesehen haben. Es gibt kein Klopapier auf den WCs, es gibt genau einen kleinen Spender mit Klopapier am Eingang zum Klo-Haus. Da kann man sich (so etwas da ist) mitnehmen zum Klo…