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Die Vorbereitungstage

Neu ist in diesem Jahr, dass ich mir zwei Tage mehr Urlaub genommen habe, um die Vorbereitungen in aller Ruhe erledigen zu können. Anders hätte ich meinen Urlaub dieses Jahr gar nicht wegbekommen. Die zwei Tage sind aber echt nicht zu kurz, denn es gibt einiges zu erledigen: Anmeldungen, Versicherungen und US-SIM-Karten. Hier nur ein paar Highlights, die vielleicht auch anderen das eine oder andere erleichtern:

SIM-Karten für die USA

Da wir dieses Jahr eher State- und Nationalparks nutzen werden – KOAs sind sehr teuer geworden, für RVs ist es noch teurer – wird es auch mit dem kostenlosen WLAN nicht viel werden. Daher sind wir auf Mobilfunk angewiesen. Die Angebote der drei Anbieter sind für diesen Zweck echt schlecht. Also holen wir uns gleich eine SIM-Karte aus den USA. Nach einigem Chatten mit meiner KI werden USmobile oder Nomad empfohlen. Nomad hat aktuell ein Angebot für 50 GB über 30 Tage. USmobile verlangt für unbegrenztes Datenvolumen nur 25 $ und bietet zwei Netzwerke gratis zum Testen an. Wir haben uns daher für USmobile entschieden. Ich kam bis zur Bestellung, dann wurde diese ohne Angabe von Gründen storniert. Kurz gesagt, es gefällt ihnen nicht, dass meine Kreditkarte keine Rechnungsadresse liefert. Wir hätten jetzt zu Nomad gehen können, aber da Frank so nett war, die SIM-Karten für uns zu bestellen (DANKE!), haben wir schon zwei QR-Codes und echte US-Telefonnummern!

Versicherungen

Da die europäische Krankenversicherung in den USA nichts zahlt, braucht man eine eigene. Hier muss man genau zwischen Reiseschutzversicherungen und Krankenversicherungen unterscheiden. Eine Krankenversicherung ohne Deckungslimits bekommt man schon für 95 € pro Jahr für zwei Personen. Wenn wir beim gleichen Versicherer den Reiseschutz wählen, der eine kleine Gepäckversicherung, Haftpflicht etc. beinhaltet, sind wir bei 340 € nur für die eine Reise. Die Frage ist also: Was fehlt mir, wenn ich die 95 € nehme? Die Haftpflichtversicherung ist ohnehin in der Haushaltsversicherung enthalten (weltweit bei uns). Es bleiben noch Kleinbeträge für das Gepäck und Bergungskosten. Wir werden aber sicher nicht irgendwo verloren gehen und gesucht werden müssen. Wenn wir uns im Outback verletzen, werden die Transportkosten zum Krankenhaus von der Krankenversicherung übernommen.

Daher: Lese genau und spare Geld …

US Grenzspiele

Das ESTA-Verfahren ist noch viel spannender geworden und enthält neben einem hochzuladenden Passfoto auch ein Selfie, das sich davon unterscheiden muss. Mach mal ein Selfie, damit sie zufrieden sind. Das dauert. Damit man das bei den Einreiseautomaten nicht wiederholen muss, kann man sich freiwillig eine Handy-App installieren, in der man die Übung quasi schon vorher macht und dann nicht bei den Automaten stehen muss. Ob man eine US-App auf seinem Handy haben möchte, ist eine andere Frage. Und natürlich kann man auch eine Variante mit erweiterten Rechten kaufen, wenn man das möchte. Das Gute an der Übung: MPC (also die Vorregistrierung) ist für US-Staatsbürger und ESTA-Berechtigte erlaubt und gilt als eigene Warteschlange. Das bedeutet, dass Astrid und ich zur Abwechslung zusammenbleiben können. So die Theorie, die es zu prüfen gilt.

Transfers

Da wir weder eine US-Lyft- noch eine US-Uber-App haben und natürlich auch keine Bewertungen, ist das eher schwer. Taxis sind in den USA nicht billig. Was also als armer Österreicher tun? Booking.com bietet die Kategorie „Flughafentaxi” an. Aber Achtung: Da kann man beliebige Start- und Zielorte angeben. Wenn man bereits ein Hotel gebucht hat oder einen genius-Level erreicht hat, gibt es auch noch Rabatt und man kommt ohne Probleme zu günstigeren Transfers. Das hat auch schon in Singapur hervorragend geklappt.

Gepäck

Wie schon bei unserer letzten Reise in die USA verzichten wir auf aufgegebenes Gepäck und reisen nur mit dem Rucksack. Das spart nicht nur die Gepäckkosten, die nicht mehr billig sind, sondern auch stundenlanges Warten am Flughafen, wie es beispielsweise in Los Angeles üblich ist. Wenn man in den USA einkauft, kann man immer noch Gepäckstücke für den Rückflug kaufen. Diese sind bei Ross z. B. nicht teuer. In den ersten Tagen kann man sich neu einkleiden. Spezielle Dinge muss man nicht lange in Geschäften suchen, sondern kann sie schon zu Hause bei Amazon kaufen und an einen Locker schicken lassen. So erwarten einen die Dinge schon, wenn man vor Ort ist.

Windows arm64

Nachdem es kurz so ausgesehen hat, als würde Microsoft den ARM64-Support wieder einstellen, wird dieser nun zum Normalbetrieb. Der Druck auf die Softwarehersteller ist daher größer geworden. Man kann einige bekannte Apps nun nativ für arm64 erhalten. Darunter:

  • Irfanview: noch nicht auf der Hauptseite, aber existent
  • VLC: man muß beim Dropdown extra arm64 wählen.
  • Powershell: Achtung, winget spinnt hier rum, man muß explizit winget install|upgrade Microsoft.Powershell –a arm64 anfordern.

Also happy upgrading (von unserem Tablet).

Neues Notebook

Natürlich muss auch das neue Notebook installiert und eingerichtet werden. Man hat ja sonst nichts zu tun. Ich hoffe, das Gerät ist noch besser als das alte Dell Precision 5570. Es ist ein bisschen dicker, hat aber wieder mehr Anschlüsse und natürlich mehr Power. Es ist ein Dell Precision 7 16. Dazu kommt noch eine Technikspielecke, wenn ich damit ein bissl was gemacht habe.

Check-in

Bisher konnte man entweder einen Sitzplatz kaufen oder beim Check-in (24 Stunden vorher) einen kostenlosen aussuchen. Als nächsten Verbesserungsschritt haben sie beim Aussuchen die besonders begehrten Plätze (fußfrei, 2er-Sitz etc.) ausgeschlossen. Und wie ist es nun bei Austrian? Sie zeigen dir die automatisch gewählten Plätze beim Check-in an. Wenn du irgendeinen anderen willst, musst du zahlen. Man kann wohl mit allem Geld verdienen.