Massives, helles Steintor mit schwarzen Gittertoren, flankiert von verzierten Pfeilern im Schatten uralter, bemooster Eichen, von deren Ästen grauer Spanischer Moos hängt

Buc-ees, Wormsloe SHS und Fort Pulaski NM

Astrid hatte angst keinen Buc-ees zu bekommen und heute haben wir schon den dritten gefunden. Und dann ging es eigentlich erst los.

Der Tag begann wolkenlos und so bin ich noch schnell herumgelaufen um das eine oder andere Fotos nachzuholen.

Ein weisses Wohnmobil mit auffälligem Wüsten-Aufdruck steht auf einem schattigen Stellplatz unter hohen, schlanken Kiefern auf einer grünen Wiese, während im Hintergrund ein weiteres Freizeitmobil unter strahlend blauem Himmel parkt Mächtige Virginia-Eichen mit grauen Bartflechten hängen tief über eine schattige Wiese, während im Hintergrund der Blick durch schlanke Stämme auf das blaue Wasser eines Flusses fällt Mächtige Eichen und Pinien mit graugrünen Spanischen Moos-Geflechten in einer lichten Waldlandschaft, deren dunkle Stämme in den hellblauen Himmel ragen und lange Schatten auf den grasbewachsenen Boden werfen

Kaum auf der Interstate gingen die Buc-ees Werbungen wieder los und wir fanden heraus, daß es in Georgia noch einen Buc-ees gibt. Also auch dort gehalten, Essen gefaßt und getankt.

Bronzene Biber-Statue mit Schiebermütze auf einem großen Sternpflaster vor der beigen Natursteinfassade eines grossen Gebäudes unter klarem blauem Himmel

Savannah war auch bald erreicht und wir haben uns entschlossen einfach mal was ganz anderes zu machen und wir haben die Wormsloe State Historic Site besucht.

Die Geschichte von Wormsloe beginnt im Jahr 1733, als die britische Kolonie Georgia noch so frisch war, dass man kaum von einer „alteningesessenen Bevölkerung“ sprechen konnte. Einer der ersten Siedler war Noble Jones, ein Handwerker, Arzt, Vermesser, Soldat und offenbar jemand, der niemals langweilig war. Kurzum: die Art von Mensch, die in einer modernen Stellenbeschreibung mindestens fünf Vollzeitjobs gleichzeitig ausfüllen würde.

Der Name „Wormsloe“ stammt nicht aus Georgia, sondern aus England. Noble Jones benannte sein Anwesen nach seiner Heimatregion, dem Wormelow Hundred in der Grafschaft Herefordshire. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus die Schreibweise „Wormsloe“; US Amerikaner und Rechtschreibung.

1736 erhielt Jones Land auf der Isle of Hope südlich von Savannah. Statt dort einfach einen gemütlichen Bauernhof anzulegen, baute er zunächst ein befestigtes Haus. Das war keine Übertreibung, denn die junge Kolonie fürchtete jederzeit einen Angriff der Spanier aus Florida. Wormsloe war also ursprünglich weniger ein idyllisches Landgut als vielmehr eine Mischung aus Bauernhof, Festung und Wachposten.

Die Gefahr einer Invasion blieb aus, und so entwickelte sich Wormsloe Schritt für Schritt zu einer Plantage. Über Generationen hinweg vergrößerten die Nachkommen von Noble Jones den Besitz. Es entstanden Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude, eine Bibliothek und weitere Anlagen. Aber im Gegensatz zu anderen Plantagen ist das Haupthaus immer noch im Privatbesitz und daher nicht zugänglich. Was aber zugänglich ist, ist die angeblich längste erhaltene Eichenallee der Welt mit 1.5mi Länge. Und die ist das eigentliche Hauptstück.

Mächtige Virginia-Eichen mit dunkelbraunen, knorrigen Stämmen spannen ein dichtes Blätterdach über eine helle Sandstraße, während Sonnenlicht und feine Schattenmuster den Weg durchqueren Eine von mächtigen Eichen und tief hängendem Spanischem Moos gesäumte Schotterallee, deren dunkelbraune Stämme und grünes Blätterdach ein schattiges Tonnengewölbe über dem hellen Weg bilden

Die berühmte Eichenallee entstand jedoch nicht zusammen mit dem ursprünglichen Wormsloe des 18. Jahrhunderts. Erst spätere Generationen der Familie formten den Zufahrtsweg zu jenem grünen Tunnel aus mächtigen Live Oaks, der heute zu den bekanntesten Fotomotiven Georgias zählt.

Aber zurück an den Start. Nach dem üblichen Zahlstein kann man zu Fuß zur Allee gehen und dort das alte Einfahrtshaus und das Einfahrtstor bewundern.

Allee aus massiven Virginischen Eichen mit dunkelbraunen, knorrigen Ästen und langen, herabhängenden spanischen Moospolstern, die über einem hellen Sandweg ein dichtes Blätterdach bilden, durch das Sonnenlicht schattige Muster wirft Massives, helles Steintor mit schwarzen Gittertoren, flankiert von verzierten Pfeilern im Schatten uralter, bemooster Eichen, von deren Ästen grauer Spanischer Moos hängt Eingeschossiges, dunkelbraunes Holzhaus mit grauem Schindeldach und weisser Veranda, eingerahmt von üppigem Grün, Sträuchern und massiven, moosbewachsenen Eichenästen im strahlenden Sonnenschein

Man kann nun entweder 1.5mi zu Fuß gehen, oder 10$ pro Rad und 2 Stunden zahlen oder den gratis Traktor-Shuttle nutzen. Wir haben (wenig überraschend) letzteres getan. Das Museum am anderen Ende der Allee verdient den Namen nicht, wir haben den Fußweg zum alten Haus der Jones genommen. Trotz der festungsartigen Bauweise ist nicht gar arg viel erhalten.

Historische Coquina-Ruinen einer Zuckerfabrik im dichten, von spanischem Moos behangenen Küstenwald unter strahlend blauem Himmel, eingefasst von einer niedrigen rotbraunen Absperrung

Der Blick auf den Fluß ist wenigstens nett.

Massive Eichen mit herabhängendem spanischem Moos rahmen einen ruhigen Flusslauf ein, während sattgrüne Ufervegetation und flaches, von der Sonne beschienenes Wasser die sommerliche Naturlandschaft prägen Ein malerischer Flusslauf schlängelt sich durch ein weites, von saftig-grünem Schilf gesäumtes Sumpfgebiet, umgeben von dichtem Waldrand im Hintergrund und einem strahlend blauen Himmel mit sanften weißen Wolken

Damit zurück über den Fußweg zum Traktor-Shuttle …

Alleenbäume mit dunkelbraunen, geschwungenen Stämmen und dichtem, grauen Spanischen Moos, das von den Ästen hängt, rahmen einen schmalen Schotterweg ein, während Sonnenlicht durch das Blätterdach auf die grüne Wiese fällt

… und damit wieder am Anfang der Übung. Zusammengefaßt eine wirklich beeindruckende Eichenallee, super spanish moss, das intensiver wird, desto näher man an den Fluß kommt. Sehr nette kurze Spaziergänge, aber eigentlich nichts, was das historic begründen würde.

Weiter ging es zum Ft. Pulaski NM. Wobei sie schon auf der Straße dahin offenbar recht eindeutig festhalten wollen, daß man da lieber nicht überholen sollte.

Blick aus dem Wohnmobil durch die Windschutzscheibe auf eine schnurgerade Asphaltstrasse mit leuchtend gelben Bodenmarkierungen in einer flachen Sumpflandschaft unter klarem blauem Himmel

Da das Fort ein NM ist, hatten wir die Hoffnung, wir können unseren Nationalpark-Paß endlich auch nutzen, aber Pech gehabt: Heute war Gratis-Tag. Nach der Fahrt über die Brücke erreicht man bald den Parkplatz, wo man schon erste Eindrücke des Forts bekommt.

Schwarze Gusseisenkanone mit grossem Speichenrad auf gepflegter Grünfläche vor historischer Rundbastion aus Ziegelstein und schlanken Palmen unter klarem blauem Himmel Fort Jefferson mit seiner markanten ziegelroten Backsteinmauer und dem grasbewachsenen Wallgraben, umgeben von gepflegten Rasenflächen, Palmen und klarem Wasser unter strahlend blauem Himmel Historische Backsteinfestung mit massiven, grasbewachsenen Erdwällen, die von einem wassergefüllten Burggraben umgeben sind, unter einem klaren blauen Himmel

Mitten in den Salzmarschen zwischen Savannah und Tybee Island steht eine der beeindruckendsten Festungen der amerikanischen Ostküste: Fort Pulaski. Die gewaltige Ziegelanlage wurde nach dem Krieg von 1812 errichtet, um den wichtigen Hafen von Savannah vor feindlichen Kriegsschiffen zu schützen. Der Bau begann 1829 und dauerte ganze 18 Jahre. Rund 25 Millionen Ziegelsteine wurden verbaut, und die bis zu elf Fuß dicken Mauern galten als praktisch uneinnehmbar. Selbst der junge Ingenieuroffizier Robert E. Lee, der später als General der Konföderierten berühmt werden sollte, war an den frühen Bauarbeiten beteiligt.

Benannt wurde das Fort nach Casimir Pulaski, einem polnischen Offizier, der im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf Seiten der Amerikaner kämpfte und als Vater der US-Kavallerie gilt.

Man beachte auch, daß die heutige Variante mit den Erdhügeln erst nach dem Bürgerkrieg und dem Niedergang der Festung entstanden ist. Davor war der Platz mit Häusern und Versorgungseinrichtungen. Warum sich das geändert hat, kommt später.

Weitwinkelaufnahme von Fort Pulaski mit roten Ziegelsteinmauern, umlaufendem Wassergraben und begrünten Wallanlagen, verbunden durch eine hölzerne Brücke vor klarem blauem Himmel Grabungsähnlicher Hügelgräber-Eingang mit massiven, grauen Betonwänden, einer dunklen Holztür und eisernen Beschlägen, eingebettet in einen saftig grünen Wiesenhang unter leuchtend blauem Himmel Lange, massive Festungsmauer aus rotem Ziegelstein mit schmalen Schießscharten, umgeben von einem grasbewachsenen Wall, einer kreisrunden Geschützstellung und einem Wassergraben unter klarem blauem Himmel Weitwinkelaufnahme der massiven Ziegelmauern von Fort Pulaski mit rötlich-braunem Mauerwerk, umgeben von einem wassergefüllten Burggraben, einer hölzernen Zugbrücke zum Eingangstor und saftig grünen Rasenflächen unter strahlend blauem Himmel

Das Fort war mit Kanonen gespickt und wenn man fragt, wie kamen die auf die Festungsmauern, dann wird es mühsam. Die Soldaten haben ‘einfach’ eine Rampe geschaufelt und haben die Kanonen raufgezogen. Stück für Stück. Dafür haben sie mehrere Hundert Leute gebraucht. Pferde oder Ochsen hatten sie dort keine, weil die auf dem feuchten Boden nicht zu gebrauchen waren.

So lange kein Bürgerkrieg war, war es im Fort ganz ok. Manche Offiziere haben ihre Frauen nachkommen lassen. Die Räume unter der Festung wurden entsprechend ausgebaut.

Ein historischer Materialraum im Fort Pulaski mit hellen, gewölbten Wänden, dunklen Holzböden und langen Holzregalen, gefüllt mit Ausrüstungsgegenständen wie Seilen, Laternen, Fässern und Werkzeugen Geräumiger Schlafsaal einer historischen Station mit gewölbter weißer Decke und Holzdielenboden; im Raum stehen mehrere hölzerne Feldbetten, ein Kamin, ein antiker Schreibtisch mit Regalaufbau sowie zwei kleine Tische mit Stühlen

Das Problem waren aber die Kanonen. Die damaligen Kanonen konnten bis zu einer Meile schießen, dann war Schluß. So kam es zum Bürgerkrieg, die Festung wurde außen belagert. Keiner konnte rein, es konnte aber auch keiner raus. Sie haben daher die Soldaten mit Baseball oder Musikkapellen bei Laune gehalten. Bis ein Mr. James auf die Idee kam, man kann al,te Kanonen mit einem ‘Zug’ versehen. Dann schießen sie nicht runde Kugeln, sondern längliche doppelt so schwere Geschosse. Und das haben die Angreifer genutzt. 10 umgebaute Kanonen und ein paar gleich mit neuer Technik gebaute Kanonen wurden aufgestellt und sie haben die belagerten freundlich gefragt, ob sie nicht einfach aufgeben wollten. Die haben gelacht. Bis die Belagerer aus sicherer Entfernung mit doppelt so schweren Kugeln auf die Mauern geschossen haben. Und binnen 30 Stunden war die Mauer hin und die Pulverkammern quasi offen. Das war es für das Fort.

Historischer Kasemattenraum mit hellem Holzboden, weiss und rot gefleckten Ziegelwänden sowie tiefen Rundbogenfenstern, davor schlichte Holzbänke Schwarze Kanone auf einer gusseisernen Lafette im holzgetäfelten Kasemattenraum einer historischen Festung, umgeben von weiss getünchten Backsteinwänden mit roten Ziegelakzenten und Gewölbebögen Blick aus dem schattigen Backsteingewölbe von Fort Pulaski auf einen sonnigen, grünen Innenhof mit historischer Kanone, wehender US-Flagge, zentralem Laubbaum und historischer Kasemattenarchitektur unter klarem blauen Himmel Historische Festungsanlage mit einer Flucht aus massiven, rot-weiss gemauerten Ziegelgewölben, historischen Geschützen auf hölzernem Dielenboden und hellem Sonnenlicht, das tiefe Schatten wirft

Die Nordstaatenkämpfer bauten das Fort wieder auf und bauten die Erdhügel. Da drunter waren die Pulverkammern versteckt, weil das weiche Erdreich auch die schweren Geschosse gedämpft hat.

Schwarze Vorderladerkanone mit olivgrüner Lafette und hölzernen Speichenrädern auf einer hölzernen Plattform vor einer niedrigen Backsteinmauer, im Hintergrund weite grüne Wiesenlandschaft unter blauem Himmel Blick auf das weitläufige, von roten Backsteinmauern umgebene innere Gelände des Historic Fort Zachary Taylor mit einer grossen Wiese, einem mächtigen grünen Laubbaum und einer historischen Kanone auf einer hölzernen Plattform im Vordergrund unter wolkenlosem blauem Himmel Eine historische Kanone mit schwarzem Gusseisenrohr und olivgrüner Holzlafette steht auf einer hölzernen Plattform einer weitläufigen historischen Festungsanlage aus rotem Backstein mit grünem Innenhof unter strahlend blauem Himmel

Damit gab es mitten im Südstaatengebiet eine Nordstaaten Festung. Das war für die örtlichen Sklaven das bevorzugte Ziel, weil wenn es ein Sklave dorthin geschafft hat, war er frei. Nordstaaten hatten keine Sklaven.

Blick von einer historischen Betonfestung über eine weite, leuchtgrüne Wiesenfläche und flaches Marschland bis zum fernen, dunkelblauen Ozean unter einem wolkenlosen Sommerhimmel Blick von den historischen Backstein- und Betonruinen einer Festung über eine grüne Wiesenlandschaft mit einzelner Palme, flacher Küstenvegetation und dem blauen Ozean im Hintergrund

So wurde das Fort erstens eine Darstellung, wie  moderne Technik im Prinzip alle Forts in kürzester Zeit sinnlos werden ließ und wo in der Nachnutzung ein Gebiet extrem für die Geschichte der Sklaven wichtig wurde.

Drei historische Schiffsgeschütze in dunklen Grautönen stehen auf drehbaren Lafetten hinter einer roten Backsteinmauer einer historischen Festungsanlage, verbunden durch einen gepflasterten Ziegelweg und umgeben von sattgrünem Rasen unter einem leuchtend blauen Himmel Eine geschwungene, dunkelrote Backsteinmauer und eine schlanke Palme auf saftig grünem Rasen, flankiert von Picknickbänken, einem geschotterten Spazierweg und dem klaren blauen Himmel im Hintergrund

Das Fort ist seit über 100 Jahren unter Denkmalschutz und ist das zweitbeste erhaltene Fort. Eine nette Geschichte hat sich deutlich später zugetragen, wo das einfache Winken aus Langeweile berühmt wurde.

Die historische Person war Florence Martus (1868–1943). Sie lebte mit ihrem Bruder, einem Leuchtturmwärter, auf Elba Island im Savannah River. Von dort aus konnte sie alle Schiffe sehen, die Savannah anliefen oder verließen. Zwischen 1887 und 1931 begrüßte sie vorbeifahrende Schiffe mit einem Taschentuch am Tag und einer Laterne in der Nacht. Nach zeitgenössischen Berichten soll sie das 44 Jahre lang getan haben.

Das Besondere daran: Die Seeleute kannten sie weltweit. Viele Kapitäne hielten Ausschau nach ihr und antworteten mit einem Signalhorn. Irgendwann wurde sie in den Häfen der Welt einfach als die „Waving Girl“ bekannt.

Wir haben uns danach in Richtung SP aufgemacht, wo wir einen Platz gebucht hatten. Auf dem Weg fanden wir noch andere Eichenalleen, die wirklich hübsch sind.

Einfahrt in eine von mächtigen Eichen gesäumte, schattige Allee mit tief hängendem spanischem Moos, während eine schmale asphaltierte Landstrasse mit doppelter gelber Fahrstreifenbegrenzung durch dichte grüne Vegetation in die Ferne führt

Der SP (Skidaway Island) ist ebenfalls genial bewaldet und wir genossen den Rest des Tages mit Abendessen aus der Ninja.

Ein weisses Wohnmobil mit grossflächiger Wüsten- und Kakteen-Seitenbeklebung parkt auf einem schattigen Stellplatz unter hohen, moosbehänge Eichenbäumen im lichten Wald

An dem Abend begann einmal mehr das Platz suchen, denn das Wochenende ist immer überall gut gebucht.