Laut KI sollte das der letzte sommerliche Tag vor der Schlechtwetterfront sein. Also wollten wir den am Blue Ridge Pkwy (NP) verbringen. Was für ein guter Plan.
Der Tag begann wie versprochen sonnig und warm. Was für hübscher Platz.

Wir sind bei Sonnenschein in Richtung Blue Ridge Pkwy. gefahren und haben noch bei Taco Bell gebrunched. Es war warm und echt schön wie versprochen. Über den Bergen sah man aber ein paar Wolken.

Gleich nach der Auffahrt in Fancy Gap auf den Pkwy. hat es ein wenig gespritzt und es sind überraschend viele Wolken rumgezogen. Für die, die den Pkwy. noch nicht kennen, die Kurzfassung:
Heute gilt der Blue Ridge Parkway als „America’s Favorite Drive“, aber ursprünglich entstand die berühmte Straße aus einer Krise. In den 1930er-Jahren steckte die USA mitten in der Großen Depression. Millionen Menschen waren arbeitslos, und die Regierung von Präsident Roosevelt suchte nach Projekten, die Arbeitsplätze schaffen konnten. Die Idee: Eine spektakuläre Panoramastraße sollte die beiden jungen Nationalparks Shenandoah National Park in Virginia und Great Smoky Mountains National Park in North Carolina verbinden. Also nicht Arbeitslosengeld herschenken, lieber Leute für Arbeit bezahlen und etwas bleibt davon übrig.
1935 begannen die Bauarbeiten. Hunderte Arbeiter räumten Wälder, sprengten Felsen und formten eine Straße, die nicht möglichst schnell, sondern möglichst schön sein sollte. Statt direkt von A nach B zu führen, schlängelt sich der Parkway über Bergkämme, an Wasserfällen vorbei und durch einige der beeindruckendsten Landschaften der Appalachen.
Der Bau zog sich allerdings über Jahrzehnte hin. Immer wieder gab es Streit um die genaue Trassenführung, Grundstücksfragen und Finanzierung. Erst 1987 wurde mit dem berühmten Linn Cove Viaduct in North Carolina die letzte Lücke geschlossen. Die elegante Brückenkonstruktion schmiegt sich förmlich an den Grandfather Mountain an und gilt bis heute als Meisterwerk der Straßenbaukunst. Ich war 2007 (also auch schon 30 Jahre nach Fertigstellung) zum ersten mal dort.
Der Parkway ist mehr als nur eine Straße. Er ist zugleich Nationalpark, Freilichtmuseum und Naturschutzgebiet. Entlang der 469 Meilen (755 Kilometer) bewahrt er historische Farmen, Mühlen, Blockhäuser und Erinnerungen an die Menschen, die seit Jahrhunderten in den Bergen der Appalachen leben. Auch die Kultur der Cherokee und die Geschichte früher Siedler werden hier sichtbar.
Bei der Mühle ist die Sonne wieder rausgekommen. Leider ist der Teich vor der Mühle zugewachsen und die schöne Spiegelung ist nicht mehr da (das zweite ist von meiner Web-Seite aus dem Jahr 2007).

Kurz darauf sind wir auf einem Parkplatz von sehr ungestörten Rehen gebremst worden.

Es wechselten sich kurze sonnige Abschnitte mit stark bewölkten oder regnerischen ab. Wir haben wieder die Action-Cam vorne drauf gehabt und hier gibt es ein paar Schnappschüsse daraus.

Obwohl es schon einige Generationen der Action Cam neuer gibt, bin ich mit der DJI Action 3 noch sehr zufrieden.

Astrid hat auch brav mit dem Handy geschossen, aber das RV macht es einem nicht leicht und die immer wieder nasse Windschutzscheibe ist auch keine Hilfe.

Dann hat es jedoch ganz zugezogen und der Wetterbericht sprach von heftigen Gewittern in Roanoke. Also haben wir abgebrochen und sind durch spannendes Hinterland auf größere Strassen gekommen. Bald zeigte sich auch wieder die Sonne.

Über dem Camp Creek Statepark (unser Übernachtungsplatz) wolkte es aber wieder heftig. Wir sind nach dem Checkin nur kurz zum Platz und dann zum Wasserfall. Da donnerte es schon heftig und nach wenigen Metern zu Fuß in Richtung Wasserfall tröpfelte es schon.

Wir haben daher den Wasserfall auf den nächsten Tag verschoben und kamen bei Regen am Platz an. Und dann ging es auch schon los:
Daher in Zusammenfassung: Die Kaltfront kam wohl einen halben Tag früher und aus dem herrlichen Sommertag wurden ein paar Stunden Sonne in der früh. Zum Glück waren wir nicht im Zelt unterwegs, weil das Gewitter war nicht mehr harmlos.