Nach dem langen gestrigen Abend ging es nach dem Ausschlafen zum US Space and Rocket Museum, das wir zwar schon hatten, aber eben vor längerer Zeit.
Von unserem Lieblings KOA war es nur eine gute Stunde zum Museum. Schon beim Ankommen habe ich bemerkt, da habe ich etwas verwechselt. Es ist schon auch ein cooles Museum, aber nicht das, was ich geglaubt habe.

Das Museum ist nicht besonders groß, der Eintrittspreis dafür schon. Gleich nach dem Bezahlen fand Astrid das Planetarium und schon hatten wir auch Karten und Popcorn. Die Show erklärte einige Grundlagen unseres Sonnensystems und der Laserprojektor war echt gut. Bei den Schwenkfahrten wird man wieder seekrank. Das macht Astrid aber nichts aus.
Nach dem Planetarium ging es durch die Halle der Experimente und Memorabilien: Von TV Aufzeichnungen, über Dinge die im All waren und alten Raumanzügen.

Es gibt auch jede Menge Raketenmotoren zu sehen. Wenig aufbauend ist, daß sie eigentlich nie rausgefunden haben, wie man mit Turbulenzen und Instabilitäten umgehen kann oder sie gleich vermeiden kann. Sie fanden durch reines Probieren, daß eine Siebplatte es zumindest so stabilisiert, daß die Rakete nicht einfach abbricht.

Weil NASA nicht wirklich was auf die Reihe bringt, arbeitet jetzt ein privates Konsortium an einer neuen Space-Station. Aber auch die verschieben ständig ihre Termine nach hinten.

Der bekannteste Teil des Museums ist das Spacecamp für Jugendliche. Wenn man genug Geld hat, kann man da ein bißl Weltraum trainieren. Unter anderem in einem Wassertank zur Simulation von Schwerelosigkeit.

Damit ging es in den Rocket Garden. Da stehen einige alte Raketen mit Beschreibung rum.

In der Hallo liegt eine vollständige Saturn V Rakete. Gut geschützt aber eng zum Fotographieren.

Ach ja eng: Man kann auch versuchen sich in eine Kapsel zu zwängen. Das ist schon ohne Anzug knapp.

Entlang der Saturn V finden sich noch ein paar kleinere Ausstellungsstücke. Raketenmotoren z.B.

Mit waagemutigen Verrenkungen und Weitwinkel kommt man auch zu Saturn V Teilen… Man steht i.A. drunter.

Auch in dem Museum befindet sich eine echte Mondkapsel, die es zurück geschafft hat.

Man lern auch, daß man nicht immer auf den Erhalt von Sachen aus war. Astronauten am Mond mußten zur Sicherheit in eine Quarantäne-Station, damit sie nichts einschleppen. Der Name Quarantäne-Station ist ein wenig hoch gegriffen, es war ein umgebauter Air-Stream Wohnwagen. Apollo 13 brauchte seinen nicht, weil sie nie am Mond waren, andere wurden einfach hergeschenkt. Den in Huntsville ausgestellten hat jemand durch Zufall an einem Fischteich wieder gefunden und sie haben ihn aufwändig restauriert.
Beim Ausgang aus der Halle noch ein paar Saturn V Versuche.

Dann wieder durch den Raketengarten zurück zum Hauptgebäude.

Das ganze Museum ist stark auf Kinder ausgerichtet. Daher auch ein großer Spielplatz. Die Schilder sind alle kreativ.

Damit blieb noch das erhaltene Orbiter-Modell übrig, daß sie für die ersten Tests bei Transport und Verladung genutzt haben. Wenn ihnen das runtergefallen wäre, wäre es billiger als ein Original gewesen. Aber da haben sie ja auch zwei ‘verloren’.

Zum Üben für den Landegleitflug haben sie eine einfache Golf Stream so umgebaut, daß sie zur Steuerung auf einer Seite die Instrumente und Bedienungsmöglichkeiten eines Orbiters hatten. Damit konnten die Leute die Landung üben.

Damit waren wir durch. Wir sind noch schnell zu einem Publix einkaufen gefahren, denn am Abend wollten wir in der absoluten Einsamkeit des höchsten Punktes Alabamas übernachten. Und yeah, der Publix hatte eine Parkgarage. Also Street-Parking mit einem RV.

TomTom wollte wieder unbedingt Interstate düsen, weil es schneller ist, wir mußten vor der Schließzeit beim Statepark sein. Ich glaube immer noch, TomTom (und Google) schätzen die Zeiten auf normalen Highways falsch ein. Es war dann erholsam die Straße rauf zum Statepark zu fahren.

Die Dame beim Einchecken ist scheinbar sehr einsam, weil sie hat nicht zu Reden aufgehört, sodaß es dann schon wirklich dunkel war, bis wir am Platz waren. Aber da hatten wir einen Schockmoment.

Offenbar hat uns jemand an dem Tag angefahren und hat sich still und heimlich verdrückt. In Frage kommen der Parkplatz des Museums, Streetparking bei Publix und der Parkplatz vom Statepark… Den Rest des Abends haben wir mit nahezu keinem Empfang verbraucht, um die Versicherungsmeldungen zu machen. Das wird noch viel Spaß machen…