Ganz prinzipiell ließe sich diese Route komplett auf einer Interstate runterkrubeln und wäre so garnicht einmal so lange. Da das aber irgendwie fad ist und ich Berge lieber befahre als von unten anzuschauen, habe ich auf dieser Strecke eine ‘Sonderprüfung’ eingebaut und bin kurzerhand über Aspen gefahren:
Die erste Strecke bis zur Abzweigung nach Aspen ist kurvenreiche aber doch normale Interstate. Recht enttäuschend verläuft die Fahrt bis Aspen, denn das ist eine 4spurig ausgebaute Quasiautobahn. Aspen selbst hat auch so garnichts mit dem zu tun, was ich mir unter einem noblen Skiort vorstelle: Eigentlich liegt es in einem flachen Tal, hie und da sieht man einen Schlepplift. Die Häuser sind nicht irgendwie besonders. Ein ganz klein wenig erinnert Aspen an Big Bear, aber das unscheinbare Big Bear ist hübscher. Hier ein Blick auf einen der wenigen Skihänge:
Schon ein wenig enttäuscht, ging es nach Aspen auf den Independance Pass zu. Doch kaum hat man Aspen verlassen, schon wird es hübsch: Die Straße verengt sich zu einer normalen Landstraße und links und rechts der Straße kommt mehr Natur auf:
Selbst hübsche Blumen wachsen quasi am Straßenrand:
Die Straße sieht dabei ‘normal’ aus:
Desto höher es hinaufgeht, desto schmäler wird die Straße:
Eine gute Gelegenheit um ein Foto von ‘meinem’ Auto vor netter Kulisse zu machen:
Ein längeres Stück folgt die Straße einem Tal, das von einem rauschend Bach durchflossen wird:
Gegen Ende des Tales wird die Straße so schmal, daß es ein single track wird und natürlich durfte ich ein Stück im Retourgang auf den Abgrund zufahren, weil mir ein paar Autos entgegenkamen. Danach scheint es bei leichtem Gefälle so, als hätte man den Pass schon hinter sich gebracht. Seltsam wäre nur gewesen, daß weit und breit kein Schild von einer Passhöhe zu sehen war.
Das klärt sich aber bald, denn dann sieht man eine Passanfahrt, die der des Glacier NPs sehr ähnelt:
Schon nach ein paar Metern geht es mächtig rauf. Ein Blick zurück ins Tal zeigt den Höhenunterschied:
Oben angekommen traute ich meinen Augen nicht: Da stand doch tatsächlich 12095ft (knappe 3700m). Uuups, doch recht hoch. Der Pass selbst ist aber ein eher flacher Sattel (im folgenden der Blick auf die Abfahrtsseite):
Die ersten paar Meter gehen dort flott runter, danach folgt die Straße wieder einem Bach:
Viele Meter weiter unten noch sind die Bäume ziemlich gelb. Da muß es ordentlich frisch gewesen sein:
Die Passstraße mündet bald in einen Highway, der in nordsüdlicher Richtung verläuft. In Richtung Norden (wieder zurück zur Interstate) überquert man noch einige Hügel:
Auf der Interstate kommt man gerade noch dazu, den letzten Pass mitzumachen. Und der hat es in sich. Besonders, wenn dort schon seit längerer Zeit eine Baustelle für zusätzliche Herausforderungen sorgt. Oben angekommen geht es durch einen ziemlich langen Tunnel, der zunächst ganz harmlos aussieht:
Im Tunnel möchte ich lieber nicht wissen, wie es mit der Sicherheit aussieht. Ich sehe keine Fluchtwege, keine Notfallsbuchten, kein nix:
Der restliche Weg durch Denver zu unserem Campingplatz im Osten verlief ohne Stau bestens.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Denver in den botanischen Garten.