Letztes Jahr war es schon extrem schwierig an Benzin heranzukommen, denn die lieben Leute in den USA haben noch nichts von einem PIN-Code bei Kreditkarten gehört. Um aber trotzdem etwas an Sicherheit zu gewinnen, wird man immer häufiger an der Zapfstelle (ja, auch ganz besonders bei Shell!) nach dem ZIP Code seiner Rechnungsadresse gefragt. Weil aber in Europa die Rechnungsadresse aus Datenschutzgründen nicht abgefragt werden darf, hat meine Karte auch keinen ZIP Code. Vor zwei Jahren waren sie noch so schlau einfach jeden ZIP Code zu nehmen, wenn es so eine komische europäische Karte war. Letztes Jahr ging dann einfach nichts mehr.
Ich habe mich bei Mastercard und American Express beschwert. Mastercard hat nicht geantwortet, meine Bank sagte nur lapidar, das wäre leider nicht zu verhindern; geht halt nicht. American Express schickt mir jedes Monat die Abrechnung aus Florida zu. Da sollte man doch meinen, die bekommen das hin. Die erste Antwort von American Express war eine no na ned Antwort, nämlich, das der PIN Code erst in den nächsten Jahren in den USA testweise probiert wird. Auf die Frage, ob es nun geht oder nicht, kam dann nach längerer Zeit die Antwort, daß es JETZT schon gehen wird.
Den Unterschied habe ich erst bei der Buchung meines zweiten Gepäckstückes bei British Airways bemerkt. Da wollten sie plötzlich eine Adresse und waren mit den üblichen sinnlosen Daten ganz und garnicht einverstanden. Und siehe da, bei einem Testfall an einer Tankstelle in Nevada ging die Mastercard wie üblich nicht, die American Express wurde anstandslos genommen. Haben sie da doch plötzlich ein Hakerl gemacht und man kann meine Rechnungsadresse abfragen? Mal sehen, wie das mit anderen Tankstellen läuft, ich habe ja noch Zeit zu testen…