Die Fahrt von Clearwater nach Pensacola – oder Oktober der 13.

Der Tag begann wolkenlos und wir wollten so schnell wie möglich los, denn an diesem Tag standen knappe 500mi (gute 800km) auf dem Programm. Und das bei den lahmen Geschwindigkeiten von maximal 70mi/h (gute 110km/h). Also schnell gefrühstückt und eingepackt. Da lese ich noch schnell (weil das war an dem Tag das angesagte Wort) meinen SMS-Wetterbericht (den ich dankenswerterweise bekomme) und bemerke, daß da in der Nacht 2 Anrufe in Abwesenheit waren. Die  Nummer kenne ich nicht, aber die Vorwahl ist ähnlich der von Krut. Nicht gleich, aber ähnlich. Also schnell die Kontakte durchsucht (hier werden die Nummern nicht Regelkonform übertragen sondern ohne internationale Vorwahl, drum geht da nix mit automatischer Anzeige) und auch nix gefunden.

Also Computer wieder raus und den Herold-Pro gefragt: der kennt die Nummer auch nicht. Na bleibt nix anderes übrig als zurückzurufen. SIP sei dank zu einem erträglichen Preis. Kaum die Nummer gewählt, höre ich schon die Ansage: „Polizei Poysdorf“. Mir schwant Übles.

Alsbald meldet sich ein Polizist und ich erkläre, daß ich nur zurückrufe. Überraschenderweise weiß der Mann Bescheid (selten sowas bei DER Polizei gehabt) und er eröffnet mir kurz und bündig: In Ihrem Haus in Krut ist schon wieder eingebrochen worden. Ich versuche Details zu erfahren und er meint, sie wären am 1. Oktober (man bemerke, knappe 2 Wochen!!!) vor Ort gewesen und es wären wieder beide Häuser durch eingeschlagene Scheiben geöffnet worden. Da die Fenstergitter am Dachboden nun wirklich fest verschraubt waren, haben sie einfach ein Gitter zerstört. Er hätte ohne meine Anwesenheit nicht in die Häuser rein wollen und hat nur Fotos von außen gemacht. Es sähe aber so aus, als würde sehr viel fehlen, sicher der Fernseher mit allen Zusatzgeräten und die Elektrowerkzeuge.

Ein Anruf beim Nachbar bestätigt die Schadensmeldungen und er war erstaunt, daß die Polizei mich erst jetzt informiert hätte. Auf meine Bitte hin versprach er, wenigsten die Löcher zuzukleben, damit der Regen nicht noch den Rest zerstört.

Mir war elend zu mute. Trotzdem mußte ich los, denn die Meilen wurden nicht weniger. Auf den vielen Stunden Interstate, hatte ich aber genug zu denken. Z.B. das ich kaum mehr einen Einbruch verhindern könnte, denn ein Holzhaus und ein Dachboden bieten mehr Einstiegsmöglichkeiten als ich zumachen könnte. Nicht bei der angewendeten Gewalt. D.h. egal was ich da wieder reinstecke, es wird bald wieder weglaufen; und das kann ich mir einfach nicht leisten. Also Krut aufgeben???

Die Fahrt ging jedenfalls ohne besondere Vorkommnisse an mir vorbei. Beachtenswert ist vielleicht die landschaftliche Veränderung: Immer noch in Florida, aber am Panhandle (Festland) wird es ganz schön hügelig:

Der Urlaub war zeitmäßig noch lange nicht zu Ende, aber würde der Urlaub mit dem Problem noch Spaß machen?

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