
Sein Ende war weniger rühmlich: Er kam in sein Haus, wollte den Tresor öffnen und das Ding wollte nicht. Er hat sich geärgert und gegen den Tresor getreten. Dabei hat er sich die Zehe gebrochen ging aber nicht zum Arzt. Erst 6 Monate später mußte er wohl und der nahm ihm die Zehe ab. Dann noch ein Stück Fuß und dann starb er an Blutvergiftung. Böser Tresor!

Im Vergleich zur Glenturret in Schottland geht es hier sehr industriell zu. Edelstahltanks und Edelstahlleitungen in mehreren Reihen nebeneinander. Hier eine Destille.

Zuletzt wird das Zeugs in Fässer geschüttet und gelagert. Wo ist der Unterschied zu schottischem Whiskey? Zunächst viel industrieller und dann die Behandlung mit Holzkohle. Der Whiskey wird (je nach Sorte) ein oder 2 mal durch Holzkohle gefiltert, um die wahre Reinheit zu gewährleisten (und den Geschmack zu verändern). Die Holzfässer werden in den USA nur 1 mal verwendet und ausgebrannt (auch für den Geschmack). Und, es wird nicht stur nach Zeit ‚geerntet‘, sondern nach einer gewissen zeit, wird eine Probe entnommen und getestet, ob der Whiskey schon reif ist oder nicht. So genau weiß das ja keiner.

Und was macht man mit den vielen gebrauchten Fässern? In der Stadt bekommt man Blumentöpfe oder Brunnen, sie selbst verwenden sie einfach als Mistkübel.
Nett ist die sinnige Idee, daß im ganzen County kein Alkohol verkauft werden darf. Somit stellen sie dort nur her, schenken aber keinen aus. Seit kurzem dürfen sie Sonderabfüllungen (einfach eine andere Flasche) verkaufen, aber nur in einem winzigen Shop im Visitor Center. Trotz Sonderabfüllung erreichen sie kaum die Preise des schottischen Whiskeys: für $33 bekommt man die normale Flasche, für $39 die mehr dekorierte (alles 1l).

Sehr beworben wird auf der Gratisführung das zugehörige historische Stadtzentrum. Also war ich auch dort. War sicher einmal nett, jetzt stehen viele Geschäfte leer oder werden gerade verkauft. Die Regierung scheínt es auch nicht so sehr mit Jack Daniel’s zu haben, denn der Guide hat von einigen sehr seltsamen Kontrollmaßnahmen und Steuern berichtet, die eine Lageveränderung der Destillerie durchaus zur Folge haben könnte. Aber genaues wollte er natürlich nicht sagen.

Morgen geht es nach Chattanooga, wo ich den Lookout Mtn erklimmen will (diesesmal hoffentlich bei besserem Wetter) und dann das Tenessee Aquarium ansehen will, das sich seit meinem letzten Besuch in der Größe verdoppelt hat.