Von Flagstaff nach Albuquerque

Nach einem kleinen Shoppingabstecher zu Safeway (gleich gegenüber dem Campingplatz – sowas darf man nicht auslassen) ging es zum Walnut Canyon NM. Da ich noch immer den Nationalparkpaß von letzem Jahr habe (der übrigens in der Form nicht mehr existiert!) konnte ich gratis rein. Die 3mi von der Interstate sind kein riesiger Umweg und ich glaube er lohnt sich.
Auf einem 30-45 minütigen Rundgang sieht man einige Cliffdwellings aus der Nähe und das ist schon sehr nett. Die 55m runter und rauf hatschen sind jetzt im September bei 28-30 Grad in der Sonne ja noch ok, aber im Sommer ist das sicher ein Spaß. Unten sieht man ein Bild, was übrig ist (es gibt auch noch besser erhaltene geschlossene, aber da sieht man die Größe nicht so schön) und ein Infobild wie die Ranger glauben, daß die Dinger verwendet wurden.

Weiter ging es auf der I40 Richtung Osten. Der Petrified Forest NP ist direkt am Weg und ein kurzer Blick in die Painted Desert ist auf jeden Fall zu empfehlen. Diese Hügel sieht man von der Interstate nämlich nicht. Auch hier hilft der Nationalparkpaß, denn für einen kurzen Abstecher zahlt wohl keiner den vollen Eintrittspreis.

Danach ging es auf den langen run in Richtung Albuquerque. Interessant ist wieder einmal das Fahrverhalten der typischen US-Amerikaner. Die meisten fahren 70 obwohl 75 erlaubt sind. Dann gibt es die mutigen (meistens mit Disabled Kennzeichen), die 75 fahren aber nur die linke Fahrspur kennen und jeder der vorbei will, muß das eben rechts tun.

Dieses Verhalten ändert sich aber radikal, wenn der Lemmingseffekt eintritt. Vor einer größeren Stadt wird es auf der Interstate eng und die Kollone bewegt sich in seltsamen Stoßmich-Ziehmich Ziehharmonika-Bewegungen. Und da ist es plötzlich völlig egal was das Speedlimit ist. Da fahren dann auch alle 90 und mehr (und wenn es in einer Baustelle mit 55er Limit ist). Als Lemming fährt man einfach, da fragt man nicht.

Auf der I25 (wo mein Campingplatz liegt) hat es dann einen kapitalen Unfall gegeben. Die ganze Interstate wurde kurz vor mir gesperrt. Da kann ich ein Navigationsgerät sehr empfehlen. Ein kurzer Tip auf Straßensperre und schon wird man auf einer Ausweichrute herumgelotst (auf der man auch im Stau steht, aber wenigstens langsam fährt).

Kurzum, jetzt ich genieße meine abendlichen 25 Grad (jetzt bedeutet kurz nach 22 Uhr) und tippe diesen Bericht unter klarem Himmel.

Morgen bleibe ich in Albuquerque und sehe mir Innenstadt und Zoo/Garten/Aquarium an. Also hoffentlich weniger fahren und mehr anschauen.

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