

Danach ging es auf den langen run in Richtung Albuquerque. Interessant ist wieder einmal das Fahrverhalten der typischen US-Amerikaner. Die meisten fahren 70 obwohl 75 erlaubt sind. Dann gibt es die mutigen (meistens mit Disabled Kennzeichen), die 75 fahren aber nur die linke Fahrspur kennen und jeder der vorbei will, muß das eben rechts tun.
Dieses Verhalten ändert sich aber radikal, wenn der Lemmingseffekt eintritt. Vor einer größeren Stadt wird es auf der Interstate eng und die Kollone bewegt sich in seltsamen Stoßmich-Ziehmich Ziehharmonika-Bewegungen. Und da ist es plötzlich völlig egal was das Speedlimit ist. Da fahren dann auch alle 90 und mehr (und wenn es in einer Baustelle mit 55er Limit ist). Als Lemming fährt man einfach, da fragt man nicht.
Auf der I25 (wo mein Campingplatz liegt) hat es dann einen kapitalen Unfall gegeben. Die ganze Interstate wurde kurz vor mir gesperrt. Da kann ich ein Navigationsgerät sehr empfehlen. Ein kurzer Tip auf Straßensperre und schon wird man auf einer Ausweichrute herumgelotst (auf der man auch im Stau steht, aber wenigstens langsam fährt).
Kurzum, jetzt ich genieße meine abendlichen 25 Grad (jetzt bedeutet kurz nach 22 Uhr) und tippe diesen Bericht unter klarem Himmel.
Morgen bleibe ich in Albuquerque und sehe mir Innenstadt und Zoo/Garten/Aquarium an. Also hoffentlich weniger fahren und mehr anschauen.