Colonial Williamsburg

Der versprochene Sonnenschein in der Früh war dann auch nix, also mußten wir kein schlechtes Gewissen haben, daß wir gleich nach Williamsburg, VA aufgebrochen sind.

Nach einem kleinen Frühstück ging es auf ins Auto und auf dem schnellsten Weg in Richtung Williamsburg, VA. Die am Vortag schön in der Abendsonne gelegene Brücke wirkte da weniger romantisch.

TomTom hat wieder einen Weg der speziellen Art Richtung Interstate gefunden. Da konnten wir noch ein Foto der hiesigen Sparvariante einer Straße machen: Man baut schon den Untergrund für eine schmale Straße, fährt dann aber nur in der Mitte einmal mit der Teermaschine. Dann kann man single Lane fahren und wenn wer entgegenkommt, hüpft man auf den Untergrund. Da macht Fahren gleich noch einmal so viel Spaß!

Auf der Interstate ging es dann flott dahin, wenngleich es in West Virginia mehr wie in einer Hochschaubahn dahingeht. Zum Glück sind die LKWs stark genug in sinnvollem Tempo auch den Berg hochzufahren.

Unterwegs haben wir bei einem Walmart den bisher billigsten Benzin um $3,19 pro Gallone bekommen. Damit ist trotz der Teuerungen Benzin unter 1€/l zu bekommen. Ein weiterer Stopp bei Sonic für ein Mittagessen war erheblich enttäuschend. Wir haben schon bemerkt, daß alle FastFood Restaurants die Frage for here or to go eingestellt haben und immer to go hergeben. Man kann dann schon auch im Restaurant essen, aber das aus COVID Gründen wohl auf eigene Gefahr. Reinigungstrupps haben wir btw noch keine gesehen. Sonic hat offenbar auch sein Sortiment verändert: Es gibt nichts mehr mit frischen Produkten und die Buns scheinen auch Dauerbuns zu sein (zumindest schmecken sie so). So macht Sonic aber keinen Gaumenspaß mehr.

Der KOA war schnell gefunden und ab ging es zu unserem heutigen Ziel: Colonial Williamsburg. Die größte erhaltene historische Stadt, wo auch noch living history zu finden ist. Das Visitor Center ist riesig, es waren aber kaum Leute um 14 Uhr im Center. Wir haben auch auf Tickets verzichtet (je nach Discount um die $45 pro Person), denn in die Stadt darf man gratis rein (ist Teil der normalen Stadt), nur die living history Darsteller lassen einen z.T. nur mit Ticket in die Häuser.

Parken ist btw gratis, nur der Shuttle Bus kostet $5, wobei der nette Mann am Infoschalter meinte, die 15 Minuten Fußweg sollte man schon machen und kann sich so die $5 sparen. 15 Minuten später waren wir dann am ‘Eingang’ der Stadt. Nur die Sonne war einmal mehr hinter dicken Wolken versteckt.

Nach der ersten Orientierung habe ich immer dann die Fotos gemacht, wenn dann doch die Sonne rauskam. Das macht Fotographieren gleich noch einmal so spannend. BTW, heute sind wieder alle Fotos mit dem Handy gemacht worden, weil es so sonnig ausgesehen hat, als könnte uns die ‘Sonne’ in Tropfenform auf den Kopf fallen.

Der Darsteller erklärt, wie das so mit den Musketen war und feuert auch seine alle halben Stunden ab. Er möchte z.B. klarstellen, daß es für gerade mal 1% der Soldaten eine Muskete gab (die Dinger waren teuer). Man konnte gerade mal so 100m damit schießen und dann auch nicht gezielt. Mehr so in die Masse schießen und schauen was passiert. Wenn man aus 200m geschossen hat, dann nur um zu sehen, ob sich der Feind durch den Knall verscheuchen läßt.

Kutschenfahrten kann man natürlich mieten, aber da sie ohnehin ausgebucht waren, mußten wir nicht nach dem sicherlich erschreckenden Preis fragen.

Während Astrid einer Erzählung aus dem damaligen Leben gelauscht hat, bin ich auf eine schnelle Runde in die Nachbarstraße gegangen. Dort fahren schon Autos, aber auch da sind noch nette Häuser zu sehen.

Zurück auf der Hauptstraße, wurde es noch dunkler. So konnte man die Straßenlichter sehen.

Astrid lauschte noch der Geschichte und ich konnte das gratis WLAN nutzen.

Auf der nächsten Parallelstraße ging es zurück Richtung Ausgang, als uns die Sonne wieder überraschte.

Wer geschichtlich begeistert ist, wird dort sicher Tage verbringen können, denn es gibt genug Leute, die einem Dinge aus der Vergangenheit erzählen. Z.B.über Ackerbau und Viehhaltung.

Ein weiterer Sonnenanfall (man hätte sich schon fast daran gewöhnen können) und ich rannte wieder für Fotos los.

Auf der Hauptstraße hat sich Astrid die Kutschen angesehen und wir trafen auf eines der faulsten Pferde, die Astrid je gesehen hat. Inkl. Reiter.

Da der nächste Sonnenanfall längerfristiger war, ließ ich Astrid unter einer riesigen Eiche zurück und ich bin noch einmal im Eilmarsch auf Fotojagd gegangen.

Dabei sieht man auch, wie effizient hier alles ist. Erst Trinken und dann gleich wieder ablassen. Winking smile

Alleine auf der Hauptstraße gibt es echt viele fotogene Gebäude.

Zurück am Hauptplatz beim Pranger, hat sich das Sonnenloch auch wieder verzogen.

Nach einem Schlenkerer zum Walmart für den Grillabend, ging es zum Campingplatz zurück, wo wir einen super sonnigen und sternenklaren Abend verbringen konnten.

Am nächsten Tag sollte es entlang der Küste nach Süden gehen.

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