Roadtrip Tag 2 – Der Bodensee mit Umgebung und der Rheinfall

In der Früh haben wir uns ein Frühstück in der Pension geleistet. Wir sehen das auch als Unterstützung für die armen Pensionsbesitzer, denn COVID hat ihnen echt sehr zugesetzt. Wenn man nicht aufmachen darf, ist es schwer Geld zu verdienen. Die Fixkosten laufen ja weiter.

Sehr gut gestärkt ging es dann über die Landstraße und Autobahn zum Bodensee, wo wir ein paar fetzige Wolken getroffen haben.

Unser lieber TomTom hatte wieder Angst vor einem Stau, also wurde uns eine Abkürzung gezeigt. Wieder sehr TomTom-like. Sehr spannende Straßen. Nur hier fahren Millionen Fahrräder und die halten sich für höhere Wesen, weil Autos gar arg stören. Sehr interessante Fahrer_innen. So konnten wir aber auch die unendlichen Apfelplantagen aus der Nähe sehen.

Unser nächster Stopp war der Affenberg in Salem. Astrid ist ein unglaublicher Fan vom Kärntner Affenberg und wie sie gehört hat, am Bodensee gibt es sowas auch, nur größer, mußten wir dahin. Es fängt mit einem großen See mit Geflügel an.

Im Gegensatz zu Kärnten darf man sich im Affengehege frei bewegen und hat keinen Guide dabei. Damit die Affen sich nicht in den 20ha verlieren, werden sie an mehreren Stellen alle 30 Minuten gefüttert. Insgesamt haben sie drei Gruppen, die sich dort etabliert haben.

Bei einer Fütterung erzählt die Pflegerin auch einiges über die Tiere. Das die Berberaffen vor dem Aussterben stehen, daß sie 8 Jahre brauchen bevor sie ausgewachsen sind und wir waren sehr überrascht, wie klein doch 1jährige noch sein können.

Jede Gruppe wird von einem Männchen geleitet, das nur zum Führer werden kann, wenn es Mitstreiter hat. Also ist es auch bei den Affen sehr politisch. Bei den Weibchen ist es Abstammung. Das Alpha-Weibchen macht ihre Tochter zur Nr. 2 und die steigt dann beim Ausfall der Mutter zur neuen Nr. 1 auf. Andere Weibchen bleiben quasi immer auf ihrem Rang.

Die ganz jungen Babies haben ein sehr dunkles Fell. Nicht leicht im Wald zu finden. Nach der Runde kommt man zum See zurück und durch ein Rehgehege geht es zum Haupthaus/Restaurant zurück. Dort hatten wir eine ‘private cloud’, denn es hat plötzlich für 5 Minuten geschüttet. War uns unter einem ‘private tree’ egal. Open-mouthed smile

Am Restaurant und den Wirtschaftsgebäuden sind überall Storchennester. Derzeit noch rege besetzt.

Eines der berühmtesten Dörfer am Bodensee liegt nur unweit von den Affen am See: Meersburg. Das kann man sich quasi wie Limone am Gardasee vorstellen: viele Touristen, viele Hotels und Restaurants.

Wieder in Richtung Westen kommt man bald zum Kloster Birnau. Hier ist die Aussicht echt schön!

Der krönende Abschluß des Tages war in der Schweiz (dieses mal hatten wir die Handies im Flugmodus): der Rheinfall. Der Parkplatz ist teuer, aber es waren so wenige Touristen da, daß auf allen Parkplätzen echt viel Platz war.

Wir haben uns für eine kleine Bootstour entschieden, damit man den Fall auch aus der Nähe sehen konnte.

Wer btw Witze über Schweizer macht: sie fordern es ja wirklich heraus. Das Bootli, das Zugli, die Insli, … Wer den absoluten Kick braucht, kann sich auf der anderen Seite (andere Boote mit noch mehr Fährgeld) auf eine Plattform direkt über den Wassermassen stellen oder sich (wieder anderes Boot) zum mittleren Felsen im Wasserfall fahren lassen. Dusche inkl.

Unsere Pension ist gerade wieder in Deutschland, auch wenn sie Schweizer Hof heißt. Morgen erreichen wir schon Frankreich und besuchen Nancy.

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