Heute hatten wir nur eines vor: Durch die Schlechtwetterfront zum Gardasee zu kommen, denn da sollte es laut Vorhersage die nächsten zwei Tage strahlend sonnig sein.
Schon vor Sonnenaufgang hat es einen g’scheiten Regenschauer gegeben und Astrid ist knapp bekleidet rausgehüpft und hat unsere Sessel vor dem Klatschnaßwerden gerettet. Der Wecker hat dann eh um 8 :15 (Sonnenaufgang) geläutet und alles andere durfte dann ich bei Getröpfel einpacken gehen. Das gute an einem Camper: Es ist echt nicht viel und wenn man nicht einen lauen Abend Tags zuvor hat, kann man quasi einfach die Handbremse lösen, Motor starten und verschwinden. Zunächst blieb es auch spannend wolkig, denn es war ja nicht nur der Regen, es gab auch Sturmböen von 60km/h und mehr. Das ist bei manchen Autos schon mühsam, aber unser Camper ist 2.85m hoch, da wird es extrem ‘spannend’.

Da wir aufgrund unseres Sturms nach vorne noch keinen Einkauf für Sachen zum Mitnehmen gemacht hatten, haben wir uns einen Intermache Super auf der Strecke gesucht und haben den besucht. Das war keine soooo gute Entscheidung, denn es gab einen normalen Parkplatz, aber es gab nur wenig zu kaufen. Für einen weiteren Stopp wollten wir uns aber keine Zeit nehmen, denn heute sagten Google und TomTom zumindest 9 Fahrstunden voraus. Wir haben daher heute auch auf Mautstraßen (Autobahnen) gesetzt, denn ohne Mautstraßen sind es laut Google gleich 14 Stunden. Frankreich ist bekanntlich teuer bei Mautstraßen, aber wenn man Kilometer machen will, bleibt wenig übrig. Das ist eine der größeren Mautstellen.

Je weiter wir in den osten kamen, desto sonniger wurde es. Eigentlich sollten wir den ganzen Tag durch regen fahren, aber an der Küste war es zum Teil sehr sonnig, im Landesinneren hingen die sehr schwarzen Wolken. Zum Teil waren die Straßen seeeehr naß, aber wir hatten viel Sonne.

Bei Nizza dachten wir, aber jetzt werden wir naß…

… aber auch das hat uns verpaßt. Oder eigentlich ganz im Gegenteil, am Parkplatz mit Aussicht auf Monaco war garnichts von schlechtem Wetter zu sehen. Die nächsten beiden Bilder sind ein kleiner technischer Test: links mit Samsung Weitwinkel, rechts mit Sony HDR und extern zusammengebaut. Beide Varianten haben ihren Reiz.

Auch der Hafen von Monaco macht von oben was her.

Bis Genua blieb es sehr sonnig, bis Alessandria war es sonnig.

Dann sind wir kurz zum Tanken von der Autobahn runtergefahren und ab da war es sehr wolkig/neblig bis zum Sonnenuntergang. Die letzten Kilometer sind wir schon in der Dunkelheit gefahren, aber TomTom hat uns zielsicher zum Campingplatz geführt. Damit war die längste Strecke der Tour mit 872km zu Ende.