Wenn es strahlend blauen Himmel gibt, die Temperaturen aber jenseits der 30°C, zieht es Astrid in die Höhe, damit es kühler ist. Wenn also die NÖcard die Annaberglifte für 50€ pro Person gratis anbieten, ist das doch ein gemütlicher Ausflug.
Also mal bis zu den Liften gedüst, wieder begeistert vom E-Auto in den Bergen und schon waren wir da.

Man soll sich einen Zettel für den Parkplatz holen (mit Liftkarte ist der gratis), aber das wurde einfacher gelöst: schmier das Kennzeichen auf einen Kaszettel. Das hat ganz sicher keiner an dem Tag kontrolliert. Also schnell das WC besucht und ab ging es zum Sessellift. Der komische Glaswurm ist ein Transportband, damit man es auf dem Weg zum Parkplatz einfacher hat.

Im Sommer gehen sie eigentlich davon aus, daß man nur rauf fährt, weil runter gibt es eine ZIP-Line mit 120km/h. Die ist aber nicht in der NÖcard enthalten und ich bin sowieso kein Höhenfreak. Wir wollten einfach mit dem Lift runterfahren. Die NÖcard ist eine Tageskarte, also kann man da quasi den ganzen Tag rauf und runter fahren. Es dauert aber schon genug zeit zum Rauffahren, weil sie den Lift dauernd langsam schalten. Fußgänger. Die Fahrt ist aber trotzdem wirklich sehr schön.

Oben angekommen sind es quasi zwei Umfaller bis zur Anna-Alm. Angeblich kann man dort gut Essen. Das wollten wir auch testen. Von dort sieht man die ganzen anderen Lifte, die aber im Sommer nicht aktiv sind.

Ich konnte die guten Rezensionen nicht nachvollziehen. Außer Würstel oder Knödel bieten sie dort oben nix, das Personal ist extrem langsam, dafür aber echt unhöflich oder patzig. Wir sind nach wirklich langem Warten bis zum Teich gegangen.

Dann wollten wir eigentlich nicht schon wieder heim fahren. Da gab es ein Schild, Wanderweg runter 45 Minuten. Und er ging so schön durch den Wald.

Also haben wir uns überzeugen lassen. Steil geht es durch den Wald. Bis der Wald aus ist.

Dann kamen wir auf den weg, den wir schon vom Lift aus gesehen haben und den wir wirklich nicht gehen wollten: Grober Schotter und extrem steil. Das ist dann kein Gehen mehr, da zappelt man in Minischritten runter, weil man quasi auf einer Gerölllawine surfed.

Erst fast unten wird es wieder der schöne Waldweg, den wir uns erhofft hatten.

Zurück auf den Parkplatz haben wir das Förderband genommen, das wir fast verpaßt hätten, weil das macht schon um 17 Uhr dicht.

Oben im Gasthof noch mit Flüssigkeit versorgt und schon ging es wieder mit unserem Auto in Richtung Heimat.