Quasi vor Äonen sind wir zu Trudes Haus in Reingers direkt an der Grenze zu CZ gefahren und haben dort ein paar Tage verbracht. Wir haben auch ein paar Tage mit dem Wohnwagen dort verbracht. Sehr urig, weil es gab kein fließendes Wasser, keinen Strom und nur ein Plumps-Klo. Am Wohnwagen hatten wir ein Mini-Solar-Paneel und eine kleine 12V Batterie und hatten damit die Technologie der Gegend. Ach ja, der Wohnwagen hatte einen gasbetriebenen Kühlschrank. Unvorstellbar für die Gegend. Und Handy-Empfang gab es auf dem Weg in das nächste Dorf auf einem Hügel. Mit einem Strich.
Das Haus hat inzwischen seinen Besitzer gewechselt und Reinhard und Trude sind in hohem Alter verstorben. Wir wollten trotzdem wieder in die Gegend und schauen was sich so alles geändert hat. Und natürlich unsere NÖ-Card nutzen.
Unser erstes Ziel war das Unterwasser-Reich in Schrems. Schon kurz nach Ernsdorf war aber nicht zu übersehen: So trocken war es schon lange nicht.

Der Frühstücks-Stopp beim Mäcki in Horn war echt schlimm: modernes Gebäude, aber Klo nur gegen Geld in bar, keine Tischbedienung, 3 Anläufe bis wir das richtige hatten … wirklich ein guter Grund dort nicht hinzugehen. Bei Schrems wurde es dann schon ein bißl grüner, das Waldviertel ist halt nie so sonnig.

In Schrems mußte ich extra noch umkehren, weil Astrid hätte sowas auch gerne in unserem Garten. Wer hat da Dinge gratis abzugeben?

Das Unterwasser-Reich habe ich vor Ewigkeiten bei einem der ‘Trude-Besuche’ gesehen. Es ist immer noch sehr modern gehalten und sie nutzen einen Teil des Moores für einen kleinen, aber sehr feinen Zoo. Man beginnt innen mit dem Aquarienbereich.

Ich bin wirklich erstaunt, was das für einen Sprung in der Kamera zu meinem Xperia 1 VII gegeben hat: mieses Licht, bewegte Fische und doch coole Aufnahmen.

Draußen geht man über Boardwalks durch verschiedene Nasswiesen und Teichabschnitte.

Selbst da ist das Handy völlig ausreichend! Und Astrid hält mit dem S25 Ultra nicht so schlecht mit (2. Foto).

Sie wollen dort auch Kinder ansprechen, aber wo Kinder angesprochen werden, schreit Astrid immer hier.

Hier ein Überblick über das Haus mit den Aquarien und dem davor liegenden Teich.

Im Wald haben sie Otter. Nur waren die bei dem warmen Wetter irgendwo im Tiefschlaf. Schön haben sie es dort aber schon.

Als nächster Stopp war das Heidenreichsteiner Moor geplant. Nur war es dort wieder echt trocken und weit und breit kein Moor in Sicht. Eine lange Wanderung wollten wir nun auch nicht machen. Also nur ein kurzer Abstecher.

Im Norden von Heidenreichstein liegt die Käsemacherwelt. Da war leider viel wegen einer Hochzeit gesperrt und die nächste Führung hätte erst irgendwann stattgefunden. Also nur ein wenig eingekauft und weiter Richtung Reingers. Die Strecke wird da schon wirklich hübsch.

Das Haus steht noch und sieht beim Vorbeifahren noch ziemlich unverändert aus!

Man bemerkt aber doch einige Sachen in der Gegend: Das große Warnschild, daß man die Staatzgrenze vor sich hat, ist weg. Der Grenzweg wird jetzt von Joggern und Radfahrern genutzt und man könnte sich höchstens wundern, warum die da im nächsten Dorf so komisch reden. Der Handyempfang ist mit 5G super ausgebaut. Also kein Grund wie Rainer früher ins Dorf zu fahren, um seine E-Mails abzuholen.
Wir haben unseren E-Flitzer geparkt und sind ein wenig in Erinnerung schwelgend durch den Wald gegangen. Ja, auch der ist sehr trocken.

Ist auch im Sommer eine schöne Gegend, auch wenn ich es viel nasser und kühler in Erinnerung hatte. Und ich stehe da nun wirklich mit einem Bein in Österreich und mit dem anderen in Tschechien.

Das Moos ist nun auch schon recht trocken.

Damit ging es im Norden wieder in Richtung Heimat.

Die Retzer Mühle ging sich aber noch aus. Oben am Hügel findet man dieses Wahrzeichen der Stadt und man erzählt dort, daß es die einzige funktionierend erhaltene Windmühle in Österreich ist.

Der Kaiser hat damals angefangen Mühlen zu sponsoren, weil pro Gebiet brauchte man das als Grundversorgung. Der dortige Müller war jedoch mit der Standardmühle unzufrieden und hat mit der Hilfe eines tschechischen Handwerkers seine eigene Mühle gebaut. 2 Leute nicht mal 2 Jahre, alles per Hand. Und die ist nun ganz speziell, weil sie ist unten fest gemauert, die Mühlflügel oben sind aber auf Stahlrädern gelagert und können sich um 360° drehen. Mitsamt der ganzen Kanzel. Sie haben die Mühle vor einigen Jahren renovieren müssen, weil da einige Holzteile aufgegeben haben. Da wurde extra Hilfe aus den Niederlanden eingeflogen. Aber auch die waren über das gute Stück und deren Technik wirklich erstaunt.

Unsere Führerin war echt schlecht und langweilig und so ist sie in der kleinen Mühle mit ihrer Stunde nicht ganz ausgekommen. Wir haben manches sehr genau erfahren und den Rest dann quasi übersprungen.
Damit blieb uns nur mehr der Weg nach Hause. Der Tag war aber wettertechnisch einfach nur genial und inhaltlich echt abwechslungsreich. Und natürlich hat unser E-Flitzer die ganze Runde ohne Laden geschafft.