Zwei kleinere Dinge gehen sich locker an einem Tag aus. Man muß nicht immer alles auf einmal machen…
Zunächst einen herzlichen Dank an Osaro, die uns die Airboat Ride geschenkt hat. Doch gleich am Morgen waren wir ein wenig überrascht: Es wolkte schon beim Aufstehen mächtig rum. Der Wetterbericht hatte sich da ein wneig geändert. Es sollte den ganzen Tag rumwolken, ab Mittag keine Sonne und am Abend ein Gewitter. Das hatten wir aber so nicht bestellt. Da das Wetter nur schlechter werden sollte, haben wir das Frühstück ausgelassen und sind gleich direkt zur Airboat Ride gefahren. Die Bilder vom Campingplatz sehen doch noch sehr sonnig aus, oder?

Beim Airboat hat die Sonne dann (zum Glück) voll runtergebraten. Die Wolken hatten nur wenig Bremswirkung für die Sonne gezeigt. Unserer Fahrer meinte zu dem Thema: In Florida gibt es nur zwei Temperaturstufen: heiß und ‘oh mein Gott’. Und heute wäre es eigentlich nur heiß.
Wir hatten Glück, denn kaum 5 Minuten nachdem wir dort angekommen waren, ging das Boot schon weg. Zunächst durch einen Kanal und dann über offene Flächen in das Nationalparkgebiet. Diese Strecke ist die Fetzstrecke und soll einem das Gefühl des Fahrens zeigen.

Er fährt auch extra hübsche Kurven, damit man sieht wie ein Airboat slidet. Da gibt es nur wenig Seitenhalt.

Dann folgten bei Stopps die Erklärungen zu den Everglades und den Grastypen. Ein großer redner wird er nicht werden. Hier nur kurz, denn das kommt in meinen vielen Evergladesberichten eh immer wieder: Die Everglades sind der langsam fließendste Fluß der Welt und kommen auf 0.25 bis 1 mi/Tag. Es gibt drei Grastypen, wobei das Sawgrass seinem Namen alle Ehre macht. Vorsicht!

Bei der Rückfahrt im Kanal sieht man verschiedene Aligatoren, die der Guide schon alle beim Namen kennt. Ich bin mir sicher, die werden brav angefüttert, damit sie dort stationär bleiben und zu den Booten hinschwimmen. Zuerst Astrids Fotos, die es mit einer spanischsprechenden Familie echt nicht leicht beim Fotographieren hatte. Thema Actioncam auf Selfy-Stick.

Ich war leider auch nicht am Rand und hatte auch so meine Probleme mit anderen Ignoranten. Aber ein paar Fotos gingen sich schon aus.

Er hat vor dem Wegfahren gesagt, man möge Arme und Beine im Boot lassen, wenn man wert darauf legt, wieder mit allen Fingern und Zehen wiederzukehren. Die Alis kommen echt nah.

Das Zeug, das sie füttern, muß echt gut sein, denn die Aligatoren schwimmen ihm schon entgegen. Obwohl da sicher mehr Boote pro Tag fahren. Links und rechts vom Kanal sind Hammocks, Inseln, die ein wenig Trockenheit im großen Fluß bieten.

Kaum eine dreiviertel Stunde gefahren, schon ist man wieder zurück am Dock.

Dort kann man sich noch den kleinen Zoo ansehen, einen Babyaligator halten (früher war es ein größerer ohne Sicherung), eine Schlange streicheln oder Schildkröten füttern. Das ist sogar im Preis inklusive.

Weiter ging es in den Fruit and Spice Park. Da es da schon mehr rumgewolkt hat und die Vorhersage uns ein Gewitter angedroht hat, haben wir die Gratistour genommen und haben darauf verzichtet alles zu Fuß zu erkunden. Blöd wenn man mitten im riesigen Park steht und es voll zu Gießen anfängt.

Daher gibt es nur wenige Fotos davon, denn die Führerin ist nahezu nie stehengeblieben (im Gegensatz zu der beim letzten mal) und aus dem Fahren sind die Fotos schwach. Wir hatten auch zeitlich Pech, denn die Früchte werden wegen einem extrem kalten und naßen Winter (El-nino) erst säter reif. Es gab daher praktisch nichts zum Kosten. Nur am Eingang hatten sie ein paar Kostproben.

Von dort hat es uns zu Krispy Kreme gezogen, die es in Südflorida auch gibt. Auf dem Weg dorthin haben wir einen Stopp bei einem der unzähligen Obststände gemacht. Wir sind in der Gegend des Ackerbaus. Hier wächst so ziemlich alles an Gemüse und vorallem an tropischen Früchten. Daher kann man die erntefrisch bei solchen Ständen kaufen. Auf die Ananas sind wir schon sehr gespannt, sie riecht unglaublich. Astrid hat eine Kutsche dort gefunden.

Nach einem ausgiebigen Krispy Kreme Stopp (man hüte sich dort vor gefrorenem Kaffee, der ist so süß, daß der Löffel steckenbleibt) haben wir noch meine Matte vom Amazon Locker abgeholt und der Tag wurde mit einem Besuch bei Pollo Tropical beendet. Mal sehen was die nächsten Tage wettertechnisch bringen würden.
