An diesem Tag ging es nach langem Planen und langer Fahrt ins tropisch Paradies, genannt Bahia Honda SP. Aber, was sollte das? Noch einen Tag zuvor hieß es, am Sonntag ist das Wetter viel besser als zuvor und dann beginnen halt die nachmittäglichen Gewitter wieder. Aber warum war es grau in grau, als ich aus dem Zelt stieg???
Also mal schnell, wobei schnell bei dem elend langsamen Internet am Miami Campingplatz ein Witz in sich ist, den Wetterbericht abgerufen. Und was sehe ich da? Das Wetter ist komplett anders, viel schlechter. Am Sonntag war mit 90% Regen zu rechnen, bis Freitag, unserem Abreisetag, war nicht mit Sonne zu rechnen. Echt jetzt? Dafür sollte es danach wolkenlos und superschön werden. Na danke. Was tun? Absagen und woanders hin fahren? Aber auch nach einigem Suchen fand sich kein Ort, an dem das Wetter halbwegs schön werden sollte. In Atlanta z.B. war es genauso naß, nur halt statt 31°C nur 21°C Höchstwert. Im Golf von Mexiko zog mal wieder ein Invest herum und schaufelte feuchte Luft an die gesamte Südküste, bis nach Texas. Nach einigem hin und her sind wir zum Schluß gekommen, es bleibt nix anderes übrig als auf die Keys zu fahren. Da konnte man halt mit Wolken baden, aber wenigstens nicht frieren. Zum Zeitpunkt der Abfahrt hatte es gerade, laut Wetterbericht, im Statepark zu regnen begonnen. Es sollte aber gegen 13 Uhr wieder aufhören. Na mal sehen.
Beim Eintreffen im Statepark um kurz vor 15 Uhr tröpfelte es noch. Der nicht ergiebige Regen, laut Wetterbericht, hat überall riesige Pfützen hinterlassen. Die Nachfrage in der Marina brachte zu Tage, daß sie wegen der Wettervorhersage technische Wartungen am Boot durchführen und erst ab Mittwoch wieder Schnorcheltouren anbieten würden. Naja…
Kaum war das Zelt aufgebaut, kam sie Sonne raus. Zwar zaghaft, aber sie kam.

Daher sind wir einfach an den Strand gefahren und da war es garnicht so schlecht. Man darf nicht vergessen, bewölkt heißt hier nicht kalt. Nur tropisch. Also mehr als 100% Luftfeuchtigkeit und über 30°C. Da will man ganz bestimmt ins Wasser. Ach ja Wasser, das Meer hat laut Angabe des Stateparks aktuell 31°C.

Die Einheimischen sind es offenbar gewöhnt, alle sprangen lustig ins Wasser. Das taten sie auch unterwegs zum Statepark, als es geregnet hat. Nur wir Europäer verbinden Regen mit kalt. Jedenfalls, lugte die Sonne durch die Wolken und wir waren happy im Wasser.
Der letzte verfügbare Platz (laut online System), war dieses mal leider nicht im Zeltbereich mit privatem Strandzugang. Von dem diesjährigen Platz muß man halt ein wenig durch die Plätze gehen, bis man das Wasser sieht. Man ist aber mehr geschützt.

Der Sonnenuntergang war fast hübsch mit den Wolken. Halt kein klassischer strahlender Sonnenuntergang, aber man kann ja nicht alles haben.

Wir konnten in Ruhe unser Abendessen kochen, bauten danach den Computer für den Bericht auf, ich beginne Daten auf den Computer zu laden, da hören wir einen heftigen Donner. Nur eine Minute später den zweiten und schon der erste Tropfen, so groß wie aus einem Kübel. Also alles in Hektik ins Zelt und ins Auto geschossen und schon schüttete es echt brutal. Sehr tropisch.
Das Donnern war damit vorbei, der Regen zog sich aber über zwei Stunden ohne aufzuhören. Dann bin ich eben schlafen gegangen. Auch eine Lösung jemanden zum früher Schlafengehen zu überreden.