Yellowstone NP 2

Heute hatten wir den ganzen Tag für Yellowstone zeit. Und doch ist das wirklich wenig.

Da wir nicht so sehr auf Tiersuche waren, haben wir uns auf die Geysire konzentriert. Aber trotzdem muß man mal in den Park rein und wenn einem da der eine oder andere Wasserfall über den Weg läuft, haben wir ihn ‘mitgenommen’. Also gleich den ersten beim Eingang.

Die Fahrerei ist in einem so großen Nationalpark ein notwendiges Übel, ein Problem sind aber die anderen Fahrer. Kaum taucht ein Vieh auf, bleiben sie lustig mitten auf der Straße stehen. Das kann man noch verschärfen, wenn blöde Bisons mitten auf der Straße dahingehen. Aktuell muß man Bisons echt nicht suchen und wir haben 2-3 Bisonstaus pro Tag gehabt. Dieser war besonders mühsam, weil die kleine Herde auf der Straße auf beiden Fahrtrichtungen dahingegangen ist. Man darf im NP aber kein Tier bedrängen oder anhupen. Also warten… bis der Ranger endlich kam und genau das getan hat: Bisons anhupen, hinterherfahren und alle Siren eines Einsatzfahrzeuges nutzen.

Nur unwesentlich weiter sind die großen Wiesen und da konnte man sich vor Bisons nicht mehr retten. Man soll ja genug Abstand einhalten, aber das ist einseitig. Ein Bison kommt einem bis ans Autoblech ran.

Eigentlich hat der Wetterbericht wolkenlos strahlendes Wetter versprochen. Noch in der Früh. Trotzdem haben sich einige sehr dunkle Wolken herumgetrieben, sodaß es nicht immer ganz so einfach war, die Bilder mit entsprechenden Farben zu bekommen. Schon am ersten Geysirbecken haben Wolken böse mitgespielt.

Astrid war natürlich sehr unglücklich, weil in Nationalparks herrscht strenges Drohnenverbot. Gerade bei den Geysiren wäre aber Höhe echt ein Vorteil. Daher hat sie vorgeschlagen ich sollte doch mal den Selfiestick meiner ActionCam testen. Also ist beim nächsten Geysirbecken neben den Handies auch die Actioncam mitgekommen. Zunächst die Handies.

Und dann die Actioncam am sehr hohen Selfiestick. Die Videos sind noch toller, aber die kommen wohl erst später dazu, wenn ich ein Cut-Programm und viel Zeit habe.

Vorab zwei Videos vom Handy.

Die Arbeit mit der Actioncam wäre wesentlich einfacher, wenn ich die zugehörige App auf meinem neuen Handy gehabt hätte. Hatte ich aber nicht und das Internet vom Motel war zu schlecht. Also blieb mir nur der Selbstauslöser. Kamera auslösen, Stick hochhalten und blind zielen, weil auf der Höhe sieht man den Monitor nicht mehr. Ging aber mit der Zeit ganz gut! Und hier wieder die Handies.

Bis zur Mittagszeit gingen sich nicht so viele Geysire wie geplant aus, da immer noch extrem viele Leute im Park waren und die Suche nach einem Parkplatz zum Horror wurde. Vorallem weil Amerikaner – wie soll ich es freundlich ausdrücken – Vollidioten sind. Sie stellen sich am Parkplatzeingang in die Mitte und warten, bis sie einen Parkplatz sehen. Keiner kommt vorbei, sie warten. Auch wenn der Parkplatz eine zweite oder dritte Seite hat, die man nicht sieht, sie warten. Das kreiert den Megastau des Jahrhunderts. Und die Zeit vergeht…

Dafür macht die Arbeit mit der Actioncam echt Spaß!

Zu Mittag haben wir uns mangels anderer Optionen Burger geleistet. Extrem teuer aber billiger als vor dem NP. Das ist seltsam. Ich konnte so einen Bisonburger kosten. Echt nicht schlecht! Störend empfand ich, daß überall auf Umweltschutz hingewiesen wird, sie selbst aber alles auf Papptellern und Plastikbesteck servieren. Das ist echt nicht notwendig.

Am See hatten wir wieder sonnige Zeiten und die Fotos sind entsprechend gut geworden.

Inkl der Actioncam mit echtem Selfie.

Wer sich jetzt fragt, wie das dann so aussieht, wenn ich mit dem Stick rumstehe, der braucht nur den Schatten im nächsten Foto beachten.

Wir sind dann von den Hauptgeysirflächen geflüchtet und Richtung See gefahren. Da ist es deutlich ruhiger und dennoch sehr schön.

Weil wir noch Zeit hatten, haben wir Abstecher zum Yellowstone Fall gemacht. Der große ist der lower fall.

Mit der entsprechenden Übung kann man sich da auch selbst beim Runterschauen zuschauen.

Der upper fall ist auch nicht schlecht und da war ich schon ewig nicht.

Beim Rausfahren hatten wir einen noch bösartigeren Tierstau. Wie wir endlich an die Starrstelle kamen, war ich aber auch überrascht: Ein Wolf trieb sich ungeniert auf einer Lichtung rum.

Und wenn wir schon bei Sichtungen sind: Das einzige Foto mit meiner echten Kamera war der folgende Vogel, der nur mit dem 600er Tele möglich war.

Wir kamen durch die diversen Staus erst zu Sonnenuntergang ins Motel, aber das Zimmer hat ohnehin auf uns gewartet.

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