Heute noch eine Runde im Nationalpark und dann draußen vor den Toren übernachten.
Schon beim Aufstehen mußten wir feststellen, daß die vorhergesagte strahlende Sonne sicher wo war, nur eben nicht wo wir waren. Also sind wir bei ziemlichen Wolken in den NP gefahren. Die Wiederholung der bewölkten Geysire haben wir gleich gecancelled und wir sind auf die Nordrunde gefahren. Beim ersten Stopp wurde Franz’ Frage, ob man da eh schwimmen darf beantwortet.

Der Hinweis mit den Tieren ist wohl ein Ergebnis von einem Idioten, der mit seinem Hund auf einen Boardwalk ging, der Hund hat sich losgerissen und ist in einen Geysir gehüpft, Herrchen ist hinterher um ihn zu retten. Ergebnis: beide mit Verbrennungen tot.
Die Actioncam macht auch aus wolkenverhangenen Geysiren recht akzeptable Fotos.

Bei den Cascaden Wasserfällen kam sogar kurz die Sonne raus.

Bei den Schwefelquellen hatten wir Sonne. Dort steht btw, man soll auch nicht mit Gummistiefeln reinsteigen, denn die lösen sich i.A. im heißen Schwefelwasser auf.

Die Artist Paintpots sind schon ein längerer Marsch und ich hatte die Hoffnung, es kommt die Sonne gerade rechtzeitig raus. Falsche Richtung, die Sonne ging weg und es fing zu tröpfeln an.

Also weiter zum Norris Geysirbecken. Dort haben sie den Parkplatz gleich gesperrt weil überfüllt. Dafür darf man auf der Straße parken und mit einem eigenen Trail bis zum Parkplatz hatschen. Auf dem Weg hat mich Astrid vorgeschickt, weil gerade die Sonne draußen war. Naja, so halbwegs…

Also mal schnell die kleine Runde gegangen und noch ein paar Sonnenstrahlen eingefangen.

Dann bin ich zum Visitor Center zurück, denn Astrid sollte es nun nachgeschafft haben.

Da ich keine Astrid weit und breit gesehen habe, ging ich mal davon aus, sie ist zurück zum Auto gegangen. Also hatsche ich das ganze zum Auto und sehe, dort war sie auch nicht. Handyempfang = 0. Also auch nicht anrufen. Also wieder zurück zum Visitor center. Und siehe da, dort war sie, schon aufgeregt nach mir suchend. Dann sind wir noch eine kleine Runde gegangen und langsam zurück zum Auto, denn es wurde zunehmend dunkler. Die letzten Meter vor dem Auto fing es zu tröpfeln an und wie wir im Auto saßen, schüttete es los.
Beim nächsten Wasserfall hat das Gewitter zum Glück aufgehört und ich bekam ein ganz gutes Foto.

Danach ging es durch das weite Yellowstoneland ohne besondere Höhepunkte. Ein Blick ins Tal von einem Aussichtspunkt wurde von großen Bettlern erschwert.

Zunächst sah es aus, als würden wir das Gewitter wieder einholen, aber wir sind nach Norden umgeschwenkt und beim Tower Fall brannte die Sonne herunter. Astrid hat auf Mittagessen bestanden. Nur weil wir kein Frühstück hatten. Also gab es für mich Bison Brat. Überraschend war, daß es dazu genau nix gab. Also ein Bratwürschtl in einem nicht getosteten Bun mit Chips aus der Packung. Keine Tomaten, keine Gurkerl, … Das Bratwürschtel war wenigstens gut.

Der Tower Fall ist eh auch lieb.

Die weitere Fahrt nach Mammoth verlief überaus sonnig und die Stopps mit Blick auf Teiche und Gegend waren echt hübsch.

In Mammoth haben wir die Gewitterwolken wiedergefunden. Wir hofften, sie waren am Abzug.

Auf dem Upper Drive bin ich für einen kurzen Rundgang ausgestiegen und habe auch ein paar nette Fotos bekommen, bis es zu donnern und blitzen angefangen hat.

Also flott zum Auto zurück und da fing es auch schon zu tröpfeln an.

Das Tröpfeln wurde schnell zu vollem Regen. Also haben wir wie viele andere aufgegeben und sind in Richtung Ausgang gefahren. Vor dem Hotel lag in aller Seelenruhe ein Elch.

Dann hat es so richtig zu schütten angefangen und wir haben dank Straßensperre die Ausfahrt über den alten serpentinenartigen Highway im schüttenden Gewitter erreicht. Von dort waren es noch 45mi bis zum Campingplatz. Kurz vorher hat es zum Glück zu regnen aufgehört und wir konnten unser Zelt bei Sonne aufstellen. Auch der Abend verlief sehr ruhig (bis auf die Geräuschkulisse der nahen Gun Range). Aber kaum lagen wir im Zelt, kam doch noch ein Gewitter vorbei. Irgendwie ein nasser Tag.