Fairchild’s Tropical Botanic Gardens

Die Wahl Stand zwischen Zoo und botanischem Garten. Da wir auf der Reise schon zwei Zoos hatten, gewann der botanische Garten; vorallem da wir im Internet gelesen haben, daß sie ein riesiges Schmetterlingshaus neu gebaut haben.


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Beim Ankommen haben wieder einmal ein paar Wolken rumgezogen. Es war daher schwer zu sagen, wo man parken kann und nicht in der prallen Sonne steht. Also haben wir einmal mehr geraten.

Die nette Dame beim Eingang hat uns die Tickets verkauft und uns gleich nach draußen zur Tram geschickt, denn die nächste Rundfahrt ging schon los; sie haben extra auf uns gewartet, weil sie von der Kassadame verständigt wurden. Die Rundfahrt gibt einen Überblick über die verschiedenen Bereiche des Gartens und man erfährt die Eckdaten. Wie schon bei meinem letzten Bericht geschrieben, war Mr. Fairchild von der Regierung beauftragter Reisender, der in der ganzen Welt Pflanzen erforschen aber auch für die Eignung auf kommerzielle Nutzung hin einschätzen sollte. Irgendwann ging auch er in Pension und er kaufte sich ein Haus in Florida. Ganz in der Nähe hatte sich gerade eben ein Wallstreet Heini zur Ruhe gesetzt. Beide liebten Pflanzen, Zykaden im Speziellen. Mr. Fairchild hatte auch noch jede Menge Proben über und so einigten sie sich auf den großen botanischen Garten, den wir heute noch sehen können.

Am Ende der Runde haben sich auch die Wolken verzogen und wir gingen in die für uns interessantesten Bereiche zu Fuß, obwohl sie uns angeboten hatten, uns mit dem Golfwagerl ins Schmetterlingshaus zu fahren.

Der frühere Haupteingang wird jetzt nur mehr für Mitarbeiter verwendet, man kommt aber immer noch in eine Allee, mit hübschen Pflanzen.

Nur ein Stück weiter erreicht man einen kleinen Teich mit Wasserlilien. Spannender als die Lilien ist aber das Getier rundherum.

Einer meiner Favoriten ist der Bereich der Madagaskar Pflanzen. Es scheint dort recht rau zuzugehen, denn alles hat Stacheln.

Mittendrinnen sehr hübsche aber auch sehr scheue große Eidechsen in orange.

Gleich gegenüber haben sie alle Pflanzen, die lokale Schmetterlinge anlocken. Das funktioniert scheinbar prächtig, denn es flatterte überall.

Beim Konferenzzentrum hat man einen Überblick über die gesammelten Zykaden. Angeblich haben sie dort die größte Sammlung an Zykaden der USA. Wer es nicht weiß, Zykaden sind salopp gesagt die Vorfahren der Palmen.

Der Ausblick auf die Lowlands zeigt, daß auch die Sammlung an Palmen ziemlich ausgebaut wurde.

Wir haben dort den geraden Pfad verlassen und sind die kleinen Wege des Regenwaldes entlanggeschlendert. Bei der Rundfahrt haben sie gesagt, daß es in Miami zu trocken für den Regenwald ist und sie da schon noch bewässern müssen. Na bravo.

Man kommt am Ende des Regenwaldes direkt zum Eingang des neuen Schmetterlingshauses. Die Auflagen der Regierung scheinen gigantisch zu sein; sie haben wohl Angst, daß noch mehr fremde Tiere nach Florida eingeschleppt werden. Daher kann man das Schmetterlingshaus nur mit Führer(in) durch eine Doppelschleuse betreten. Die Schleusen sind elektrisch gesichert. Da kommt kein Schmetterling raus. Mehr Sorgen würde ich mir machen, daß ein Hurricane das Gitter der Außenhaut zerstört und alle Schmetterlinge freikommen. Aber das sind wohl nur Details. Innen ist das Haus riesig und alleine das Schmetterlingshaus ist den Eintrittspreis wert.

Die Schmetterlinge bekommen Früchte aus dem eigenen Garten (ich habe sie um die reifen Sternfrüchte beneidet) und viele bunte Blumen. Muß ein Paradies für Schmetterlinge sein.

Man kann drinnen solange bleiben wie man will, sie haben sogar extra bequeme Sessel aufgestellt. Überraschenderweise waren aber eher wenige Leute im Garten, ich war mir sicher, daß mehr Angestellte/Volontiere als Besucher da waren.

Nach so viel Schmetterlingen mußten wir uns stärken. Das dortige Café bietet nicht nur gratis WLAN, sondern auch super tropische frozen drinks und hand-crafted sodas (leider nicht gratis Zwinkerndes Smiley). Wir haben beides verkostet. Cooles Smiley

Weiter ging es in die Lowlands zu den Palmen. Es ist wirklich unglaublich wieviele verschiedene Palmen es gibt. Nicht einmal alle haben Kokosnüsse!

Alle Palmen sind mit Tafeln beschriftet. Nur leider kann man das alles nur schwer lesen, denn Eidechsen halten die Tafeln für Aussichtsterrassen. Es gab kaum eine Tafel ohne Eidechse.

Wegen der Schmetterlinge machen sie sich Sorgen, bei den Iguanas haben sie wohl schon aufgegeben. Die rennen in jeder Farbe und Größe frischfröhlich durch den Garten. Und sie sind nicht einmal scheu.

Kokospalmen gibt es natürlich auch. Eine ganze Abteilung voll.

Die Lowlands bestehen aus vielen Seen und noch viel mehr Palmen. Dort fühlen sich nicht nur Iguanas wohl, dort leben auch verschiedene Vögel.

Sie bieten eigene Wanderwege an und natürlich soll man durch das Gras gehen. Dort stehen auch überall Bänke im Schatten und laden zum Verweilen ein. So einen Garten bräuchten wir auch in Österreich!

Mitten in einer der großen Rasenflächen (da brauchen sie wohl viele Rasenmäher) saß ein riesiger oranger Iguano. Dem war es total egal, daß ich ihn fotographiert habe. Scheint dort kein gefährliches Leben zu sein.

Wir sind nicht durch die ganzen Lowlands gegangen, da könnte man noch Stunden verbringen. In Richtung Ausgang kommt man an Fotomotiven vorbei, die keinen Zweifel am tropical Charakter des Gartens aufkommen lassen. Noch tropischer geht schwer.

Zurück beim Auto ist ein Wunder geschehen: Ich habe einmal einen schattigen Parkplatz ergattert!

Der Weg zurück zum Campingplatz führte wieder fernab der US1, mit kurzen Shoppingunterbrechungen. Der Tag war also echt erholsam!

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