Zum Ausgleich für den gestrigen eher gemütlichen Tag heute gleich zwei Dinge, die wenigstens beide im Süden von Miami liegen und uns die Fahrt über die volle US 1 ersparen.
Der Tag begann sonnig (yeah) und die Eichhörnchen hüpften fröhlich von Baum zu Baum und von Mast zu Mast. Offenbar wurden die Kabel und Masten nur für Eichhörnchen gebaut, denn die halten das ganze System für eine Autobahn.

Der Fruit and Spice Park liegt nur ein paar Autominuten vom Campingplatz entfernt. Wir waren nicht zum ersten mal dort, daher kürze ich die generelle Geschichte auf ein Minimum: Ein Typ hat einen botanischen Garten aus lauter Obst- und Gewürzpflanzen aus der ganzen Welt zusammengestellt. Man kann darin gratis mit einer Führung fahren, sich frei bewegen und alles Obst, daß von den Pflanzen fällt und man weiß wie es zu essen geht, essen. Beim letzten Besuch hatten wir großes Glück mit Sternfrüchten, dieses Jahr war der kulinarische Genuß reifebedingt ein wenig eingeschränkt.
Jackfruits darf man dort aber nie essen. Die sind so teuer, die verkaufen sie und zahlen so einen Teil ihrer Ausgaben.

Die Rundfahrt beginnt mit der Erklärung der Bananen. Sie haben einen ganzen Wald davon dort.

Palmen gibt es in ähnlich großer Vielfalt.

Kosten konnten wir an den Früchten. Sie schmecken tropisch fruchtig, man muß aber beim Essen aufpassen: Nur die dünne Schicht um einen sehr großen ultraharten Kern ist eßbar. Ein herzhafter Biß hinein kostet schnell einem Zahn das Leben.

Auch wenn diese Früchte sehr gut aussehen, sie sind absolut tödlich. Es gibt daher wirklich unübersehbar viele Schilder, die davor warnen. Was machen Sie dann in dem Park: Man kann sie natürlich schon essen und sie sind auch Nationalgericht in Hawaii, aber was man da wie wegschneiden muß und was gekocht werden muß, ist eine Wissenschaft.

Viele Pflanzen brauchen auch viel Wasser. Daher haben sie dort zwei große Teiche als Wasserspeicher. Die Springbrunnen halten das Wasser frisch. Vögel leben daher dort ganz gerne.

Das Wasser sollte über solche Rinnen verteilt werden; die waren aber ziemlich trocken.

Die Früchte sind zwar nicht giftig, aber ohne Vorbehandlung äußerst ungenießbar. Sehen aber ganz harmlos aus.

Old Spice macht man mit einem Busch und Alkohol. Hier der Busch.

Am Eingang zurück kann man noch ein paar Blumen genießen, bevor es in das inzwischen ziemlich warme Auto zurückgeht.

Weiterging es in den Everglades NP. Jedes mal wenn ich dort vorbeikomme, gehen wir rein (so das Wetter nicht böse zu uns ist). Der NP ist einfach zu hübsch um ausgelassen zu werden. Ich kenne die Aussichtspunkte schon fast auswendig, aber trotzdem ist es jedes mal sehenswert. Fangen wir beim Boardwalk mit genialer Aussicht auf den großen Fluß an.

Mit ein wenig Suche, findet sich auch noch ein passender Rahmen für den Ausblick. Dort könnte ich länger verweilen.

Sumpflilien schauen dort hie und da durch die Grashalme hindurch. Genau schauen!

Der Boardwalk durch einen Hammock ist wie bei jedem Besuch die größe Herausforderung bei der Gelsenjagd. Aber wie bei jedem Besuch überlebt man es prinzipiell ohne Spray, mit ist man aber auf der sicheren Seite. Licht und Schatten spielen im Hammock wunderbar miteinander.

Rund um den Hammock wieder viel Wasser.

Flamingo, die südliches Ecke des NPs, war noch im völligen Sommeschlaf. Nicht einmal die Rangerstation war besetzt. Sehr ruhig.

Bei den roten Mangroven gibt es wunderbare Lichteffekte.

Hier nur eine kleine Auswahl an Fotomöglichkeiten. Ich halte es dort ganz sicher länger aus.

Jetzt aber Schluß damit.

Man kann dort mit Kanus schöne Runden machen. Auch mehrtägige Runden mit Übernachtungsmöglichkeiten. Das wäre noch ur cool zum Machen. Mal sehen ob ich das schaffe. Und vor allem wer da mitmacht. Einer der Startseen ist jedenfalls auch vom Ufer sehr schön für ein Picknick geeignet.

Fast wieder am Ausgang angelangt, am Anhingatrail, wünscht man sich immer endlich einen der Alligatoren zu sehen. Aber das wird von mal zu mal schwieriger. Irgendwie mögen die Tiere mich nicht so. Zunächst aber mal was einfacheres: Den zum Trail passenden Anhinga.

Wir waren schon an allen bekannten Plätzen und absolut kein Anzeichen von einem Alligator in Sicht. Es sah schon so aus, als würden wir ganz ohne Alligatorsichtung fahren müssen. Doch gerade als ich aufgeben wollte sah ich in der Entfernung eine Bewegung im Wasser. Ein wenig Ruhe, ein langes Tele und schon hatte ich meinen ‘Abschuß’.

Zufrieden mit dem Fotoerfolg kehren wir zurück zum Campingplatz. Ein weiterer trockener und sehr sonniger Tag in Florida ging zu Ende. Das Essen kann man in florida auch sehr genießen. Puplix sei Dank.