Es kam uns vor wie der Auszug aus dem gelobten Land. Hier in Palm Springs war es total sonnig und schön warm. In den nächsten Tagen sollte es sogar noch wärmer werden. Nur was hilft das, wenn man heim muß?
In der Früh präsentierte sich das Motel wieder sonnig.

Durch Zufall hatten wir am Vortag entdeckt, daß es auch eine Scenic Route gibt, die direkt neben dem Desert Museum steil den Berg hinauf geht. Laut Google Maps kann man auf der Route rund um den Berg bei Palm Springs (Mt. San Jacinto) fahren. Also haben wir den Badevormittag geopfert und sind auf diese Bergstrecke gefahren.
Zunächst geht es mäßig den Berg hinauf, man hat aber bald einen hübschen Blick zurück; das Grüne sind die Golfplätze von Palm Springs:

Die Straße geht von dem Punkt deutlich steiler in Serpentinen den Berg rauf.

Kurz bevor sich die Straße von dem Abhang entfernt, haben sie einen großen Parkplatz mit Ausblick gebaut. Der Ausblick ist die paar Minuten Fahrt auf jeden Fall wert. Leider haben sie auf dem Parkplatz auf ein Klo vergessen. Genauso reicht es dort leider auch. Aber das sieht man ja nicht auf dem Bild.

Oben ändert sich wie immer die Vegetation schlagartig. Die Wüste bleibt zurück und Bäume sind wieder da.

Auf der weiteren Strecke waren zum Beginn des Wochenendes viele Leute unterwegs; besonders gerne scheinbar Motorradfahrer. Jetzt wo sich die Bäume gelb verfärbt hatten, war es aber auch wirklich schön.

Auf der anderen Seite, schon fast nach Vollendung der Umrundung, hat man einen wunderbaren Blick ins hintere Tal.

Auf der Abfahrt nach Palm Springs sieht man die schon im Quiz erfragten Begrünungsversuche. Dort hat scheinbar ein ziemliches Feuer den Rest der Vegetation hinweggerafft.

Ein kleiner Aussichtspunkt verschafft einem einen super Blick ins Tal mit den vielen Windrädern und Palm Springs. Unten verläuft auch die I10.

Man streift Palm Springs nur, denn es geht gleich sich links haltend in Richtung 29 Palms. Joshua Trees säumen den Weg und einige Irrwitze Dips von sicher 50 Höhenmeter erfreuen die Mitfahrer. ![]()

Auf bekannten Straßen kommt man bald wieder rauf zum Baldwin Lake. Da ist absolut kein Tropfen Wasser mehr drinnen. Das wird böse mit der Gegend enden.

Der Bear Lake ist auch viel trockener als vor zwei Jahren. Sieht fast so aus, als hätte es dazwischen kaum geregnet und die Skianlagen haben den Rest des Wassers rausgesaugt. Die meisten Bootsanlegestellen hatten zu wenig Wasser für Boote.

Der Winter muß hier schon früher hereingebrochen sein oder es handelt sich um eine Auswirkung der Trockenheit. Die meisten Bäume waren schon kaum mehr gelb, zu sehr fehlte schon das Laub.

Wenn man aber genug sucht, findet man schon noch einige wirklich hübsche Bäume. Alleine die Details…

Dieses Jahr sind wir wieder an der ruhigeren Nordküste des Sees gefahren und haben am National Forrest Picknickplatz halt gemacht. Das Klo ist dort immer noch wegen dem shutdown geschlossen. Die haben die Öffnung wohl nicht mitbekommen. Ohne Wasser sieht es aber ziemlich traurig aus.

Wenigstens hat ein Raubvogel einen netten Test meiner Kamera erlaubt: Mit vollen 1000mm Brennweite fokussiert das Ding rasch genug, um einen Vogel zu verfolgen. Super. Der Vogel ist btw ein gezoomter Ausschnitt des Bootssteges, den man im linken Bild kaum erkennt. ![]()

Wo vor zwei Jahren noch Reiher und Enten sich vergnügten, ist es jetzt ziemlich trocken und still.

Die Abfahrt nach LA war leider garnicht so gelb wie erhofft, fast alle Bäume hatten sich schon ihres Laubes entledigt. Wegen dem beginnenden Wochenende gab es auch genug Stau, sodaß unsere Frau TomTom einiges zu tun hatte, um uns durchzulotsen. Das hat sie auch sehr gut gemacht. Man muß nur hellseherisch begabt sein, denn linke HOV Ausfahrten zeigt sie nur im Fahrspurassistenten an, sagen tut sie nix. Es hilft daher schon, wenn man ungefähr weiß, wo man hin will und welche Straßen dafür geeignet sind. Typisch Frau halt. ![]()
Unser traditionelles Endessen bei Portillos war wieder sensationell. Die extrem mühsame Parkplatzsuche davor, war auch bemerkenswert. Vorallem die unglaubliche Sturheit der Amerikaner: Man stelle sich mitten auf die Spur, sodaß links und rechts keiner vorbei kann und warte auf den nächsten Parkplatz, der vor einem frei wird. Das hinten alles im Rückstau erstickt, kümmert einen sichtlich nicht.
Es war schon dunkel, wie wir dort waren. Das Handy hat sich aber nicht lumpen lassen und ein sehr hübsches Bild des Restaurants geschossen.

Danach sind wir noch schnell zu einem letzten Walmart Besuch gegangen. Und siehe da, auch in LA (genauer Buena Vista) ist die Gartenabteilung zu einem Christmasshop umgewandelt worden. Im Oktober.

Die restlichen Meilen über die Carpoollane waren schon fast gewöhnt abenteuerlich, bei Dunkelheit und mit den üblich schlecht eingestellten Scheinwerfern der entgegenkommenden Autos aber noch einen Tick spannender. Die Runde konnte aber trotzdem sicher zu Ende gebracht werden.