The living desert

Einen Tag in Palm Springs bei wunderbarem Wetter kann man leicht verbringen. Uns hat es in den Wüstenzoo living desert gezogen, der nicht weit weg ist.


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Nach einem netten Frühstück im Zimmer ging es die paar Meilen die Straße runter. Spannend wurde es bei der Kasse, weil ich im Internet einen Coupon für den Zoo gefunden hatte, aber wie immer nichts zum Drucken dabei hatte. Also flux auf das Handy gedruckt und bei der Kasse vorgewiesen. Die haben das total normal gefunden und gerne angenommen. Der nächste hinter mir hatte auch schon das Handy in der Hand. Mit dem Gutschein drauf. Wer druckt heutzutage noch!

Kaum hinter der Eintrittsschranke, schon zu spät. Die einzige Vogelshow hatte gerade begonnen und sie lassen nach Beginn keinen rein. Dafür konnten wir einen Wärter am Weg zur Show erwischen, der einen ganz nahe zu Jane gehen lies. Jae ist aus der Art der Tarzanvögel (zumindest lautet der Spitzname so), da man das Gekreische der Vögel für Urwaldhintergrundgeräusche verwendet. In der Natur sind sie es gewöhnt auf Gekreische mit Gekreische zu antworten um das Revier abzustecken. Auch Jane lies sich dazu bewegen.

Nach dem Kassenbereich kommt man in den schönen Gartenbereich, der mit Brunnen aufgehübscht ist.

Damit hat es sich aber ganz schnell mit der Feuchtigkeit gehabt. Der Rest des Zoos mit botanischem Garten ist der Wüste gewidmet.

Das hindert Schmetterlinge aber nicht, fröhlich umherzuflattern.

Man bekommt einen sehr schönen Querschnitt an Kakteen zu sehen. Ein riesiger Palmenhain wie in einer Oase darf auch nicht fehlen.

Mitten im Palmenhain ist ein begehbares Vogelgehege. Wir wurden nur argwöhnisch gemustert. Man beachte den Bauch, wo der Fuß schön eingepackt ist. Bei 34°C könnte dem Fusserl ja kalt werden. Zwinkerndes Smiley

Daneben geht der Palmenhain weiter und ein winziger Weg führt durch. Dort kommt kaum einer hin; man hört nur die anderen Besucher. Trotzdem könnte man dort nackt rumlaufen und keiner merkt es.

Die Kojoten haben einen gemütlichen Mittagsschlaf gemacht.

Die Palmen, der Teich und die Wüstenpflanzen sind in dem Bereich harmonisch aneinandergefügt.

Nicht schrecken, aber man kann auch wunderschöne Spinnen sehen. Hinter Glas. Leider.

Auch die in Wüsten typisch ansässigen Katzen und Javalinas fehlen nicht:

Der mexikanische Wolf schaut grimmig. Ich glaube, er wurde nur beim Schlafen gestört. Smiley

Immer wieder blühen die Kakteen und zeigen ihre Pracht.

Im trockenen Kalifornien gibt es heimische Bergschafe.

Im Herzen des Zoos haben sich ältere Herren ihren wahren Traum verwirklicht: Eine riesige Modelleisenbahnanlage. Seit dem wir die zuletzt gesehen haben, ist sie mindestens doppelt so groß geworden.

Überall riesige und sicher mühsam zu errichtende Brückenanlagen. Und da Halloween vor der Türe stand, natürlich auch Totenköpfe, Hexen und Skelette. Was Darth Vader da macht, weiß ich aber echt nicht.

Zur Erweiterung bauen sie an einem afrikanischen Zooteil. Das geht sehr schleppend voran und ich war und bin von dem Teil weniger angetan. Aber ansehen kann man sich das schon, wenn man schon dort ist.

Das Gehege der Meerkatzen ist auch nicht überbevölkert, aber es scheint ihnen ganz gut zu gehen.

Am späteren Nachmittag kamen wir wieder ins Motel zurück. Gerade noch rechtzeitig um den Pool zu testen. Das Wasser war nicht hitzig, aber ok.

Weniger überzeugend war der Feuerschutz in unserem Gebäude, denn obwohl der Feuermeldet so ausgesehen hat, hat es niemanden gekümmert.

Vom Balkon sieht man auf das Hotel California hinüber, vor dem immer die stretched Limousinen geparkt haben.

Am Abend wird der Pool mit Fackeln beleuchtet. Das macht ihn nicht wärmer, sieht aber gut aus.

Und schon war wieder ein Tag in Palm Springs vorbei. Wäre es nur näher zu Wien, so ein Wochenende in Palm Springs könnte den Winter viel erträglicher machen.

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