Von Kingman am Hoover Dam vorbei, durch Las Vegas ins Death Valley. Viel Wüste.
Die Nacht war ruhig (wie vom Campingplatz versprochen), aber dennoch hört man in der Nacht die nahe Bahn und die Interstate. Kaum ist es dunkel, schon hört man weiter. Seltsam. Wir wollten uns nach dem Frühstück sputen, denn es war viel los an dem Tag. Trotzdem mußten wir noch ein paar Kleinigkeiten kaufen, es ging ja in die absolute Wüste. Und tanken war auch angesagt. Nur wenn das Auto glücklich ist, ist es auch der Fahrer.
Von Kingman fährt man den sehr langen und sehr geraden Hwy 95 in Richtung Las Vegas. Auf dem Weg dorthin erhascht man immer wieder einen Blick auf den Colorado River. Beim Willow Beach haben sie sogar eine kleine Aussichtsterrasse gebaut. Da konnte ich nicht vorbeifahren.

Das große Tele holt den River nahe ran.

Wie ich schon im Frühling bemerken mußte, fährt man leider nicht mehr über den Hoover Dam, sondern über eine unpersönliche moderne Brücke. Die Ranger Station für den Lake Mead war leider an dem Wochentag auch noch zu, die Aussicht ist aber immer noch genial.

Da unten kann man auf einem Boot schön gegrillt werden. Das Wasser soll dafür mächtig kalt sein.

Bald ist das Zentrum von Las Vegas in Sicht. Dieses mal wollten wir nicht stehenbleiben, sondern sind auf den äußeren Autobahnen vorbeigefahren.

Kaum an Las Vegas vorbei verläßt man die Autobahn und es geht auf einem beachtlich ruhigen Hwy in Richtung Death Valley.

Pahrump ist die letzte Stadt vor der großen Wüste. Wir haben getankt und uns gestärkt. Den Mango Smoothie vom BK kann ich an warmen Tagen sehr empfehlen. Die Straße wird gleich hinter der Stadt schmal.

Das Eingangsschild des NPs ist nicht hübsch, aber man kann es nicht übersehen.

Überraschendesweise haben sie den maximalen Sparstift gezückt. Es gibt keine Einfahrtskasse, man soll einfach in einem der Visitorcentres freiwillig zahlen. Mir war es egal, ich hatte den Jahrespaß, der endlich auch etwas gebracht hat. An Dantes View sind wir vorbeigefahren, denn am späteren Nachmittag hat man dort oben nur Gegenlicht. Sind wir also gleich zum Zabriski Point, wo die warme Nachmittagssonne wunderbare Lichteffekte erzielt.
Wer sich die ganze Zeit gefragt hat, wo die ganzen Touristen waren, spätestens am Zabriski Point weiß man es. Überraschenderweise spricht man dort aber zu 80% Französisch und nur zu 20% Norddeutsch.

Im Visitorcentre haben wir die nächste schlechte Nachricht erhalten: Der uns bekannte Campingplatz hat gesperrt, man muß auf einen Ausweichplatz am Hügel übernachten. Der Platz sah aber nicht nett aus: Parkplätze ohne Schatten auf einer Geröllhalde. Na sind wir halt mal hingefahren. Die Zahlmaschine des Campingplatzes war auch kaputt, also mit dem Auto zum oberen Bereich gefahren. Dort ist es auch nicht hübsch.

Zum Glück gibt es einen Bereich, der nur für Zelter reserviert ist. Der war zwar schon ziemlich voll, aber wenn man genau liest, dann findet man einen Platz, wo zwar ein Reservierungszettel am Pole steckt, der aber schon abgelaufen war. Nicht einmal das räumen die Park-Leute dort weg. Wir hatten so wenigstens einen sehr hübschen Platz.

Wir wollten noch die Nachmittagssonne nützen, sind aber zunächst nach Furnace Creek gefahren, um das traditionelle Eis zu genießen. So extrem warm war es in Death Valley eh nicht, gerade mal gute 30°C.

Wer viel Geld hat, kann dort beim Eingang ins Tal schlafen.

Es wird Ende Oktober sehr bald dunkel. Es war klar, daß sich nicht mehr viel ausgehen würde. Wir wollten aber den Artist Drive mit der genialen Sonne schaffen. Auf dem Weg kam es jedoch zu einem Elchstau, der uns einige Minuten gekostet hat. Die Kojoten sind aber auch zu süß. Es wird schon einen Grund haben, warum auf der Rückseite der Autoscheibenplakete des Parkes extra draufsteht, man soll Kojoten nicht füttern.

Der Artist Drive beginnt gleich mit einem kleinen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt. Ich habe den aufgrund der untergehenden Sonne gestrichen. Und ja, der Mugel beim Autoschatten sind meine Hände mit der Kamera aus dem Schiebedach. ![]()

Die Grüntöne der Berge verschwinden bei der Sonne. Sieht aber genial aus.

Wenn man denkt, daß vor ein paar Jahren alle Dips (und die sind größer als sie im Bild aussehen) völlig mit Geröll zu waren, kann man sich vorstellen, was das für eine Arbeit war, alles wieder auszubaggern.

Die Straße über den Abhang hat etwas mondhaftes an sich.

An dem Aussichtpunkt hat uns die Sonne verlassen. Der gegenüberliegende Talrand hat die Sonne frühzeitig verschwinden lassen.

Am Rückweg standen immer noch Kojoten am Straßenrand.

Am Campingplatz genossen wir die letzte Nacht im Zelt. Da gehört Grillen einfach dazu.

Die Nacht war sehr ruhig und ungewöhnlich angenehm. Es ging bis auf 16°C runter. So hätte ich am liebsten noch eine Nacht dort verbracht. Das Motel in Palm Springs war aber schon bestellt.