Da sich die Politiker dieses Landes immer noch nicht auf ein Budget mit entsprechender Schuldenobergrenze einigen konnten und immer noch shutdown herrscht, muß ich vorübergehend (oder länger?) auf Nationalparks und alles was den Namen National in sich trägt meiden (weil geschlossen). Der unglaubliche Regen (siehe vorgestern) hat eine Kaltfront hinter sich hergezogen, sodaß die heiße Luft einmal ausgeblasen ist. Warum also dann nicht Gebiete besuchen, die sonst schon unangenehm warm (also über 40°C = 104°F) sind? Wir sind daher nach Palm Springs gefahren, wo es uns immer schon gut gefallen hat. In den letzten Jahren haben wir aufgrund der Preise einen ziemlichen Bogen um die Stadt gemacht, aber durch Zufall und einer neuen Handy App kamen wir zu einem sehr günstigen Motel. Und 28°C Grad sind ja jetzt auch nicht unangenehm kalt.
Wir standen daher in der Früh auf, wurden von strahlendem Sonnenschein begrüßt (so schönes Wetter hatten wir schon lange nicht in LA) und wir gingen zum Frühstück über. Man soll ja nicht mit leerem Bauch Autofahren. Das sieht doch gut aus, oder?

Alles ins Auto stopfen und kaum ist es Mittag. Schon kann man sich zum nächsten Supermarkt aufmachen und Eis für den Eiskasten kaufen. Vons ist aber dieses Jahr verrückt geworden und verlangt schlappe $6.50 für 20lb Eis. Geht’s noch? Gut gekühlt ging es auf Anraten meines Freundes nach ein wenig Autobahnfahren zu Portillos. Normalerweise ist das die traditionelle Abschiedsfutterei, aber warum nicht damit anfangen, wenn man daran vorbeifährt? Bei strahlender Mittagssonne sieht das Haus von außen nicht ganz so hübsch aus, wie im Dunkeln oder bei Sonnenuntergang:

Innen macht die Deko Portillos immer noch zu einem der schönsten Fastfood Restaurants:

Gestärkt durch ein Big Beef Sandwich ging es flugs auf die 91er und schon bald durften wir im angekündigten Stau parken. Es ist nämlich blöd, wenn man weiß daß Stau ist (HD Traffic sei dank), es aber keine wirkliche Ausweichmöglichkeit gibt. Es war nun einmal Freitag Nachmittag. Und da tut sich einiges in LA.

Nach einer halben Stunde im Stau konnte sich TomTom dann doch zu einer Umfahrung durchhangeln und wir sind auf einer völlig neuen Strecke die I10 vermeidend fast bis nach Palm Springs gekommen. Der Freeway ist mutig durch die Hügel gebaut worden:

Die I10 kurz vor Palm Springs war schon ziemlich leer und man konnte die Aussicht auf die Berge genießen.

Oder sich wie zuhause in Krut fühlen und viele (aber kleine) Windräder sehen:

Das Motel ist auch nicht mehr neu, die Zimmer sind aber nett, geräumig und sauber. Der Pool sieht sehr vielversprechend aus (die Sonne war leider schon hinter den Bergen verschwunden):

Für mich neu ist die Integration des begehbaren Schrankes ins Bad. Man kann sich so nicht entscheiden ob das Waschbecken im Schrank ist, oder die Kleider im Bad hängen:

Die Leute machen sich Mühe mit den Handtüchern:

Wir haben die letzten Sonnenstrahlen genützt und sind zu dem uns schon bekannten Minigolfplatz aufgebrochen. Das Navi hat nach allen Regeln der Kunst versagt und weder als live-Suche noch als POI etwas gefunden. Wir haben es aber auf Anhieb aus der Erinnerung gefunden. Da habe ich mir selbst auf die Schulter geklopft.
Das Family Center bietet 3 Minigolfkurse an, die zwar nicht ur kreativ sind, aber auch Spaß machen. Wir haben uns mangels besserer Informationen zu Kurs 2 hinreißen lassen, der wohl auch nicht besser oder schlechter als die andern ist. Hier ein paar Impressionen (mit dem Handy festgehalten, was anderes hatte ich nicht dabei) wie sich die Sonne langsam ganz verabschiedet hat:

Die Beleuchtung ist dürftig und man sollte gut in der Nacht sehen können, um ohne Sonne auszukommen:

Wie es sich für ein Family Center gehört, ist neben der Spielhalle und dem Minigolf auch noch Bumperboat und Gokart ein Thema:

An einer Ecke stehen Battingcages und gleich beim Eingang kann man auch noch klettern. Für moderate $24 kann man dort den ganzen Tag/Abend alles nutzen. So etwas gibt es in Österreich leider nicht.

Nach so viel Bewegung beim Minigolfen sind wir noch schnell bei Del Taco reingehüpft, bevor wir ins Motel zurückgekehrt sind; der Pool hat bis 23 Uhr geöffnet.