US 1, Seeelephanten, Zebras und Malibubewohner

Der Vorlauf zu unserer Runde ist an dem Tag zu Ende gegangen. Die US 1 war unser Gebieter und wir haben uns angesehen, was man so entlang sehen kann:


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Der Tag begann wieder strahlend sonnig, aber schon deutlich wärmer. Mitten in der Nacht (so sagte man mir) hat ein warmer Wind zu blasen begonnen und seit dem war es wesentlich wärmer. Das Frühstück in der Sonne war echt angenehm, kein Gefühl des Aufgetautwerdens, sondern des wohligen Erwachens. Der Platz lag auch wirklich ruhig auf einem Hügel und das ist schon einiges wert. Ach ja, unser diesjähriges Auto ist schwarz. Man wärmt sich das in der Sonne auf! Dafür hat es endlich wieder ein Hubschiebedach. Das flachgedrückte Etwas im Hintergrund ist das vorübergehende Zweitzelt, bis wir das Übliche in LA holen können.

Weil der Besuch bei den Seeelephanten am Vortag aufgrund der Zeltplatzsuche sehr knapp ausgefallen ist, sind wir die paar wenigen Meilen zurückgefahren und haben uns die Tiere in Ruhe angesehen. Die hatten auch die absolute Ruhe, da war kaum Stress angesagt:

Insgesamt hat die Kolonie ca. 17000 Bewohner, wobei nur einige Hundert bis Tausend gleichzeitig am Strand liegen. Je nach Jahreszeit mehr oder weniger. Derzeit kommen die Jungen an den Strand und proben die ersten Rangeleien. Wir haben gerade mal zwei Rangelpaare gesehen, also echte Äktschn war da nicht zu sehen:

Nahezu alle haben einen Franz gemacht:

Ganz wenige Elephanten kamen während unserer Beobachtungszeit an Land. Das kann man auch seeeehr langsam mit vielen Pausen machen:

Rangeln ist schön und gut, aber was ist die Lightversion davon? Man starrt sich an und schreit ein wenig rum.

Die Umliegenden haben das einfach ignoriert und haben gemütlich weitergebüselt. Wir sind, um nicht auch von dem Schlafvirus erfaßt zu werden, weitergefahren und haben die Schönheiten der Küstenlandschaft genossen:

Kurz darauf kam es auf der gegenüberliegenden Straße zu einem quasi Elchstau. Viele Auto parkten und Leute fotographierten. Es dauerte ein wenig bis ich kapierte was: Zebras. Irgendwer züchtet mitten in Kalifornien Zebras. Ich war für ein Foto leider schon zu weit weg. Sorry.

Selten aber doch sieht man begeisterte Anhänger des Angelsports, die auch im Meer fischen. Das Fischen in Seen und Flüssen dürfte in den USA wesentlich beliebter sein:

Die US 1 verabschiedet sich irgendwann von der Küste und biegt ein wenig ins Landesinnere ab. Das ist der weniger spannende Teil, denn die Straße führt eher unspektakulär und schwach beschriftet durch trockene Gegend. Man kommt an landwirtschaftlichen Flächen vorbei, fährt an einer riesigen Airforce Base vorbei und irgendwann kommt man durch Santa Barbara. Dort sind wir von der wieder zur Autobahn gewordenen Strecke abgefahren, um die Strandpromenade von Santa Barbara zu sehen. Da leben wieder die Reichen und Schönen.

Malibu ist dann auch nicht mehr weit. Da habe ich eine Sonderversion von einem Ferrari überholt. Mit 45mi/h. Smiley Malibu ist sehr langgestreckt. das geht von den eher öden Stränden bis zu den noch öderen (aber umso teureren) Häusern.

Ich habe die US 1 erst wenige Meter vor meinem Ziel verlassen (obwohl mein tomTom ganz anderer Meinung war), denn selbst der Vons Supermarkt bei Paul um’s Eck liegt auf der US 1.

Ab da begann die Routine: Auto ausräumen und mit dem Packen beginnen. Natürlich auch Freunde begrüßen und Quatschen. Ich war wieder zuhause, wie mein Freund Paul immer sagt.

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