Die US 1 hat viele Gesichter, ich werde dieses Jahr aber nicht alle sehen; Oregon und nördlich ist wettermäßig ein no-go. Aber man begnügt sich auch gerne mit dem kalifornisch-südlichen Teil. Und da haben wir etwas Neues entdeckt…
Zunächst ging es die paar Meter den Berg vom Campingplatz zurück zur US 1. Nur Minuten später kann man die ersten hübschen Küstenstriche bewundern:

In Santa Cruz kann man den örtlichen Safeway zu einem kurzen Einkaufsstop nutzen. Und zu einem Besuch bei Starbucks:

Monterey durchfährt man quasi auf einer Autobahn und ist nur spannend, wenn man in die Cannery Row mit dem Aquarium fährt; das habe ich mir aber gespart. Mein neues Ziel liegt etwas mehr im Süden und nennt sich 17 Mile Drive. In der gated community Pebble Beach haben sie quasi eine Privatstraße zur Erbauung der Touristen ausgeschildert. Man darf natürlich auch knappe 10$ Eintritt zahlen (außer man ist von einem dortigen Bewohner eingeladen worden). Pebble Beach ist wohl fast jedem durch den weltberühmten Golfplatz bekannt. Dort gibt es natürlich auch noch andere exklusive Golfplätze, aber der ist nun einmal der bekannteste.
Die Rundfahrt führt zunächst rauf in den Wald, wo man eine geniale Aussicht auf eine Bucht haben soll. Wenn da nur nicht die Bäume immer größer gewachsen wären…

Die Golfplätze haben wirklich ein perfektes Grün. Das sagen vieleicht die Spieler, aber ganz genau wissen es die Rehe, denn welcher Spieler verkostet schon sein Spielfeld…

Man fährt weiter durch die Häuser der Reichen (denn wer sonst kann sich dort ein Haus leisten) und kommt recht bald an den Strand. Dort kann man picknicken und auf dem Boardwalk ein wenig von der Küstenlandschaft erkunden. Man bekommt wenigstens was für seinen Eintritt geboten.

Hier ein kleines Panorama mit Boardwalk:

Der Golfplatz schließt direkt an den Strand an. Ein Fehlschuß kann da schon mal ins Wasser gehen.

Aber man hat auch vom Golfplatz eine hübsche Aussicht auf die Bucht. Ich möchte mir nur nicht vorstellen müssen, wie es dort ist, wenn der fast immer vorhandene Nebel einfällt. Muß man dann mit neon-orangen Bällen spielen? ![]()

Die verschiedenen Küstenaussichtspunkte haben hübsche Namen und werden auch auf Tafeln beschrieben.

Viele Geschichten handeln von den gestrandeten Schiffen. Bei so schönem Wetter kann man es sich nicht vorstellen, daß man die Küste und die paar Felsen übersieht, aber wenn die Wellen hoch sind und der Nebel undurchsichtig ist, scheint es schon deutlich schwerer zu sein. Ein Schiff hing 3 Monate auf einem Felsen, bevor es sank.
Oder Point Joe, wo ein Chinese Joe hieß und dort Leute versorgt hat. Man weiß nur nicht, ob der Point nach dem Typen oder der Typ nach dem Point benannt wurde. Der Golfplatz ist jedenfalls allgegenwertig:

Auch Tiere gibt es in der Gegend. Möven und Squirrel sind allgegenwärtig:

Interessant ist der Birdrock, der zumindest für mich sehr komische Birdsounds macht:

Wenn man genauer hinsieht, erklärt sich das Geräusch, der Name nicht wirklich:

Die Möven schauen nur, was die Touristen unbeaufsichtigt lassen:

Die Squirrel betteln intensiv, wenn man nicht aufpaßt rennen sie einem das Hosenbein hoch:

Die Küste wird – der Straße folgend – steiler, die Robben liegen aber trotzdem genüsslich herum. Der Wald rückt jedoch näher ans Wasser:

Ganz berühmt soll der alleinstehende Baum auf einem Felsen sein. Naja, da sind die einsamen Bäume im Zion NP spannender:

Nach erstaunlich viel Zeit auf dem 17 Mile Drive (bei der Zeit könnte man das locker mit dem Fahrrad fahren) ging es weiter die US 1 gegen Süden. Big Sur mit seinen berühmten Brücken war natürlich einen Halt wert:

Wer hätte übrigens gedacht, daß die Schließung der National Dinge auch ein Nächtigungsproblem hervorrufen. Ein großer Abschnitt der Küste ist ein National Forrest und wie das dumme Wort National nahelegt, auch da sind alle Campingplätze geschlossen. Wir sind daher deutlich länger gefahren als geplant, denn alle Campingplätze waren geschlossen. Die Seeelephanten haben wir daher schon bei sehr niedriger Sonne gesehen:

Zu guter letzt haben wir in San Simeon einen State Park gefunden, der noch ein paar letzte Stellplätze frei hatte. Denn viele andere wollten auch noch ein Plätzchen für die Nacht haben. Der Platz war günstig, oben auf einem Hügel und echt ruhig. Und da die Santa Anna Winde trockene Luft über die Küste geblasen haben, gab es eine unglaubliche Sternennacht.