Die US 1 rund um San Francisco

Heute wurde das Problem mit den Nationalparks schon lästig. Aber trotzdem konnte der Tag sehr schön ausgefüllt werden. Zunächst ging es in den Norden und nach einer Runde ging es über fry’s wieder an die US 1:


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Der Tag begann strahlend sonnig aber recht frisch. Das Frühstück wurde daher im Zimmer genossen. Gepackt war schnell und flott ging es auf die Straße. Wobei flott im Detail falsch ist: Am Motel in der Früh links abbiegen dauert einige Minuten lang: Da ist echt laaange keine Lücke zu sehen.

Quasi gleich bei unserem Motel geht die Straße auf die Westküste. Zunächst geht es steil bergan, dann kann man oben im Tamalpais SP wandern gehen. Ich habe nur einen kurzen Fotostopp eingelegt:

Der bekannte Muir Beach ist leider bis November gesperrt (im November wird der Strand dann sicher voll überlaufen sein), aber es gibt wenigstens einen Aussichtspunkt. Da habe ich als erstes die Idiotie kennengelernt: Weil kein Geld da ist, müssen die NPs zusperren. Das gilt aber für alle National-Sachen. Und der Aussichtspunkt ist Teil des Golden Gate Recreation Parks. Also wird auch der zugesperrt. Und wirklich nur der Punkt. Also habe ich vor dem Schranken geparkt und bin die 100m zu Fuß gegangen. Die Aussicht ist wirklich atemberaubend:

Auch die Details können sich sehen lassen:

Wie ich da oben rumlaufe, huscht etwas an mir vorbei. Der hat die Sperre wohl auch ignoriert:

Die geniale Aussicht wurde schon im 2. Weltkrieg ausgenützt. Es gab Minibunker, die zum Ausspähen von Schiffen genutzt wurden. Mit 2 solcher Spähbunker in bestimmter Distanz, konnte man die Schiffe durch Triangulation leicht positionieren und so auch gut mit den Kanonen treffen. Das Problem an der Stelle ist aber das i.A. schlechte Wetter gepaart mit Wind. Daher mußten die Soldaten selbst an Sommertagen mit Winterausrüstung rumlaufen. Die war aber schwer zu bekommen, da sich der  Versorgungstrupp verarscht vorgekommen ist, Wintersachen nach Kalifornien zu karren. Erst einige Nachfragen später kamen die Sachen auch an. Smiley

Weiter ging es entlang der US 1 nach Norden zum Point Rheys. Dort wollten wir den bekannten Leuchtturm besuchen. Auf dem Weg dorthin, kommt man durch verschiedenste Marschflächen:

Die Fahrt ist lange, weil der Punkt weit draußen liegt. Und was sieht man dann? Nun, das weiß ich auch nicht, weil kurz vor dem Ziel ist die Straße gesperrt. Die NPs sind ja geschlossen. Dort steht aber ein Ranger und schreibt alle Leute auf nette Zettel, die dort parken und zu Fuß weitergehen. Also merke: Kein Geld zum Arbeiten, aber genug Zeit um Tickets zu verteilen. Also bin ich unverrichteter Dinge wieder abgezogen und habe den benachbarten Tomales Bay SP besucht. Der kostet zwar Geld, hat aber offen.

Dort kann man wandern, picknicken und baden gehen. Und sehr seltsame Menschen treffen: Die einen sitzen mit Parker und Kapuze in der Sonne, die anderen ziehen sich den Badeanzug an und hüpfen ins Wasser. Ich fand es mit langer Hose und T-Shirt ok. Und ja, alles am gleichen Ort zur gleichen Zeit:

Möven sind dort auch am Betteln:

Nett sind die Details, die man erspähen kann. Wer hat z.B. schon Kajaks aus Schilf gesehen:

Danach sind wir noch ein kleinwenig auf der US 1 nach Norden gefahren, haben uns dann über den Berg auf die 101 geworfen und sind wieder über die Golden Gate Brücke nach Palo Alto gefahren. Dort sind wir zu fry’s gegangen, um ein paar Dinge zu besorgen, die wir für die ersten Zeltnächte ohne unser Zeug in LA brauchen. Von da schlugen wir uns wieder zur US 1 durch und konnten im Nachmittagslicht die Küste bewundern. Die Strände sind dort alle State Beaches und daher offen. Wer hätte gedacht, daß das einmal wichtig ist…

Man sieht auch an den folgenden Fotos, daß wir echt super Wetter haben. Keine Spur vom sonst so anstrengenden Nebel und absolut blauer Himmel:

Der Wind ist halt kühl, aber wenn das unser ganzes Problem ist, dann können wir damit leben:

Die meisten State Beaches hätten gerne $8 Eintrittsgebühr. Die zahle ich aber ganz sicher nicht, wenn ich nur ein paar Fotos schieße und spätestes 10 Minuten später wieder draußen bin. Dieser Strand war aber gratis, da der Weg vom Parkplatz zum Strand scheinbar zu lange ist:

Wer erinnert sich noch an meine letzte Fahrt auf der US 1? Da habe ich versucht den Leuchtturm am Pigeon Point zu fotographieren, aber ich konnte das gute Ding kaum im Nebel sehen. Das war heute anders. Nur eigentlich ist das verrostete Ding in der Sonne nicht besonders hübsch:

Nach dem Foto waren es nur mehr 5mi zum sauteuren Campingplatz, der zu dem hohen Preis noch eine $5 Umweltabgabe verlangt. Wenn man dort das Campingmonopol hat, kann man es verlangen. Wenigstens ist das Internet gratis. Also habe ich an dem Platz meinen Berichtrückstand (ja, am ersten Tag) aufgeholt. Der Arbeitsplatz sah dabei so aus:

Am nächsten Tag sollte es dann weiter nach Süden auf der US 1 gehen. Das Wetter sollte deutlich wärmer werden. Mal sehen was wirklich dabei rauskommt…

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