Durch eine plötzliche Eingebung (und einem gewissen Sparwillen folgend) sind wir auf direktem Wege nach LA gefahren. Unterwegs konnten wir den Walnut Canyon besuchen:
Der Tag schien nach unserer Umplanung ein langer zu werden. Zudem sind wir in der Früh nicht so schnell wie immer in die Gänge gekommen. Aber laut TomTom sollten wir es locker bis zum Sonnenuntergang nach LA schaffen. Darum leisteten wir uns den Luxus, dem Walnut Canyon NM einen Besuch abzustatten. Durch den Jahrespaß kostet so ein Besuch ja nix.
Der Walnut Canyon war seeeehr lange Zeit von Ureinwohnern bewohnt und scheint eine nette Wohngegend zu sein. Das liegt vorwiegend daran, daß härtere Gesteinsschichten auf weicheren lagern und so automatisch große Felsüberhänge entstehen, die man als Wohnhöhle verwenden kann. Der Besucher kommt am oberen Rand des Canyons an und muß 240 Stufen hinunter steigen, um zum Besichtigungsfelsen zu kommen:

Nicht alle waren von dem Abstieg völlig überzeugt: ![]()

Der Canyon wird heutzutage nicht mehr von Menschen bewohnt, aber Eidechsen scheinen dort unglaublich froh zu sein:

Täuschen und Tarnen sind aber offensichtlich angesagt:

Wie immer sind ein paar Wolken drüber gezogen und das macht den Canyon sehr interessant, weil sich durch die verschiedene Beleuchtung immer andere Aussichten ergeben haben:

Auf den gegenüberliegenden Hängen sieht man die Wohnhöhlen, die mit Steinen zugemauert wurden, damit man besser wohnen konnte:

Das Blöde an dem sicheren Wohnen war aber, jeden Tropfen Wasser mußte man von unten raufschleppen und das Essen konnte man nur von oben runterkarren. Ich möchte gar nicht wissen, wie man sich da verhalten hatte, wenn man älter wurde. Oder wurde man da einfach nicht älter???
Der Rundweg rund um den Felsen war leider wegen Bauarbeiten unterbrochen, sodaß man alles auf dem gleichen Weg wieder zurückhatschen mußte. Trotzdem kam man aber durch eine alte Höhle durch:

Blumen waren in dieser Jahreszeit auch überall am Blühen. Ich war begeistert:

Nach dem Aufstieg zum Canyonrand blickten wir noch einmal in den nun völlig sonnigen Canyon zurück, bevor wir uns auf den langen Weg gemacht haben:

Der Rest war die wenig spannende I40 und viel Freeways innerhalb LAs. Wir kamen kurz vor 21 Uhr an und die Einfahrt über die Carpoollanes war wie immer ein heroischer Ritt. Aber das ist ja nichts mehr Neues.