Gehen wir mal auf das Auto ein. Nach dem Tausch des Chevy Impala (wegen des check engine lights und dem damit verbundenen Gratisupgrade) auf einen Ford Taurus, habe ich autotechnisch nach vielen Jahren Neuland betreten. Ein Ford ist in Europa bekannt, stammt aber doch aus den USA. Ist er jetzt ein amerikanisches Auto oder doch europäisch geprägt? So sieht das gute Stück jedenfalls einmal aus:

Innen ist er mit Elektronik vollgestopft und es hat auch zwei Displays: Eines beim Tacho und eines beim Radio. Daher hat man am Lenkrad neben den vielen anderen Knöpfen für den Tempomat (3 Wippschalter links) und den Fernbedienungsknöpfen für das Radio (3 Wippschalter rechts) auch zwei volle Joystickkreuze (jedes Display eines) mit Ok-Button. Da muß man beim Lenken schon aufpassen, was man da alles lieber nicht anklickt:

Das Ding hat ein Satellitenradio, was in der US Pampa echt super ist (nur unter Brücken ist es weniger toll). Die Displays fangen auch an zu träumen, wenn man den Motor abdreht und ihm fad ist:

Bluetooth Freisprecheinrichtung (mit Bedienung über Sprache oder Tasten am Lenkrad) ist genauso inklusive, wie die Adressdatenbank mit Microsoft Sync abgleichen zu können oder USB-Sticks zum Musik-Abspielen zu nehmen.
Als Motor haben sie einen 6-Zylinder 288PS Benziner genommen, der sich praktisch nie aufregt. Beim normalen Fahren ist er praktisch unhörbar. Der Verbrauch ist immer noch schlimm, auch wenn man durch sparsame Fahrweise einiges verbessern kann: Hat er bei Übernahme noch knappe 300mi mit vollem Tank errechnet, sind es jetzt nach guten 3000mi schon 550mi. Die Gangschaltung ist eine 5 Gang Automatik, die zum ersten mal so schlau ist, beim Tempomaten auch runterzuschalten um langsamer zu werden. Neu ist auch die manuelle Gangwahl, die nicht über den Hebel gemacht wird: Man schaltet den Hebel auf S und hat dann eine Wippe, um den Gang rauf oder runterzuschalten.
Die Servolenkung ist endlich zumindest so gut wie die typisch europäische Lenkung, an meinen Megan kommt sie aber dennoch nicht heran. Es ist genauso seltsam, daß mein Billigauto Sachen hat, die das Luxusauto nicht kennt: die Einparkhilfe (es ist völlig unmöglich beim Ford den Kofferraum und damit sein Hinterteil zu sehen).
Die Sitze lassen sich elektrisch in alle Richtungen verdrehen, sie bleiben aber immer ein eher liegender Sessel; da sind die von meinem Megan fast komfortabler.
Der Kofferraum ist so riesig, da kann man locker drinnen schlafen.
Also alles in allem: Viel besser als der Chevy. Wie kriegt man den ohne Aufpreis immer? ![]()