Pima Air and Space Museum

Nach ein wenig Fahren konnten wir schon das Zelt aufbauen; wegen der seltsamen Zeitzonen um 11 Uhr Vormittag! Damit blieb noch genug Zeit für das Flugzeugmuseum:


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Die paar Meilen von Las Cruces bis nach Benson waren bald geschafft. Recht ulkig ist wie immer das Zeitzonenspiel, denn Arizona verzichtet auf die Sommerzeit und somit hat man auf den paar Meilen gleich einen Sprung um 2 Stunden. Wir kamen daher um 11 Uhr Ortszeit an, haben schnell das Zelt aufgestellt (und uns vorher gewundert, um wieviel der Campingplatz seine Tarife seit dem letzten mal erhöht hat) und weiter ging es zum Pima Flugzeugmuseum. Wie immer wenn man auf etwas wartet, kam uns die Strecke zu lange vor. Da wir Pima nicht als Punkt im TomTom hatten, dachten wir schon kurz daran, daß wir die Ausfahrt verpaßt hätten. Aber dann war das Schild doch nicht zu übersehen und wir fanden zum Museum.

Das Pima Air and Space Museum (so der offizielle Name) liegt am Rand der großen Flugzeugabstellfläche (oder weniger nett Schrottplatz genannt) mitten in der Wüste. Einige sehr schöne Stücke haben sie auf die Museumsfläche gestellt. Das Museum zeigt die schönsten Stücke in Hangars (die auch klimatisiert sind), die großen oder nicht mehr so gut erhaltenen Flugzeuge im großen Freigelände. Der erste Hangar ist Flugbooten gewidmet:

Im nächsten Hangar gibt es Jets verschiedenster Art, auch eine SR71 darf nicht fehlen:

Wohl aus Platzmangel trifft in manchem Hangar neu auf alt:

Auch seltsame Prototypen sind dort zu sehen. Zum Beispiel der erste unbemannte Helikopter, der 1960 seinen offiziellen Jungfernflug hatte. Kleinere Zerstörer sollten diese Hubschrauberdrohnen verwenden:

Fast jeder Junge hat irgendwann mal seine Leidenschaft für Modellbau gezeigt. Wenn diese Leidenschaft auch im Manne nicht verschwindet, werden die Modelle größer. Daher gab (und gibt) es Flugzeuge zum Selberbauen. Das ist eines davon (der Erbauer hat 200+ Stunden damit in der Luft verbracht):

Manche Flugzeuge werden auch nur gebaut, um einen Rekord zu brechen. Zu nichts sonst. Z.B. Bumblebee: Das Ding wurde gebaut, damit der Rekord für das kleinste Flugzeug gebrochen werden konnte. Nur Wochen nach dem geglückten Jungfernflug wurde der Rekord von einem ehemaligen Mitstreiter des Bumblebee-Projektes unterboten. Daher wurde der Rekord auf kleinstes Doppeldeckerflugzeug umbenannt, der Mitbewerber hatte nur eine Tragfläche. Bumblebee 2 war noch kleiner, hat den Rekord gebrochen, ist aber kurz darauf abgestürzt:

Den Rest der Hangarflieger machen vorwiegend Weltkriegsflugzeuge aus:

Wer wußte eigentlich, daß es schon sehr früh Drohnen im Krieg gab? Hier ein paar Propellerdrohnen:

Normalerweise wird man auf der Freifläche des Museums gegrillt, denn in Tucson, AZ ist es i.A. heiß. Dieses mal war es aber eher kühl, kaum 30°C. Die Kakteen blühten gemütlich vor sich hin:

Manchmal darf man nur nicht verzagen. Ein Typ hat eine eigenwillige aber scheinbar geniale Art erfunden, Piloten in den frühen Jahren der Fliegerei das Fliegen beizubringen. Die Air Force hat den Mann nach Hause geschickt, denn so etwas braucht man nicht. Tja, einige Jahre später waren sie dann anderer Meinung und tausende Piloten lernten auf dem Ding:

Natürlich gibt es auch andere Modelle zum ‘Eingewöhnen’ der Flieger:

Im Außengelände gibt es eine gute Mischung an bekannten und sehr außergewöhnlichen Flugzeugen. Bei dem Wetter war es nicht leicht Fotos zu machen (die Luft war klar, der Boden sandig weiß), aber sie wurden hübsch:

Manche Flugzeuge tragen die Nasen recht hoch: Smiley

Was nicht alles noch mit Propellern fliegen konnte:

Die Air Force Base liegt praktisch über der Straße. So kommt man zu live Flugvorführungen:

Aufklärer gab es auch schon früh; mit Propeller natürlich:

Von den B52ern haben sie gleich mehrere rumstehen:

Ein paar Hubschrauber sind auch zu sehen. Den meisten fehlen aber schon die Rotorblätter. Der hat eine nette Rolle in John Travolta’s Film Password: Swordfish:

Zum Abschluß bin ich noch schnell beim Eingang stehen geblieben, um das Eingangswahrzeichen zu knipsen. Ach ja, mancher wird sich fragen: Wo ist der Space aus dem Museumsnamen? Da gibt es eine Halle, wo viel Text und wenig Ausstellung zu bewundern ist. Da haben sie wohl keine Ausstellungsstücke bekommen aber irgendjemand wollte die Halle haben. Kann man ruhig weglassen, man hat nicht viel versäumt.

Der Weg zurück auf die Interstate war nicht weit und es blieb nur mehr die paar Meilen bis nach Benson zurückzufahren. Die Strecke in Arizona ist nur durchschnittlich spannend:

Am Abend, auf unserem Luxuszeltplatz (so zumindest heißt die Kategorie), haben wir noch Besuch bekommen. Die gute Dame war praktisch nicht loszubekommen:

Am nächsten Tag ging es über den Saguaro NP bis nach Kalifornien. Das Ende der Runde war abzusehen. Trauriges Smiley

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