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Nach nun knappen 6000 Fotos will ich mich über meine neue Kamera, die Fuji HS20 auslassen. Gleich vorweg: Sie tut brav ihre Arbeit, besser als alle ihre Vorgänger.

Ohne langes hin und her, die Pros und Kontras:

Pros:

  • Gigantischer Zoom von 24 bis 720mm (in KB)
  • Sehr gute Rauschwerte im SN Mode (bis ISO 1600 keine Nachbearbeitung notwendig)
  • Ewige Laufzeiten mit 4 Eneloop Akkus
  • Hohe EXR Dynamikmodes, die auch wirklich funktionieren
  • Display auch in der Sonne verwendbar
  • Sucher bei extremen Bedingungen brav, die automatische Umschaltung von Display zu Sucher nett
  • Die Einstellungen bleiben pro Mode erhalten (z.B. EXR Rauschen, EXR Dynamik, P, A, …)
  • Das Full HD Video geht ganz brav
  • Viele externe Knöpfe zur schnellen und ‘blinden’ Bedienung
  • Kleiner und leichter als die 9600 und FS100

Kontras:

  • Die Mechanik ist wackelig.
    • Die mechanische Zoomeinstellung ist eher schwergängig / hakelig, das wird mit der Zeit eher schlechter
    • Der Ein/Ausschalter krackt und ächzt jetzt schon
    • Der Auslöser wackelt jetzt schon
    • Das Batteriefach ist verschiebbar. Fühlt sich manchmal seltsam an.
  • Die Kamera macht zu 90% überbelichtete Bilder. Das kann man zwar leicht mit der Helligkeitsänderung ausgleichen, ist aber mühsam. Meine FS100 kann das ganz einfach so. Meine 9600er hatte auch manchmal Probleme, aber da waren es eher konstant 1-2 Belichtungsstufen (1/3 Blenden). Bei der HS20 sind es locker 3 Stufen, in einigen Fällen reicht auch die maximale Verschiebung von 6 Stufen (=2 Blenden) nicht aus!
  • In den EXR Modis kann man nur dann Änderungen (wie die notwendige Belichtung) vornehmen, wenn man sie manuell wählt. Der AUTO EXR Mode kann keine Änderungen.
  • Der Autofokus im Videomode ist für viele Dinge praktisch unbrauchbar
  • Die automatische Umschaltung Display/Sucher macht Ärger, wenn man das Display ausklappt (weil dann das Display als Auge erkannt wird)
  • Die animierten Umschaltmenüs sind nervig und kosten Zeit. Entweder ist das zur Tarnung von internen Zeiten, oder ein Designer hält sich für unverzichtbar
  • Die Kamera hat interne Denkzeiten, die man aber nicht erkennt, bis man etwas von ihr will. Da kann man drücken und Schalten, es passiert einfach nix.
  • Bei Serienbildern und ähnlichem kommt es zu extrem langen Speicherzeiten. Die Highspeedbilder sind z.B. deswegen kaum verwendbar, denn nach einer Bilderserie ist die Kamera für mindestens 10 Sekunden unbrauchbar (weil beschäftigt)
  • Videos werden im mov-Format aufgenommen und nicht in AVCHD
  • Sie kann tatsächlich Videos aufnehmen und währenddessen Fotos machen. Nur leider, während sie die Fotos macht und speichert, hat das Video ein Loch (ist also pausiert) ohne das man es sieht…
  • Manchmal stimmt die Live-Vorschau mit dem Endergebnis nicht überein (trotz letztem Firmwareupdate)

Wie gesagt, ich bin eigentlich zufrieden. Die Mechanik wird halt der Tod der Kamera werden, aber das 20000er Limit wird sie schon schaffen. Wenn sie noch ein Firmwareupdate für die Belichtung rausbringen, wäre ich (den Anschaffungspreis im Kopf) zufrieden.

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