Der Sonne entgegen, Blue Elbow Swamp & Buc Eees

In der Früh hat wie versprochen die Sonne vom Himmel gelacht, der Wind war aber immer noch heftig und die Temperaturen arktisch (also wie in österreich). Da blieb nur die Flucht nach vorne, bis in den tiefen Süden von Texas:


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Das Sonnelachen war wirklich beängstigend: Der Himmel war so blau wie schon wieder lange nicht:

Bei Lake Charles steht immer noch die komische Brücke in den Himmel, LKWs dürfen da aber nicht mehr drüberfahren. Die Brücke selbst ist überall verrostet. Kein so gutes Gefühl:

Gleich hinter der Staatsgrenze zu Texas kommt man zum Welcomecenter. Der Lone Star ist immer noch das ausgezeichnete Hundeklo (zumindest dort):

Im anschließenden Blue Elbow Swamp hatte ich Hoffnungen auf sich sonnende Alligatoren, denn mit 20°C war es für die Gegend fast winterlich kalt.

Meine Hoffnung wurde aber nicht erfüllt. Es blühen zwar Büsche und Blumen …

…aber Alligatoren waren keine zu sehen. Schildkröten haben sich die Sonne ‘reingezogen’:

Ein abschließender Rundblick und schon war ich wieder auf der Interstate:

Trotz des Chickentempos von 65mi/h erreichte ich Houston (wo es noch langsamer zugehen sollte). Trotz vorhandener Umfahrungsinterstate hat mich mein lieber TomTom mitten durch Downtown geführt:

Mein weiterer Weg führte mich über den Hwy 59. Nur in Houston ist der dicker ausgebaut als die I10:

Bald geht der Interstateausbau in einen Divided Hwy über, vereinzelte Schilder weisen einen daraufhin, daß hier ein Vollausbau zu einer Interstate geplant ist. Darauf würde ich aber nicht warten, das habe ich an anderer Stelle auch schon gelesen.

Der nächste Halt war in Wharton. Ich bin begeisterter Buc Eees Fan, die Soßen und Jerkies von dort sind sensationell. Aufgrund meiner Route in den Süden, komme ich nicht am Riesengeschäft in Luling vorbei (wie schon letztes Jahr, wo ich nach Austin gefahren bin). In Wharton gibt es aber ein weiteres Hauptgeschäft, das sich als noch größer als auf der I10 in Luling herausgestellt hat. Nur mein TomTom hat sich da den ersten Patzer des Tages geleistet: bei Eingabe der Adresse wollte er mich ca. 10mi vorher in den Krieg schicken; ein Werbungsplakat hat mich aber gerettet.

Nach einem langen Stopp (und Shop) ging es weiter in den Süden. Die Temperatur stieg weiter an. Das dürfte meinem TomTom nicht gut getan haben, denn er leistete sich einen extremen Patzer: ‘Fahren sie gerade aus’, war die Anweisung. Das tat ich auch und schon war ich falsch. Ich gebe zu, die Beschriftung ist dort auch keine große Hilfe, denn die 59 Süd läuft ein paar Meilen mit der 77 Nord auf der gleichen Straße; wie eine Straße gleichzeitig nach Süden und Norden gehen kann verstehe ich nicht. Mein TomTom offensichtlich auch nicht, denn er meinte mit geradeaus, folgen sie dem Hwy 59, und der wäre rechts auf der Ausfahrt gewesen. Ich bin aber schon ein geübter Wender und so konnte das Problem schnell gelöst werden.

Der Endanflug auf den Campingplatz war wieder ‘romantisch’. Nach dem Patzer hoffte ich nicht auf den dritten ‘Ausritt’ meines TomToms an einem Tag, aber die Straßen wurden kleiner und kleiner (und nach dem Bild noch viel kleiner, aber da hat mir die Sonne entgegen geschienen, was Fotos eher unmöglich macht:

Plötzlich, wie aus dem Nichts, überquerten wir die Interstate und zwei Abbiegungen später waren wir am Campingplatz. Das hat der TomTom sehr sauber gemacht. Der Platz ist idyllischer als ich dachte. Mein Zelt steht direkt am See (oder was derzeit davon über ist):

Am Abend zogen die Vögel in Scharen zu ihren Schlafplätzen:

Und während ich meinen Griller angeworfen habe, gab es einen sensationellen Sonnenuntergang:

Am nächsten Tag sollte es nach Corpus Christi gehen.

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