Ruhiger Waldteich mit spiegelnder Wasseroberfläche in einer herbstlichen Landschaft, umgeben von goldgelb gefärbten Laubbäumen und dunkelgrünen Nadelbäumen im Hintergrund unter einem blauen Himmel mit leichten Wolken

Von Grand Junction nach Denver

Der Horrorberg mußte dieses Jahr bei Licht und Sonne befahren werden. Ganz sonnig war es dann doch nicht, da eine hinterlistige Wolke zum Verfolgungsangriff angesetzt hat. Ich war aber schneller. 🙂

Von Grand Junction ging es zunächst auf dem Highway nach Delta, wo ein Einkauf am Programm stand. Der Walmart war schnell gefunden, TomTom wußte Bescheid und der Walmart lag auch direkt an der Straße. Von nun an ging es steil bergauf und die Temperatur sank wie vorhergesehen (der Gipfel liegt über 3000m hoch) ins Bodenlose. Drum zeigten sich auch bald die ersten gelben Bäume:

Ein steiler, felsiger Hang im herbstlichen Wald zeigt goldgelbe Laubbäume, die im Vordergrund von dunklen Nadelbäumen und schroffen Felsen eingerahmt werden, während im Hintergrund ein kräftig blauer Himmel mit vereinzelten Wolken leuchtet

Mit 303PS kann das Auto gar nicht so schwer sein, als daß nicht sehr bald der Gipfel erreicht ist. Oben fährt man auf einem Plateau, wo im Winter Langlauf und Skidoofahren sehr in sein dürften (zumindest finden sich genug Hinweisschilder). Jetzt hatte es noch über 0°C (zu Mittag) und es war hübsch anzusehen, wie der kleine Bach einen See bildet:

Weites Hochmoor mit einem spiegelnden Teich, das von dichten Fichtenwäldern und einer weiten, herbstlich gefärbten Almwiese umgeben wird, während am blauen Himmel weiße Quellwolken ziehen

Auf der anderen Seite waren dieses Jahr noch nicht ganz so viele gelbe Bäume zu sehen wie vor zwei Jahren; das Wetter war scheinbar doch wärmer. Ein See mit ein paar gelben Bäumen war aber zu finden:

Weitläufiger Blick von einer Anhöhe über ein endloses Nadelwald- und Laubwaldgebiet mit goldgelb verfärbten Baumgruppen, eingerahmt von dunklen Nadelbäumen im Vordergrund unter blauem Himmel

An der Straße fanden sich die bunten Bäume ziemlich häufig. Daher waren viele Stops notwendig, um diese hübschen Fotos einzufangen:

Leuchtend gelbe Espen und grüne Nadelbäume im herbstlichen Wald unter tiefblauem Himmel, durchsetzt von hellen, schlanken Stämmen

Der See des Grauens. Genau hier (genauer am Campingplatz links vom See) haben wir uns vor zwei Jahren alles abgefroren. So friedlich und schön liegt er da. Kaum zu vermuten wie unglaublich kalt es dort werden kann (wenig überraschend finden sich dort genug gelbe Bäume): 

Ruhiger Waldteich mit spiegelnder Wasseroberfläche in einer herbstlichen Landschaft, umgeben von goldgelb gefärbten Laubbäumen und dunkelgrünen Nadelbäumen im Hintergrund unter einem blauen Himmel mit leichten Wolken

Die Abfahrt ist (wie im Bild angezeigt) mächtig kurvig. Man muß die guten 3000m ja irgendwie los werden. Dieser Scenic Byway ist wirklich jedem zu empfehlen, nur Radler würde ich da nicht so gerne sein wollen:

Ein dichter Herbstwald mit leuchtend gelben und grünen LaubBäumen und weißen Stämmen erstreckt sich an einem Hang unter klarem blauem Himmel, während im rechten Vordergrund eine gelbe Gefahrentafel vor Kurven warnt

Der Byway endet direkt an der I70, wo wir weiter Richtung Osten gedüst sind. Da wir die guten 200mi eigentlich bald geschafft haben wollten, haben wir eine Pause auf einem mit ‚Parking‘ gekennzeichneten Platz gemacht. Wir waren nicht schlecht überrascht, daß die Interstate in einem Tunnel verschwand und wir dem Fluß folgten. Parking? Und wie ging es weiter? Des Rätsels Lösung ist einfach: Sie haben den alten Highway einfach zu einer Einbahn gemacht und als Parkgebiet deklariert. So konnte man entlang des Flusses überall parken, während die Interstate die Abkürzung durch den Tunnel nimmt. Hier ein Blick auf die  doch idyllische Landschaft: 

Eine asphaltierte Strasse schlängelt sich am Ufer eines ruhigen Flusses entlang, flankiert von einem grün bewachsenen Gehsteig und einer imposanten, ockerfarbenen Felswand unter strahlend blauem Himmel

Das mit den schnellen 200mi war natürlich wieder nix. Die Interstate windet sich nämlich bis Denver wie eine Hochgebirgsstraße. Zunächst geht es entlang eines Canyons, der wirklich schön ist. Wenn es keine Interstate wäre, es wäre ein Scenic Byway. Nur sollte man nicht an den Bericht denken, daß fast alle Brücken der US-Interstates baufällig sind, denn man fährt fast nur auf Brücken…

Graue Autobahn führt durch eine Schlucht im Glenwood Canyon, flankiert von steilen Felswänden, dichtem Nadelwald und einer erhöhten Fahrbahn auf Betonpfeilern, unter blauem Himmel mit leichten Wolken

Die Einschnitte sind tief und manchmal paßt kaum die Interstate hinein. Leider darf man in den kurvigen Teilen nur 55mi (offiziell halt) fahren, man traut den Leuten offensichtlich nicht viel zu:

Eine asphaltierte Fahrbahn führt in einer weiten Kurve durch eine gewaltige Schlucht mit ockerfarbenen Felswänden, die von spärlichen Nadelbäumen bewachsen sind. Autos sind auf dem Fahrstreifen unterwegs, während links ein schmaler Gehsteig verläuft

Und dann geht es in die Höhe. Keine Ahnung wie hoch (da haben sie plötzlich auf die Höhenangaben ‚vergessen‘) aber 3000m werden es wohl schon gewesen sein. Mit einer Interstate! Vail, Beaver Creek und Co lagen an der Interstate. Die Steigungen waren für eine Autobahn auch nicht schlecht (>6% über viele Meilen):

Ein weißes Wohnmobil fährt auf einer grauen Freilandstraße durch ein gebirgiges Tal mit steilen, felsigen Hängen, spärlicher Bewaldung und diesigem, bedecktem Himmel im Hintergrund

Die Schneegrenze war jedenfalls nicht mehr weit, man brauchte nur aus dem Fenster zu sehen. Die Temperatur sank auch auf knappe 50°F…

Dunkler Nadelwald bedeckt den steilen Hang unter den schneebedeckten Berggipfeln, während im Vordergrund eine schwarze Leitschiene entlang der Fahrbahn verläuft und sich am dramatischen Himmel dichte, dunkle Wolken auftürmen

In Denver selbst gab es dann den Megastau, da sich an der größten Abfahrt einige Autos ineinander verkeilt hatten und die ganze Interstate stand. Trotzdem kam ich noch rechtzeitig zu meinem Campingplatz (35mi östlich von Denver Center) und habe dort zwei sehr nette Tage verbracht. Aber davon später mehr.

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