Der Tag begann mit strahlend blauem Himmel und endete auch so. So laß ich mir das Gefallen. Mein Weg führte mich zunächst in den Missouri Botanical Garden. Jetzt könnte man denken, schon wieder ein botanischer Garten, aber nein, dieser Garten ist völlig anders als der letzte. Insgesamt hat weniger geblüht, er ist aber penibel gepflegt und anders aufgebaut.
Die Eröffnung geht dieses mal an lila Blumen (wie immer ohne Namen) :

Diese Blumen will ich mir für Krut kaufen, denn sie ziehen Schmetterlinge magisch an. Nebenbei sehen sie gut aus und riechen genial:

Der Garten hat eine recht lange Geschichte. Zunächst wieder der Spleen eines Reichen, dann öffentlich. Mitte des 19 Jhdts wurde der erste Teil öffentlich zugänglich gemacht. Dieses Gewächshaus war schon dabei. Die dralle Maid im Vordergrund nicht. Im ganzen Garten sind Kunstwerke von Niki de Saint Phalle (eine Frau) verteilt. Ob die Kunstwerke schön sind, lasse ich den Betrachter lieber selbst entscheiden, bunt sind sie auf jeden Fall:

Insgesamt gibt es zwei Rosengärten, einen neuen (wo diese Rose steht) und einen Viktorianischen.

Der neue Rosengarten ist umzäunt und mit künstlerischen Toren (Hintergrund) versehen:

Elefantenohren sehen auch im Schatten nett aus:

Bemerkenswert sind die Bienen. Wo es blüht sind auch die Bienen nicht fern. Zum Glück hat mich keine von diesen Bienen gestochen, denn der Körper ist zwischen 3 und 4cm lang!

Trotz des Herbstes blüht noch recht viel in dem Garten. So auch diese Blume:

Das große Gewächshaus heißt dort Climatron. Es war das erste geodätische Gewächshaus der Welt und wurde in den 60er Jahren fertiggestellt. Heute kann man sehr viele tropische Pflanzen (auch Nutzpflanzen wie Pfeffer, Guave, …) sehen. Auch Vögel sind dort heimisch:

Und solche speziellen ‚Kunstschlangen‘:

Ich habe das Rätsel des letzten Indiana Jones Films gelöst: Da ist er, der crystal skull:

Viele andere Bereiche kann ich garnicht hier vorstellen, zu viele Bilder gäbe es zu zeigen. Daher überspringe ich einmal den Chinesischen Garten und das Zentrum für Heimgärtnerei. Und schon sind wir in einem der größten Japanischen Gärten der USA:

Da dürfen auch die Kiesbeete nicht fehlen:

Der Viktorianische Garten hat auch eine Buschfläche, wie man sie von den europäischen Schloßgärten kennt:

Und natürlich dürfen in so einem Garten die Statuen nicht fehlen:

Am Nachmittag ging es dann zum Gateway Arch, einem National Monument. Man darf das Ding nur dann betreten, wenn man alles und sich selbst scannen läßt. Das Ding ist 193m hoch und überragt damit so ziemlich alles:

Gegen Geld kann man in einer sehr seltsamen Bahn in Minikabinen zu Fünft bis an die Spitze fahren. Oben überrascht zunächst, daß die Krümmung derart stark spürbar ist. Auch der Eindruck, daß der Bogen oben sehr wenig hoch ist, kann schnell bestätigt werden:

Die Aussicht auf die Stadt ist genial, selbst bei Gegenlicht am Nachmittag:

Auf der Flußseite sieht man seinen eigenen Schatten. Das schwimmende Ding im Schatten ist eine Hubschrauberplattform, wo man Rundflüge buchen kann (ich will garnicht wissen, was das kostet).

Diese Brücke ist der Startpunkt des ganzen Monuments. St. Louis war eine starke Wirtschaftsstadt, weil die Schiffe den Fluß rauf kamen und hier ihre Ware verteilt wurde. Dann kam die Eisenbahn und die Schiffe wurden unwichtig. Der Umschlagplatz hat sich damit nach Chicago verlegt, St. Louis hatte keine Brücke. Drum wurde so schnell wie möglich eine Brücke gebaut und das kam dabei raus. Die Brücke war damals eine Weltsensation, steht aber immerhin noch heute. Damit war St. Louis wieder das Tor zum Westen.

Damit ging ein wunderschöner Tag zu Ende. Friedlich ging ich nach dem Grillen schlafen, noch nichts ahnend, was ich am nächsten Tag erfahren würde…